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i m comin home

Thursday, March 26, 2015, 05:54:48

Das ist jetzt aber wirklich der letzte newsletter. In 7 stunden geht der erste flug und ich werde gegen 23 uhr morgen in hro sein. Wer ist da, wer hat bock auf party? Ansonsten: ich hab genug kohle um sofort zurück zum flughafen zu fahren;) und morgen gotenklang, wie sieht es damit aus?

Ok, die todesangstflüge ey473 und ey7 warten.
meine hosen füllen sich langsam, so dass sie heute abend vollgeschissen sind;) gerade der germanwings absturz lässt einen doch langsam verzweifeln. Wenn selbst die es nicht schaffen oben zu bleiben, einer der wenigen flüge (innerhalb westeuropas) bei denen selbst ich keine allzu großen bedenken gehabt hätte, dann fühl ich mich sehr unsicher auf einer anderen route mit einer anderen airline. Und mit gw sind wir ja bekanntermaßen nach moskau geflogen. Für den fall er fälle (dann komm ich ja nicht mehr dazu), will ich noch eines loswerden: ICH HABE ES EUCH JA GESAGT.
Was auch nervt sind die 9,5 stunden aufenthalt in abu dhabi, nachts.

Gut, der newsletter soll doch etwas mehr beinhalten als meiner aviophobie.

Kuala lumpur. Dort hab ich ja den polen aus myanmar wiedergetroffen, gut gefeiert, spaß gehabt, und bei jedem drink mein budget schreien gehört. Scheiß islam, dank euch wichsern ist der alc teuer. Aber eigentlich ist diese religion genauso friedlich (nervig, aber friedlich) wie alle anderen auch. Er ist einfach ein missbrauch von institutionen. Wenn selbst der malaysische staat die religion nach eigenen (falschen) vorstellungen auslebt, nicht wie es im koran steht, dann brauch man sich nicht wundern.

KL ist aber außer der twin towers nichts besonderes.

Eines morgens wollte ich weiter, nach tioman island, und zu diesem zeitpunkt hatte ich noch mit mir gehadert, ob ich borneo mitnehme oder nicht. Nachdem ich 3 backpacker am busbahnhof kennengelernt und mich spontan einfach angeschlossen hatte, war das thema borneo wenigstens durch. Also bin ich mit denen nach melaka, einer kleinen stadt aus der portugiesischen kolonialzeit. Echt schön, aber ein Nachmittag und alles gesehen. Wir waren dann zu fünft, es hat einfach gut gepasst zwischen uns, und von daher 2 extra gewonnene tage.
Ich habe zwar noch kurz überlegt von melaka nach sumatra mit der fähre rüberzumachen, aber zu diesem zeitpunkt war ich schon zu müde, geistig zu erschöpft für noch ein weiteres abenteuer. Also ging es wie einst geplant nach tioman. Ja, war ok. Ich musste mich teils etwas überwinden überhaupt etwas zu machen. Der akku ist halt leer.
Wieder am festland angekommen, ich hatte noch 4 tage zeit und keine lust und idee etwas zu machen, ich habe mir ein einzelzimmer im hotel genommen und einfach ma 4 tage gar nichts gemacht. Oh man war das toll, ich hatte seit monaten wieder internet im zimmer und ich konnte dort rauchen.
Und zum abschluß nur noch eine woche singapur. Am ersten abend (sonnabend) hat mir die rezeptionistin eine art underground party mit einigen gigs vorgeschlagen, alles klar, auf geht’s. na ja, die gigs waren eher langweilig, doofer indie, aber dafür hat es vllt. 5 min gedauert bis ich die ersten leute kennengelernt hatte. Ist halt nicht rostock. Coole sache, paar punks waren auch dabei, keiner hatte wirklich lust auf die konzerte, also sind wir weitergezogen. Einige biere und straßen weiter, bekam einer hunger, also ab in eine art straßenrestaurant. Zu dem zeitpunkt waren wir ca. 5-6 leute, ich war nicht mehr ganz nüchtern;)
Und da ist es passiert, zum ersten ma in meinem leben. Wir saßen am tisch, als ich plötzlich einen schlag an meinem hinterkopf verspürte. Alle sind aufgesprungen, ich wußte noch nicht wirklich was los war, bis mich einer aufklärte. Einer hat mir mit der faust auf den hinterkopf geschlagen weil ich weiß bin. Tja, plötzlich wird man opfer von rassismus. (an alle, die es betrifft: ihr arschlöcher, kriegt eure fetten faulen ärsche hoch und geht wenigstens wählen wenn ihr schon sonst nichts macht!!! - das habe ich aber auch schon vorher gedacht)

