Go to content Go to menu

lesestoff

Monday, December 1, 2014, 14:17:13

es gibt nochma einen newsletter aus vietnam, die letzte woche bricht auch gleich an. Ich bin jetzt in can tho, im mekong delta bevor es morgen zum letzten ort in vietnam geht, nach phu quoc, eine insel vor der küste kambodschas, das vermutliche highlight. Seit gut 2 wochen muß ich auch endlich nicht mehr frieren, es ist sehr warm bis heiß, die sonnencreme ist endlich zum einsatz gekommen.

Die letzte info war, glaub ich, aus ninh binh. Dort habe ich den ersten versuch gestartet die bettwanzen loszuwerden, leider vergebens, was hieß, im nächsten ort wieder ein etwas teureres hotel nehmen um wieder einen tag zu verlieren mit der schädlingsbekämpfung. Ich schein erfolg gehabt zu haben, die letzte schlacht geht an mich. Zum glück hatte ich dort einen wasserkocher und fön. Ich hab wirklich alles mit kochendem wasser übergossen (gut, laptop natürlich nicht). Selbst sachen wie nageletui oder waschtasche oder laptoptasche. Sicher ist sicher. Ich habe zumindest keine neuen bisse, und die wenigen werden wohl mücken sein. In der hoffnung, dass mir keine malaria übertragen hat, denn dann bin ich doch wieder auf der seite der bettwanzen.

So weit, so gut. Ninh binh (es gibt übrigends noch einen ort der binh minh heißt – verwechslungsgefahr, der busfahrer hätte auch was falsches verstehen können) hat sich doch noch gelohnt, obwohl die stadt an sich nicht viel zu bieten hat. Ich hab einen anderen deutschen kennengelernt, und zu zweit ist es dann doch etwas lustiger, speziell abends. Mein einzig fieser absturz bisher. Der australier war schuld, er hat vodka ausgegeben;) im national park waren wir dann noch. Geile sache, durch den vietnamesischen dschungel laufen. Aja, es gibt hier tiger. Damit hätte ich nicht gerechnet. Königskobras auch. Da hat man gern jemanden dabei, der sich auskennt und weiß, wo ich am schnellsten zum gegengift gelange.
Das jobangebot habe ich ohne mir groß den kopf zu zerbrechen abgelehnt. Es wäre eine art englischlehrer gewesen. Und gute bezahlung, um die US$ 15. aber das verlangen zu reisen ist zu groß und spätestens nach 3 monaten wäre ich in dem ort eingegangen.

Von ninh binh weiter nach hoi an, in einem schlafbus. Hochmodern die teile. Bequeme betten, sauber, kein lärm und sogar internet.

In hoi an angekommen. Na ja, ma wieder sehr touristisch, aber ansonsten ganz nett. Mein hotel war leider nur etwas weit weg von irgendetwas und der strand vor der haustür war eine baustelle. Und zum ersten ma wurde mein nervenkostüm leicht gereizt weil die englischkenntnisse an der rezeption waren doch sehr armselig. Doch etwas wenig für ein gehobeneres hotel in einem touristisch recht beliebten ort. Daran werd ich mich wohl sowieso gewöhnen müssen. Nur frustrierend wenn man nicht kommunizieren kann und man nicht wirklich weiter kommt. Und weiter richtung süden, nach quy nhon. Die stadt, die mir bisher am besten gefallen hat, kaum touristen, englischsprechende rezeption (das ist echt ein wichtiger faktor) der aufbau der stadt ist echt schön, kaum heruntergekommene gebäude, recht modern und trotzdem typisch vietnamesisch, vernünftiger strand und nach einiger zeit konnte ich wieder etwas alleine unternhemen, ohne einen guide oder bus zu benötigen, nur ein fahrrad. Damit bin ich zu 2 sehr schönen zielen aufgebrochen. Das was ich will. Passiert leider nur zu selten.
Und in quy nhon ist mir wohl etwas passiert, was ich vermeiden wollte. Ich habe irgendwie die befürchtung, dass ich hund gegessen habe. Na ja, abends, ich hatte hunger, eine art „restaurant“ gesucht, gefunden, es gab keine karte, demzufolge bin ich komplett hilflos bezüglich meiner essenswahl, die köchin hat auf einen großen topf gezeigt, auf vietnamesisch wahrscheinlich gsagt was es ist (???), ich habe kartoffeln gesehen und war überzeugt. Na ja, in dem eintopf war halt auch fleisch drin, und so etwas habe ich definitiv meinen geschmacksnerven noch nie zukommen lassen. Das war auf keienn fall schwein oder rind. Vielleicht auch ratte (das wird hier auch viel gegessen). Jedenfalls, was auch immer es war, es war sehr lecker und zart.
In quy nhon habe auch meinen ersten kleinen sonnenbrand bekommen. Wurde auch zeit;)
Aja, man lernt ja aus fehlern. Ich schaue mir die betten ab jetzt genau an, und das erste hotel in quy nhon war verseucht. Ich habe mir 5 betten angesehen und auf allen ist etwas gekrabbelt. Und wieder raus, auch völlig egal, dass es mitten in der nacht war und ich vielleicht den schnaps herausholen muß um die zeit bis zum morgen zu überbrücken. Ja, ich habe eine flasche captain morgan geschenkt bekommen von einem anderen reisenden, weil er angst hatte, daß´die flasche den flug nicht heil überstehen könnte.

Es ging weiter. Dieses ma richtung westen, nahe der laotischen grenze, in die highlands. Nach buon ma thuot (oder so ähnlich). Da bin ich auch nur durchgehetzt, angekommen, nächsten tag die tour gebucht und gleich weiter in die nächste stadt. Aber die highlands sind nicht schlecht, leider konnte ich nur den rand des national parks etwas abkratzen, weiter mitten im dschungel wäre es sicher noch besser geworden. Ich hatte alleine 2 guides, mit gps sind wir durch den dschungel. Und ich hatte ja gesagt, dass es hier viele gefährliche tierchen gibt, und was begegnen wir? Wildschweine. Also wir haben sie nicht gesehen, aber gehört, und es war nicht weit weg. Ich glaube, wir hatten alle die hosen etwas voll. Er meinte nur, ich muß dann auf einen baum klettern. Hah, du witzbold, ich kann nicht klettern. Ok, nichts passiert.

Auf nach mui ne. Eines der höhepunkte bisher. Nette kleine stadt, nur leider voller russen. Die haben nicht unbedingt den besten ruf bei den einheimischen weil sie gern für unruhe sorgen. Und alles war auch auf russisch beschriftet. Halloho! Rußland ist seit über einen monat abgehakt. Was hab ich dort gesehen? Rote und weiße sanddünen, ist wie wüste, der sonnenuntergang war beeindruckend. Und ich bin ca 2 stunden durch einen flußlauf gewadet zu einem wasserfall hin, art winzige schlucht mit einer atemberauben landschaft um mich herum. Ich glaube, ich hab mir dabei meinen zeh gebrochen an einem großen stein unterwasser. Es hat auf jeden fall geknackt, als ob man einen kleinen ast durchbricht. Tat auch weh. Egal.

Danach ging es weiter nach ho chi minh city (hcmc) / saigon. Ungefähr das gleiche wie hanoi, einfach nur eine großstadt. Aber dafür eine coole kleine party draußen an einem der zahllosen restaurants bzw. stände. Bier war billig und die leute richtig gut drauf. Da kann man sich auch ma mit einer gut 60 jährigen französin unterhalten die kein englisch konnte.
Da hcmc nicht viel zu bieten hatte, bin ich 2 tage später auch weiter nach da wo ich jetzt bin, can tho. Auch nur, weil ich mit dem boot über den mekong fahren will und die schwimmenden märkte anschauen, morgen früh um 5 geht es los. Gähn. Viel zeit habe ich ja auch nicht mehr.
Als der busfahrer meinte, aussteigen, weiter geht es nicht, dachte ich, dass der typ mir sagen würde, wann wir in can tho sind oder ich dachte can tho wäre endhaltestelle. Von wegen. Ich bin knapp 50 km weiter angelangt. Und da konnte wirklich keiner englisch. Dann versuch denen ma klar zu machen wo du hinwillst, hotel war schon gebucht. Es hat schon gedauert bis ich erkannt habe, dass ich gar nicht in der stadt bin, in die ich wollte. Ich glaube nach etwas weniger als einer stunde waren die dann so weit um zu verstehen was ich wollte und wohin ich will. Rauf auf den motorroller und ab geht’s. ich fühl mich echt sehr unwohl wenn ich bei den dingern hinten drauf sitze und scheiße unbequem. Habe da auch 2 motorroller gesehen, die einen unfall miteinander hatten. Hmm, das zu überleben ist wahrscheinlich gar nicht so wahrscheinlich.