Sein glück war, dass ich betrunken war und den schlag als nicht sonderlich schlimm empfunden hatte (leute, legt euch nicht mit betrunkenen an, die merken nichts mehr;) ). Ich habe ganz ruhig versucht mit dem idioten zu reden, einfach weil ich seinen beweggrund wissen wollte. Keine antwort und wir wurden vom wirt auch gebeten zu gehen. Das merkwürdige, wir waren weit in der überzahl, und trotzdem blieb es friedlich nach so einer aktion. Wäre in hro sicher nicht passiert – vorteil hro.

Na ja, irgendwo auf der straße weitere leute getroffen, noch ein paar bier gezischt und früh morgens zurück zum hostel.
Ok, welcome to singapore.
Am nächsten tag ging es mir so gar nicht gut, verkatert natürlich und wahrscheinlich eine gehirnerschütterung. Und an dem tag habe ich mich auch noch mit 2 leuten getroffen, die ich auf reisen kennengelernt habe. Den einen am Nachmittag getroffen, mir ging es überhaupt nicht gut, nach nicht ma 2 stunden meinte mein kopf, dass wenn ich mich nicht gleich hinlege, er sich von meinem körper losreißt und sich in eine ecke legt zum schlafen. Tat mir zwar leid, dass ich mich mit ihm in so einem zustand getroffen hatte, aber was solls, beste freunde werden wir eh nicht.
Zurück im hostel, geschlafen, um in einer besseren verfassung fürs nächste treffen zu sein. Sie hatte ich damals in kanada getroffen. Und krass. Sie hat mich mit dem taxi abgeholt, dann zum essen eingeladen, dann weiter mit dem taxi zu einem club, in dem sie ALLE biere ausgegeben hat. Ich habe an dem abend gar nichts bezahlt. Ein bisschen blöd kam ich mir schon vor, aber sie hat darauf bestanden. (mädels, nehmt euch ein beispiel). Würde mich echt freuen wenn sie mich wirklich in hro besuchen käme.
Die nächsten tage mir singapur angeguckt, und mir ging es immer miserabler. Hinzu kam auch noch eine leichte erkältung. Kein wunder, man kommt durchgeschwitzt von draußen (30°C) in die u-bahn, in der die klimaanlage die temperatur dermaßen senkt, dass es echt richtig kalt ist. Hinzu kommt, dass aus dem nichts ich einige wunden bekommen habe, die permanent am eitern sind. Eklig und nervig. Ich muß zum hautarzt, hab auch etwas angst, dass irgendwelche insekten dort ihre eier reingelegt haben könnten, weil in malaysia haben die fliegen ständig aus den wunden gesaugt. Na ja, meine haut braucht ma 2 wochen winter.

Was aber sehr angenehm in singapur war, die menschen können endlich englisch. Wenn ich etwas gefragt hatte, haben sie es verstanden und konnten mir ohne probleme antworten. Die möglichkeit einer problemlosen kommunikation ist genial. Ich mein, ich hab mich ja schon gefreut, dass die in malaysia lateinische buchstaben (erstmals seit monaten) haben und ich zumindest das lesen konnte was ich nicht verstehe.

Abschließende gedanken zu 6 monaten asien. Selbstverständlich hat es sich gelohnt, die schönen momente waren wieder reichlich vorhanden, wieder viele tolle menschen kennengelernt, aber unterm strich findet sich asien an 4. stelle nach nz, aus und cdn wieder. Es war halt nicht die art zu reisen, die mir wer weiß wie gefällt. Ich bevorzuge doch lieber ein land für längere zeit als viele, und die unabhängig mit dem eigenen auto ist unerreichbar. Und tropischer regenwald langweilt mich auf dauer. Seit vietnam ist die vegetation überall die gleiche, keine abwechslung, kaum begeisternde hikes. Bleibt nur noch nepal und tibet und dann kann mich asien ma;)