Na jetzt bin ich hier, die stadt ist total öde, zum glück nur 1 tag.

Allgemeine eindrücke zu vietnam:

Touristisch ziemlich erschlossen, die straßen sind teilweise in einem katastrophalen zustand was es nicht angenehmer im bus macht, verkehrsregeln gibt es, offiziell, hält nur keiner ein. Hier gilt das gesetz des stärkeren auf der straße. Fahrbahnmarkierungen sind komplett überflüssig, genau wie oftmals auch ampeln und geisterfahrer sind auch allgegenwärtig.
Das essen ist jeden tag ein genuß, ok, an asiatisches essen allgemein kommt sowieso nichts ran, ich fahr übrigends total auf sojasoße ab. Armmut ist mir zum glück fast noch nicht über den weg gelaufen, also klar, die menschen hier sind nicht reich, aber ich denke dass es der großen mehrheit schon nicht so schlecht geht.
Es ist immer noch sehr billig alles, bis auf die touren. Das billigste bier war ca. 12 cent und heute habe ich mir eine stange zigaretten für 3 euro geholt.
Aber selbst hier vergleich ich zum teil penibel die preise. Bei bier oder einer schachtel zigaretten für ca 80 cent dreh ich mich beleidigt um und geh weiter. Selbst in der einzigen kaufhalle, in der ich bisher war, habe ich verglichen. Das üble ist, es geht meistens nur um geringe cent beträge, aber bei einem kurs von 1:26.500 klingt es viel.
ich glaube, vietnamesischer kaffee ist der beste, den ich je getrunken hab. extrem stark und bitter, abr mit etwas mehr wasser richtig lecker.

Und das wictigste natürlich: fast alle hier sind sehr sehr freundlich und gut gelaunt. Ich wurde noch nie so oft angelächelt, oder dass mir leute ein hallo hinterherrufen und winken. Erstaunlicherweise höre ich sehr oft, fast ausschließlich von männern, dass ich gutaussehend bin. Na toll, wieso nicht von mädels? Na ja, ausschlaggebender faktor dabei ist meine frisur. Die stehen da alle drauf. Und im land der scheiße (D) werd ich blöd angeguckt.

Alles in allem geht es mir gut, ich habe spaß, schöne landschaften, nur an nz, aus, cdn kommt es nicht ran. Weil ich dort mein auto hatte und alleine und unabhängig durch die natur streifen konnte – was ich so liebe.

Hmmmm, ich hab viel zu viel geschrieben. Danke an can tho

Bis…

angereist

Sunday, November 16, 2014, 11:16:06

So, und wieder 2 länder später. Ich bin endlich da angekommen, wo es ursprünglich hingehen sollte. Südostasien. Der rest war nur eine lange 5 wöchige anreise.

Shanghai habe ich noch gut überstanden. die tristesse des alleinseins hat zum glück nur kurz angehalten, die chinesin an der rezeption im hostel studiert deutsch, zum glück kann ich das auch ein bisschen, und so ist sie mit mir die tage durch die stadt gezogen. Ist echt hilfreich wenn man wen dabei hat der die sprache kann. Und die stadt ist echt schön.

Also ging es weiter nach südkorea. Ich frage mich echt warum noch irgendwer mit deutschen airlines fliegt. Die haben einen scheiß service, beinfreiheit ist nicht vorhanden und auf den vorderen plätzen im sicherheitsranking sind sie auch schon eine ganze weile nicht mehr mit dabei, und billiger sind sie auch nicht. Die asiatischen sind einfach nur top, ich könnte noch 10 cm wachsen und hätte genügend platz. Und selbst auf einem kurzen flug von nur etwas über einer stunde bekommt man essen, alkohol und ein unterhaltungsprogramm.

Gut, in busan gelandet und ohne probleme den shuttle bus nach ulsan gefunden. Das problem war nur, dass korea das einzige land bisher war, in dem ich kein handy empfang hatte und wo es wirklich wichtig war um meinen kumpel (teddy) dort bescheid zu sagen. Zum glück war der vor mir im bus nett und konnte englisch, und er hatte ein handy. In ulsan angekommen, und ja, wenn teddy der einzige grund war dahinzukommen, dann fällt der unternehmungsgeist flach zu gunsten von party jeden abend. Ok, ein wenig hab ich mir schon ulsan und busan angeguckt.
5 tage später wieder zum flughafen und ein weiteres novum nachdem ich in berlin ja das flugzeug wechseln musste. Mein flug nach hanoi wurde gestrichen. Toll, na super, und nun? Aber die dame am info schalter hat mir weitergeholfen, die airline kontaktiert und nach langem hin und her und einigen ersatzflügen, die ich abgelehnt hatte (entweder am nächsten tag oder mit 2 stops) wurde mir dann endlich ein angebot gemacht, was ok war. Am ende war ich sogar 3 stunden früher da. Jetzt ist es auch egal dass es mit korean air war. Die airline, die ich bisher eher nicht weiterempfohlen hätte nach nicht so perfekten flügen nach NZ und zurück.
In hanoi angekommen, dort 5 tage verbracht. Für sie stadt an sich reicht wahrscheinlich ein tag, ist nur eine weitere großstadt ohne sonderlich große attraktionen. Und ich bin mit öffentlichen verkehrsmitteln alleine in einen nationalpark gekommen, und das ohne große probleme. Man bin ich gut;)
Und in hanoi im hostel durfte ich erkennen, dass man vielleicht einfach lieber 4 € anstelle von 2 € ausgeben sollte für unterkunft, was immer noch billig ist. Weil, in dem hostel, in dem ich war, gab es einen kleinen zoo. Mit nur einer tierart: bettwanzen. Schöne scheiße. Der andere bei mir im zimmer (aus singapur, den ich besuchen werde wenn ich da bin – hey hey, es läuft) und ich haben uns beschwert (das war denen scheißegal ob da bettwanzen sind, glaub ich), ich habe die zimmerrechnung nicht bezahlt und wir sind nach nebenan ins hostel umgezogen.
Der an der rezeption hat sich zum glück verrechnet um 100 dong, und so habe ich ungefähr 10 cent pro nacht bezahlt.
Dennoch, ich kämpfe immer noch mit den bettwanzen. Ich bin gerade in ninh binh, ca. 100 km südlich von hanoi, und gestern und heute durfte ich mich mit diesen biestern beschäftigen. Die sind natürlich mittlerweile überall gewesen, in den sachen, selbst aus meinem laptop habe ich eine rauslaufen gesehen. Nachdem ich nachgesehen habe, was man tun kann, habe ich es getan. Ab 60°C sollen sie sterben. Also habe ich alles mit heißem wasser übergossen (wasserkocher sind toll) und einige sachen mit dem fön bearbeitet. Meine beschäftigung für den heutigen tag. Ich hab zwar einige brandblasen an den händen, aber geht schon. Nun hoffe ich nur, dass die überlebenden hier bleiben und nicht zurück in meine sachen wandern.
Das schöne ist, ich bin übersäht mit bissen. Und die jucken. Auf einma finde ich mücken gar nicht mehr so schlimm.
Ich hab auch gelesen, dass es in seltenen fällen zu blasenbildungen kommen kann – ich bin ein seltener fall. Eine wurde sogar stolze 2×2 cm groß. Und die blasen bilden sich in wenigen stunden neu. Ich könnte gerade ein wenig kotzen.