Gut, die letzten worte aus asien gehen an die, die es „verdient“ haben. (ich finde, nach jeder reise sollte einer rausfliegen aus dem newsletter-kreis)

Besonderer dank geht an schmabi und eila (und meiner untermieterin, die noch nicht einma den newsletter erhält) fürs regelmäßige melden, an olaf fürs mit mir reisen und an steini, wulle und meine eltern, dafür, dass sie mir sehr! mit nervigen dingen geholfen haben.
-DANKE!!!-

Denn hoffe ich bis morgen abend.

und weiter

Saturday, March 7, 2015, 15:25:13

Der letzte oder vorletzte newsletter, ma sehen.

Weiter geht’s ab bangkok. Dort bin ich ja nur einen tag geblieben um gleich weiter nach koh samui zu fahren, eine insel im südosten. Nachdem ich erfuhr, dass sie sehr touristisch sein soll, ging meine vorfreude zurück, aber ich hab mir ein hotel einfach auf der anderen seite der insel gesucht wo nicht viele sind. Überraschenderweise war ich doch sehr begeistert, echt schön und einige hiking möglichkeiten die ich alleine machen konnte, was in den monaten davor eher eine rarität war. Aber ansonsten nichts spektakuläres. Von da aus ging es nach phuket. Auch sehr touristisch, aber phuket kennt man, deswegen habe ich es mitgenommen. Das beste war eine tour per boot zu einer bucht, unter anderem war ich auf der insel auf der james bond – der mann mit dem goldenen colt gedreht wurde. Dann nehm ich halt filmgeschichte mit. Hat sich aber definitiv gelohnt. Ok, abgehakt, und nichts wie raus aus thailand. Ma ehrlich, ich versteh es absolut nicht, weswegen alle nach thailand reisen, die anderen länder sind genauso schön, nicht so überlaufen, und in thailand versucht dich jeder zu bescheißen. Böse gesagt, das beste an thailand ist der linksverkehr. Wusste ich vorher nicht, war mir sehr sympathisch. Nur dieses privileg ist schon dahin, in malaysia herrscht auch linksverkehr.
Also, an meinem geburtstag hatte ich also eine lange reise per bus von thailand nach malaysia. Nicht das beste was man sich vorstellen kann. In der letzten stadt angekommen um den nächsten bus nach malaysia zu nehmen, und zum glück habe ich wenigstens einen weiteren backpacker aus finnland getroffen. Morgens um 6 die ersten biere geöffnet. Puh, na geht doch. Und auf geht’s, das erste ziel war perhentian island, eine kleine tropische paradiesische insel im nordosten. Dort angekommen, und erstma eine stunde in der hitze mit dem gepäck nach einer billigen unterkunft gesucht. Nervig. Letztendlich habe ich mir ein zelt gemietet am strand. Und hab nur die hälfte gezahlt. Wahrscheinlich weil ich über den ursprünglichen preis genörgelt hab und geburtstag hatte. Geht doch. Der tag verlief recht gemütlich mit einigen leuten. Mit party war leider nicht viel, 4 euro für ein bier war mir dann doch etwas zu australisch;) die 3 tage dort waren dennoch ein schöner start für das land und haben lust auf mehr gemacht. Das schönste hier ist einfach, dass die leute fast alle englisch können. Man kann einheimische fragen und sie können antworten, das ist so angenehm. Danach ging es zu den cameron highlands. Ich hatte mir viel mehr erwartet. Alles was man machen kann, ist sich die teeplantagen angucken (ist aber geil) und stundenlang durch den dschungel laufen. Ist am anfang ganz nett, wird aber nach einer stunde eintönig. Und hier konnte man ein weiteres beispiel beobachten, dass der mensch ein arschloch ist (der aussterben sollte bevor es wirklich zu spät ist) und der kapitalismus alles zerstört. Überall zerstören sie die natur um ein weiteres scheiß luxushotel hinzubauen, und die behörden schauen weg.