Wisst ihr was das schöne an asien ist? Seit china bin ich jeden abend essen gegangen, für ca 2 €. Toll. Und eine schachtel zigaretten im schnitt 50 cent. Wenn ich zurück bin werde ich vergessenhaben zu drehen und wie man einen herd bedient;)

Ach ja, hanoi, man wird ja ständig angeredet dass man was kaufen soll, goldene regel, nicht stehen bleiben, habe ich trotzdem getan, und dann fing plötzlich jemand an mir die schuhe zu reparieren (nicht dass sie kaputt waren) und dabei auszuziehen. Ich war dagegen, aber ich hab den rechtzeitigen absprung verpasst, und gut, dann soll er ma machen. Als er fertig war, wollte er von mir über 30 € haben. Ich dachte nur dass er nicht ganz dicht ist in der birne, was ich ihm auch so in etwa vermittelt habe. Nach einer weile hin und her ist er von 650.000 auf 640.000 dong runter gegangen. Ok, dachte ich mir, ich verkleide dich als hund und heute abend wirst du gegessen. Am ende war es ein immer noch zu teurer preis, aber ich hatte echt keinen bock mehr. Ja, ich habe schon hund auf der speisekarte gesehen.
Aja, in korea habe ich motten gegessen, schmeckt wirklich nussig. Gar nicht ma schlecht.

Bis zum nächsten ma (also in laos, 2 länder weiter;) )

Halt, nachtrag. Gerade ebend kam der von der rezeption hoch, der mich gestern schon mitgenommen hat am abend. Gestern meinte er schon, dass ich doch länger bleiben könnte, und da ich ja schon etwas älter bin, wird es ja auch zeit zu heiraten und er wollte mir seine freundinnen vorstellen. Ähm ja… öhhhh, ganz ruhig junge. Na wie gesagt, gerade kam er in mein zimmer und hat mir ein jobangebot gemacht, als was genau hab ich nicht verstanden, aber irgendetwas mit englisch sprechen. Heute abend treffen wir uns auf ein bierchen und reden auch darüber. Hmm, passt ja eigentlich gar nicht in meinen plan, aber vielleicht bin ich ja spontan und mach ma etwas krasses. Hmm… hmm…

2 länder später

Friday, October 31, 2014, 09:41:08

Hi

Ich bin in shanghai angekommen heute morgen. Aber davor ist ja noch eine menge passiert. Also fang ich an mit nach moskau. Moskau war schön, aber echt teuer. Und die mentalität dort ist echt nicht die beste, scheinbar nur in moskau. Und das hostel war eine große wohnung in einem einfachen wohnblock, wie alle unsere hostels in rußland.
Es ging ja dann endlich los mit der transsibirischen eisenbahn, der erste abschnitt war von moskau nach jekaterinburg, 3. klasse. Gar nicht so schlimm wie man sich die 3. klasse vorstellt. Jeder hatte sein eigenes bett und auch sonst genügend platz. Die mitreisenden sind auch freundlich und versuchen mit einem ins gespräch zu kommen, was natürlich nur sehr mühsam geklappt hat, mit einigen brocken deutsch, englisch und von mir russisch. Mein russisch ist übrigends noch schlechter als gedacht, obwohl ich bei einigen sachen erstaunt war, dass ich sie noch wusste. Dort habe ich auch einen polen kennengelernt im ersten abschnitt, der in diesem newsletter noch öfter auftauchen wird.