Auf nach taman negara, ein nationalpark nahe der highlands. Geht doch, wenig menschen und nur kleine schlichte gebäude, alles direkt am fluß gelegen. Und es ist der älteste tropische regenwald der erde. Am ersten morgen aufgewacht, und verdammt. Bedbugs? Sieht so aus, ma abwarten. Hatte schon für 3 nächte bezahlt, vllt. Hab ich ja glück. Bis jetzt weiß ich es nicht, wurde nur in der ersten nacht paar ma gebissen, und es gab da kaum mücken. Na ja, am ersten tag den ersten track gemacht, 11 km durch den regenwald zu einem dorf, angeblich. Klang erstma gut, bis ich gut die hälfte des hinwegs geschafft hatte. Ab da war ich schon vollkommen ko, ich habe gehechelt. Kenn ich nicht, normalerweise ist die distanz kein großes problem für mich. Aber die hohe luftfeuchtigkeit, enorme hitze und erhöhte schwierigkeitsgrad des tracks, es ging ständig bergab und –auf, haben mir den rest gegeben. Und dann ging mir auch noch das wasser aus. Oh man, so stark habe ich wohl noch nie geschwitzt, ich war komplett durchnässt, und es lief immer weiter in bächen von mir herunter. Gut, durchhalten, ist nicht mehr weit bis zum ziel, dort wird es sicher wasser geben und ein boot das mich zurück bringt. Ziel erreicht, und weit und breit niemand zu sehen, obwohl da werkzeug, schubkarren und ähnliches rumlag. Verdammt, wo sind die menschen? Und ich habe nicht einen einzigen menschen gesehen seit dem ich gestartet war. Mist, was nun? Gut, nicht weit von hier ist wirklich ein dorf, nur 2 km. Bloß die pfeile, die die richtung zeigten, führten mich auf einen weg der sich plötzlich mehrmals geteilt hat. Toll. Bringt nichts, ich habe die zeit und kraft nicht, mich für den falschen weg zu entscheiden. Hmm, was kann ich machen – zurücklaufen. Das schaff ich nicht in meinem zustand bevor es dunkel wird. Aber zu aller erst wasser finden. Eine quelle gefunden, ich hatte die wahl zwischen dursten und durchfall, habe mich für durchfall entschieden (der zum glück ausblieb, wasser also doch ok). Mir wurde vor erschöpfung schon leicht schwindelig. In dem moment merkt man hautnah, was alle wissen: wasser ist mit abstand das wertvollste auf dem planeten.
Weiter, nur wie? Auf das gleiche hoffen wie damals in kambodscha als ich auch darauf angewiesen war, dass mich wer mitnimmt. Also bin ich runter zum fluß um nach booten ausschau zu halten. Aber stehen bleiben und warten geht auch nicht, nachher kommt keins. Weit vom fluß entfernen und die eigentlichen track zurück laufen geht auch nicht, sonst hätte ich kein boot gesehen. Also bin ich teils durch den fluß gewadet, hab mich durch den busch gekämpft, mir die knöchel und beine zerkratzt, bis ich endlich meine rettung hörte. Zum boot gebrüllt, gewunken, wie man es halt so macht, dichter zum fluß gesprintet, so gut es ging, bis die endlich gerafft hatten, dass ich wirklich hilfe brauche und ich die nicht einfach nur grüße. Am ende lief alles gut, hatte eine schöne bootsfahrt zurück zu meinem dorf und wieder ma glück gehabt. Das „abenteuerlichste“ erlebnis seit dem letzten newsletter.
Den nächsten tag das gleiche gemacht, nur kürzer und einfacher. Ich hab erstma die schnauze voll von dschungel, regenwald. Deswegen überleg ich mir auch, ob ich wirklich nach borneo fliege, oder einfach die letzte woche in malaysia mir ein schönes fleckchen suche und einfach nur entspanne, faulenze, ohne den druck etwas machen zu müssen. Und wahrscheinlich ist es dort auch nicht viel anders als hier.
Das einzige was noch dafür spricht, ist dass es halt borneo! ist und ich höchstwahrscheinlich nie wieder in versuchung komme dorthin zu fliegen, und ich könnte dann noch brunei mitnehmen, ein land mehr. In einer woche muß ich mich entschieden haben. Ma gucken wie mir dann so ist.
Jetzt bin ich erstma in kuala lumpur seit heute Nachmittag, und jaaa, stadt, scheiß smog, aber stadt.

Na denn, bis bald in borneo, singapur oder rostock.

Cool, grade ist ein pole im hostel eingetroffen mit dem ich mich verabredet hatte in KL, ihn habe ich in myanmar kennengelernt. Party!;)

Und das war myanmar

Thursday, February 19, 2015, 04:02:26

Und das nächste land ist abgehakt, wieder eins mehr in meinem reiselebenslauf.
Der zweite anlauf in das land hineinzukommen hat dann auch geklappt. Nur das busticket kaufen, oh man. Aufgrund unzureichender englischkenntnisse einiger asiaten klingt two days wie today für die. Ich wollte das ticket kaufen, und er meinte: tomorrow, ich: nee, in 2 days, er: nein, nicht today, nur tomorrow, ich: nein, nicht tomorrow, in TWO DAYS, er zeigt mir auf seiner uhr wann die busse abfahren und dass es für today zu spät ist, der nächste fährt tomorrow, na ja, das ging ungefähr 10 min so bis er es irgendwann gerafft hatte.
Gut, 2 tage später zur grenze. Krass, da prallen 2 welten aufeinander, das „moderne“ thailand mit guten straßen, dahinter das vorletzte jahrhundert. Die einreise war zum glück genauso einfach wie sonst auch, nur dass ich als einziger an jedem checkpoint meinen paß zeigen musste. Nervig. 6 stunden weiter auf einer miserablen schotterstraße, voller staub, in dawei angekommen. Kurz darauf fuhr der nächste bus richtung yangon, dem ersten ziel. Kaum im bus drin, kommt ein beamter rein und redet mit mir auf eine sehr unfreundliche und robuste art, wo ich hin will, woher ich komme, wo ich letzte nacht geschlafen habe und so weiter. Toll, fängt ja gut an. Nachdem seine fragen zu seiner zufriedenheit beantwortet wurden, hat er noch versucht was lustiges zu sagen und mir die hand geschüttelt. Hmm, komisch, aber ok. Am nächsten morgen nach ca. 35 stunden busfahrt endlich angekommen. Yangon, auch nur eine weitere asiatische großstadt, recht dreckig mit einer schleppenden entwicklung. Und viele ratten auf der straße. Das paradies für jeden vietnamesen, überall läuft nahrung rum;)
2 australier kennengerlernt zum zeitvertreib. Einen tag später hat es gereicht mit yangon, ich will raus hier. Auf dem weg zum bus nach mandalay einen italiener kennengelernt, gesellschaft für mandalay ist gesichert. Die stadt an sich ist ok, nicht so voller menschen wie yangon und dort steht die längste teak holz brücke der welt. Ansonsten ist die stadt nichts besonderes. Weiter richtung norden nach hsipaw, viele trekking möglichkeiten – na endlich. Als ich gerade zum bus gehe, erfahre ich dass gerade unruhen im norden ausgebrochen sind, kurz vorm bürgerkrieg. Ähm, wie weit im norden? Ok ok, noch weit genug entfernt. Und selbst wenn, die haben absolut kein interesse an ausländern in der militärischen auseinandersetzung, wäre also dennoch recht sicher gewesen. Was solls, ab nach hsipaw. Dort den nächsten italiener kennengelernt (mittlerweile die nationalität mit der ich am meisten abhing). Und jaaa, hiking, 2 tage lang von morgens bis abends. Wurde auch ma zeit. Und abends mit anderen den einen oder anderen trinken. Schöne 3 tage. Und ich hab dort einen latschen im suff verloren, irgendwo – filmriß. Mmmmm.
Und weiter geht’s, nach inle lake. Auch ganz nett, radtour um den see gemacht mit weinverkostung. Ma ehrlich, die burmesen sollten das weingewerbe aufgeben. 4 weine probiert und alle zwischen nicht lecker bis widerlich.
Nun waren auch schon wieder 2 wochen rum, zu viel, wollte nur 10 tage bleiben, mir rennt die zeit davon. Alleine wenn ich mir überlege, dass ich insgesamt in südostasien schon ungefähr einen monat im bus verbracht habe – welch zeitverschwendung.
Also raus hier aus myanmar. Gar nicht so einfach. Das land öffnet sich zwar mehr und mehr, aber es sind noch immer nicht sonderlich viele offene grenzen. Eigentlich wollte ich von inle lake direkt nach osten zur thai grenze damit ich in thailand nach süden reisen kann, was wesentlich schneller geht als in myanmar wegen der straßenverhältnisse. Geht nicht. Die grenze sei zwar offen, aber die straße dahin gesperrt wegen der unruhen. Och man. Na denn halt zurück nach yangon. Und jetzt bitte ab nach osten zur nächstgelegenen grenze – mae sot. Morgens um 6 angekommen, und der nächste bus geht erst einen tag später am abend. So lange kann und vor allem will ich nicht in yangon warten. Gut, welche alternativen? Die antwort hat mich wenig begeistert. Heute fährt noch ein bus nach dawei. Neeeeein. Na gut, einzige chance. In dawei angekommen, frage ich nach einem bus nach thailand. Die antwort: von hier fährt kein bus, da musst du nach mae sot. Alter, verarsch mich nicht, ich will raus hier und ich weiß, dass es von hier aus geht. Plötzlich konnte er mir ein ticket verkaufen.
Der bus war ein 8-sitzer, und 15 leute waren drin. Klimaanlage funktioniert nicht richtig, es ist heiß und extrem staubig durch die „straße“. Zum glück konnte ein burmese etwas englisch und hat sich um mich gekümmert, so dass ich auch wirklich dahin gelange wohin ich will. Und der bus von der grenze zurück nach kanchanaburi, thailand, war sogar kostenlos für mich, als geschenk. Danke! Einer meinte, ich muß 200 baht an den zoll in myanmar für die ausreise zahlen. Hmm, hau ab, ich geh selber hin, du kriegst meinen reisepaß nicht. Und ich musste nichts zahlen, die burmesen schon. Komisch. Von kanchanaburi gleich den nächsten bus nach bangkok. Da bin ich jetzt. Aber nur einen tag, heute nacht geht es weiter richtung süden, nach ko samui, einer insel. Und nach 3 tagen und 3 nächten am stück bus fahren, verdiene ich mir ein bett und eine dusche.
Verdammte flugangst. Hätte ich einen flug von yangon nach bangkok genommen, hätte ich 2 tage gespart und nur 20 euro mehr ausgegeben. Na gut, so ist das halt.