Jekaterinburg. Eine echt schöne stadt, wunderbares hostel und mein eindruck von russen hat sich weiter gebessert. Im gleichen zimmer im hostel war auch eine russische punkband, die am abend ein konzert in einem club gegeben hat und uns mitnahm. Geile sache. Die nacht durchgefeiert und einfach nur spaß gehabt. Etwas nervig war nur, dass man nach jedem ma rausgehen zum rauchen wieder durchgecheckt wurde. Irgendwann hieß es dann nur noch „die deutschen wieder“, kontrolliert wurden wir trotzdem. Als die party morgens vorbei war, bin ich noch mit wem ein kaffee trinken gegangen und hab einige leute kennengelernt, die gerade geburtstag gefeiert haben und mich natürlich eingeladen noch weiter zu feiern, kostenlos für mich, wie sich versteht;) gegen mittags war es dann vorbei und die haben mich echt noch durch die stadt bis zum hostel gebracht. Totmüde mit rausch habe ich olaf aus dem bett getreten und weiter ging es mit sightseeing.
Dann weiter mit der transsib nach novosibirsk, dieses ma 2. klasse. Vielleicht die beste fahrt. Da haben wir 3 finnen kennengelernt und uns schonma zum saufen abends verabredet. Hinzu kam, dass gerade eine frauenvolleyballmannschaft auf dem weg nach hause war, was den spaß nicht gesenkt hat. Irgendwann war unser raum im zug sehr sehr voll. Später hat das kampfvieh alias aufpasserin die spielerinnen mit einer diktatorenstimme ins bett geschickt. Sind wir halt zu den finnen rüber, wo sich mit der zeit auch noch einige russen dazu gesellt haben. Je später, desto mehr alc, desto lauter, was dem zugpersonal gar nicht gefallen hat. Und die haben das gleiche recht wie die miliz. Oha. Sie hat uns mehrmals ermahnt und meinte dass sie bald die polizei ruft wenn nicht ruhe ist. Hmm, ok, ich hab die beiden security leute getroffen, die ziemlich cool drauf waren, und ich wusste, vor denen brauchen wir keine angst zu haben. Alsi fröhlich weitergefeiert, ermahningen ganz gut ignoriert, bis wir dann feststellten, dass sie wirklich die bullen gemeint hat und nicht die security. Am nächsten bahnhof stellten sich dann 3 von den bullen uns vor im zug und haben uns unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass wir beim nächsten bahnhof alle rausfliegen wenn nicht ruhe ist. Ok, so was zieht, vor russischen bullen hat man doch etwas mehr respekt und keiner will an einem einsamen bahnhof irgendwo in sibirien draußen rumstehen ohne plan wie es weitergeht. Demzufolge ab ins bett.

Nowosibirsk. Tja, 2 tage waren definitiv zu viel. Es gibt nicht wirklich viel zu sehen oder zu tun, außer ma durch die stadt zu gehen und zum Ob (fluß). So konnten wir endlich ma einen tag entspannen und richtig ausschlafen. Die stadt sieht aus wie zu tiefsten sowjetzeiten. Alles grau in grau. Interessant das ma zu sehen, aber trotzdem, 1 tag hätte gereicht.

Weiter nach irkutsk. Die vielleicht langweiligste zugstrecke. 2 russen bei uns im raum, einer davon total nervig und null englisch oder deutsch. Das mädel was dazu kam konnte zwar paar fetzen englisch, hat die situation aber auch nicht verbessert.

Gut, angekommen in irkutsk. Es wurde übrigends von stadt zu stadt immer kälter. Nicht umsonst haben uns echt alle gefragt, was wir ausgerechnet zu dieser jahreszeit hier wollen. Jaja. Irkutsk war der nächste fehler, ein tag war zu wenig. Von der stadt eigentlich fast gar nichts gesehen, weil wir an dem einen tag, den wir hatten, zum baikalsee gefahren sind. Gar nicht ma so hässlich dort und es soll wohl richtig schön dort sein. Gut, wir haben nur einen ganz kleinen bruchteil davon gesehen und am frühen Nachmittag wurde es so neblig dass die aussicht keine mehr war. Und dann zurück nach irkutsk mit dem bus. Und es fing auf dem rückweg plötzlich heftig an zu schneien. Krass. Rechts lagen immer mehr autos an der straßenseite und kamen nicht mehr weg weil einfach zu glatt. Ich dachte mir nur, wirklich? Schnee in sibirien im oktober, ist das so überraschend? Sollten die leute damit nicht rechnen wenn man sein leben lang dort wohnt? Na ja, noch nicht unser problem. Aus einer spur wurden dann auch 3 gemacht und die vierte wurde von der entgegengesetzten fahrbahn annektiert. Etwas später sollte es uns nicht besser gehen. Unser bus regungslos an der straßenseite. Verdammt. Und natürlich ging die heizung nicht und es war arschkalt. Nachdem wir 2 stunden im bus gewartet hatten und schon langsam mit dem wahnwitzigen gedanken spielten, die restlichen vllt. 30 km zu fuß zurück zu laufen, weil unser zug ging am nächsten morgen sehr früh, und wir hatten angst, dass wir noch seeehr lange im bus feststecken würden, hatten wir glück, dass ein anderer minibus uns bis irkutsk mitgenommen hat. Puuh. Dann noch in der kälte eine stunde bis zum hostel laufen um völlig durchgefroren dort anzukommen. Netter ausflug.