Myanmar: ein schönes land, das am typischsten südostasiatische land, nicht viele touristen, und die menschen sind eigentlich alle extrem freundlich und hilfsbereit, viel mehr als in den anderen ländern. Und niemand versucht einen zu bescheißen, auszunehmen, wohl, weil sie es noch nicht gewöhnt sind. Wer das reale myanmar noch erleben will, sollte jetzt dahin reisen, in 5 jahren wird es vorbei sein, dann wird es wahrscheinlich so wie thailand sein.
Und myanmar ist das sicherste land südostasiens.

Sonstiges: - nur noch 5 wochen bis zum dauerwürgereiz (in D)
- Ich habe mir fest vorgenommen, in hro auf e-zigarette umzusteigen. Bei dem kram den ich hier rauch, brauch ich das. Zu viel husten und halsschmerzen
- Usa wird erstma nichts, es wird zu knapp mit dem geld, zu riskant, dass es nicht ausreichen könnte. Und ob ich vor den usa oder danach ein jahr arbeite ist auch kein großer unterschied

Ende.

heute hier, morgen dort, bin kaum da, muß ich fort

Thursday, February 5, 2015, 15:27:16

Das lied hab ich zu meiner persönlichen hymne gemacht. Für die musikungebildeten, es ist von sik (hieß übrigends sex im kaugummiautomaten). So viel dazu.

So, letzte mail war aus don det, 4000 islands, südlaos. Und meinen schnitt von 2 ländern hätte ich eingehalten, wenn menschen ahnung hätten. Später dazu.