So, es ging weiter nach ulan bator, in die mongolei. Nachdem die ganzen schmuggelaktionen der mongolen erfolgreich waren, war die stimmung hinter der grenze plötzlich wie gelöst.
Am ersten tag ulan bator sightseeing gemacht. Dort den polen zufällig auf der straße wieergetroffen. und dann eine 5-tägige tour durch die wildnis gebucht, mit auto natürlich. Eigentlich wollten wir uns selber eins mieten, aber wir wären definitiv verloren gegangen. Die landschaft ist eigentlich größtenteils gleich, nur wüste bzw halbwüste ohne große abwechslung, aber trotzdem schön. Gearde wenn man die weite des landes von einem berg zum sonnenuntergang aus sieht. Und jede nacht in einem ger bei den nomaden übernachtet. Für die war es wohl nur geschäft und tourismus, aber dennoch interessant. Irgendwo in der wüste haben wir die 3 finnen auch zufällig wiedergetroffen. Witzig.
Mongolei hat sich gelohnt.

Und weiter nach peking. Oh ja. Der zug war voller backpacker, nichts mit einheimischen, aber darf ja auch ma sein. Coole lustige leute getroffen. Ab mittags ging das besäufnis so langsam los. Bis wir dann irgendwann die grenze erreicht haben. Mein reisepaß sieht mittlerweile von außen so aus, als ob er schon einma im shredder gelandet wäre, was die chinesen nicht ganz so toll fanden. Ich war der einzige den sie mitgenommen haben ins zollbüro und zig ma gefragt warum der paß denn so aussieht und dass er kaputt ist. Irgendeiner von denen hat kurz angebracht dass ich zurück müsse und mir einen neuen besorgen. Pffff, wie denn? Na ja, nach langem hin und her hatte ich wohl das glück ausnahmsweise auf meiner seite und ich durfte rein. Ich sollte mir aber unverzüglich in peking einen neuen ausstellen lassen. Zzzz, na klar. Ich glaube das war wohl eine 50:50 chance. Egal, ab nach peking.

Im hostel angekommen, und wer steht vor der tür? Der pole. Man, kann ma jemand die welt ausbauen? Den haben wir ab dann mitgeschleppt. Wir haben auch nur die große mauer und die verbotene stadt gesehen. Aber krass diese weltattraktionen live zu sehen. Und der weg zur mauer war auch ein kleines abenteuer. Auf eigene faust natürlich. Erst einma mit der ubahn umsteigen, um dahin zu kommen wo man die bushaltestelle suchen darf. Nach einer weile gefunden. Wir wussten zwar welche buslinie wir nehmen mussten, aber eine frau meinte, wir sollen eine andere nehmen weil die schneller ist und dann in einen minibus umsteigen. Hmm, na gut. Ca eine stunde später an einer haltestelle kamen 2 leute hinein und meinten „aussteigen, kommt mit uns, wir bringen euch per taxi“. Total verwirrt hab ich den busfahrer gefragt ob das denn die station auf dem zettel ist, er hat genickt und ahnungslos wie wir sind, sind wir wirklich ausgestiegen. Die taxifahrer wollten uns nur abzocken und da der pole knallhart beim verhandeln war, haben die taxis es auch nach 3ma hinterherfahren nicht geschafft uns zu bescheißen. So, wir haben keinen plan wo wir sind. Lasst uns eine bushaltestelle finden und am besten fragen wir leute. Irgendwann konnte einer ma englisch und hat uns den weg aufgeschrieben, mit noch paar ma umsteigen. An der nächsten station bei der wir aussteigen sollten, wieder ein problem mit der richtigen haltestelle finden für den anschlußbus. So ging das noch 2ma weiter, bis sich plötzlich wie aus dem nichts die scheinbare rettung anbahnte. Ein tourist information. Und rein da. Tja, nur konnte der junge herr kein wort englisch und konnte uns auch nicht den weg zur mauer erklären. Hallo??? Was für eine tourist information ist das denn bitte??? Trotzdem den nächsten bus gefunden, und wir hätten und weitere 2 ma umsteigen müssen zu diesem zeitpunkt. Nur diesma kam wieder ein taxifahrer in den bus und hat uns herausgeholt. Als der meinte, umgerechnet ca 3,5 euro, und der pole schon wieder anfangen wollte zu verhandeln, dachte ich mir, ich ergreif ein machtwort, der preis ist echt mehr als ok für die ausbleibende strecke, ich hab kein bock mehr und will endlich ankommen. Geschafft. Achso, und das nachdem wir die nacht zuvor mit den finnen feiern waren, mit denen wir uns aber diesma verabredet hatten und nur 3 stunden schlaf.

So weit, so gut, bis dieser abscheuliche tag folgte, an dem es hieß abschied zu nehmen von olaf. Jetzt bin ich in shanghai und wieder allein. Eine gewisse leere ist vorhanden, jetzt alles alleine machen. Macht gerade nicht so viel spaß, wird sich auch wieder legen. War halt eine schöne zeit. Ich vermiß ihn.

Aber da war ja noch die zugfahrt von peking hierher. Der vierte eingang am bahnhof in peking, den ich versuchte, war endlich der richtige und auch letzte. Grmpf, nervig, riesiges teil und massen von menschen. Zug auch gefunden und auch richtiges abteil. Und na ja, zu wenig platz und zu unbequem. Die chinesen haben große säcke, eimer und sonst was mit reingebracht. Dann seh ma zu wohin mit deinen beinen. Und der sitz, der unbequemste den ich je in einem öffentlichen beförderungsmittel hatte. Die lehne war leicht gebogen, so dass der rücken weiter hinten ist als der kopf. Wie soll man sich denn da bitte zurücklehnen, geschweige denn schlafen? Doch irgendwann hab ich es dann doch geschafft einzuschlafen. Juchhuuuuu. Bis mich eine kleine chinesin von der seite angetippst hatte bis ich wieder wach war und mich mehrmals fragte „sleep?“. Ahhhhhh. Gut, nach 10 min unterhalten oder besser gesagt die fragezeichen auf der stirn hin und herschupsen ein neuer anlauf. Und die fahrt dauerte auch 20 stunden.

Bis zum nächsten newsletter irgendwann ma

MOCKBA

Tuesday, October 7, 2014, 17:06:39

moin

so, heil in moskau angekommen. fing gleich lustig an, ich durfte zum ersten ma das flugzeug wechseln vorm starten. der pilot hat es als zu unsicher empfunden, weil eine nottreppe sich nich hätte aufblasen lassen. 2 stunden später ging es los und wieder ein flug wie er mir gefällt, völlig ruhig.
der zoll in moskau war auch etwas nervig. olaf wollten sie erst nicht so recht reinlassen und meine tasche haben sie durchsucht. dann haben wir vergessen geld zu tauschen, die sucht nach tabak war zu groß;), und um wieder reinzukommen, darf man sich noch einma durchchecken lassen. nervig. die metro haben wir auch nicht gefunden, also taxi. zum glück, das hostel hätten wir sonst NIEMALS gefunden.

die stadt gefällt uns eigentlich echt gut, nur due russen scheinen etwas unfreundlich bzw maulfaul zu sein. aber gut, niemand erwartet hier die beste mentalität der welt.

witzig ist auch daß ich ständig angestarrt werde wegen meines grünen iros. und das in moskau. wie soll das erst in kleineren städten oder china werden?

heute haben wir auch unseren ersten strafzettel von einem bullen erhalten wir wir eine ca 8 spurige straße überquert haben, was wohl verboten ist, man muß unterführungen nehmen. toll, ein zehner weg.
ansonsten haben wir uns die stadt angeguckt mit kreml, roter platz und so weiter

also recht viel erlebt an einem tag, und der ist noch nicht vorbei. jetzt ab in eine kneipe und ma schauen

bis denn, liebe grüße aus moskau

rostock

Thursday, August 28, 2014, 23:38:36

ach, da ja keiner drauf kommt (bis auf wulle nach ner weile), hier die auflösung im anhang:
rostock.jpg