Von von det ging es nach pakse. An sich ganz nett, aber nichts außergewöhnliches. Und ich habe wieder jemanden kennengelernt, also wieder gesellschaft gehabt. Dieses ma aus italien. Richtig geil, das letzte ma alleine war ich irgendwo in vietnam, danach hatte ich immer mindestens einen mit dem ich was machen konnte. In diesem punkt konnte noch nicht ma nz, aus oder cdn mithalten. Und man trifft alte bekannte hin und wieder ma wieder an anderen orten.
Danach ging es nach vientiane. Stinklangweilige stadt, absolut nichts was man dort machen kann und nichts zu sehen. Und zu meinem glück durfte ich ganze 5 tage dort verbringen, weil ich mein visum für myanmar dort beantragt hatte, und natürlich an einem Freitag. Es ist echt jedesma das gleiche. Wenn irgendwas ist, passiert es immer am wochenende oder feiertag. Und das wirklich jedes ma. Zu meinem glück war ich nicht der einzige der in der stadt fest hing. Kann man wenigstens zusammen kneipen besuchen. Übrigends, asiatischer harter alkohol ist echt übel. Billig, knallt ohne ende und richtig fiese kopfschmerzen am nächsten morgen. Ich hoffe, dass ich seit vorgestern endlich daraus gelernt habe.

Von vientiane weiter nach vang vieng. Im bus dahin saß neben mir ein schweizer, und es war freundschaft auf den ersten blick für 3 tage. Die hauptattraktion dort ist tubing. Man setzt sich in einen reifen und lässt sich von der strömung des flusses tragen. Und auf dem weg zum ziel sind an den ufern bars. Geile sache. Gleich in der ersten kneipe habe ich mein talent für bier pong entdeckt. Zusammen mit dem schweizer haben wir sie alle besiegt. Und das schöne daran ist, der herausforderer muß das bier bezahlen. Damit war ich am frühen Nachmittag zum ersten ma ganz gut mit durch. Kein essen und die hitze unterstützen dies natürlich. Das feiern mit besäufnis ging von bar zu bar immer so weiter. Und nur 2 ma gekotzt, ist ok;) bis dahin ein saugeiler tag, so viel spaß, dass ich sagen würde, die beste party asiens bisher. Dummerweise haben wir die ltzte bar etwas zu spät verlassen, so dass die sonne allmählich verschwand und es plötzlich arschkalt wurde im wasser. Und die strömung war auch verschwunden. Ich war dann so durchgefroren, dass ich vor dem ende aus dem wasser musste, zum glück war es kurz vorm ziel, so dass ich nur 10 minuten laufen musste. Zurück zum hostel gezittert, sachen gewechselt und innerhalb von sekunden eingepennt. Kein wunder.

Am nächsten tag war ich trotzdem wieder fit genug um mir die landschaftlichen highlights anzusehen.

Und den tag danach weiter nach luang prabang. Hübsche kleine stadt, wohl mit die schönsten wasserfälle die ich je gesehen habe, paradiesisch schön. Einfach nur reinspringen.
Und wie immer wollte ich auch von luang prabang weiter. Wie immer den bus vorher gebucht inklusive abholservice. Nur dieses ma wurde ich nicht abgeholt, der tuk tuk fahrer hat wen anderes anstelle von mir abgeholt. Toll, sitz ich einen tag länger dort fest.

Am nächsten tag ging es dann wirklich nach houay xai, dem letzten Stopp in laos. Dort bin ich 2 tage durch den dschungel gelaufen, mit ziplining, man hängt alleine an einem draht und so bewegt man sich fort. Bis zu 700 m lang ein abschnitt, geschätzte höhe bestimmt 70-80 m und gefühlte 30 km/h schnell. Wow, was für ausblicke. Und übernachtet wurde im baumhaus. Geiler trip, trotzdem etwas zu teuer.

Dann die grenze zu thailand passiert, wie auch die vorherigen male, keine probleme, total einfach.

Erster halt in thailand war chiang mai. Motorroller ma wieder ausgeliehen und dann die 100 km zum nationalpark geheizt. Die teile schaffen 100 km/h und man verheizt wirklich jeden and der ampel. Ansonsten nichts außergewöhnliches dort.

Weiter nach bangkok. Vom bus mit taxi zum hostel (taxi ist saubillig dort), am arsch von bangkok mit dem unfreundlichsten rezetionisten aller zeiten, also sofort im internet nach einem anderen hostel gesucht, da wo was los ist, natürlich ist das die gegend, in der ich vom bus ausgestiegen bin. Also alles umsonst und zurück zum ausgangspunkt. Mmmmm.
Und bangkok bestand fast ausschließlich nur aus party, jede nacht, bis mittags schlafen und dann versuchen den tag noch zu retten. Gut, ist bangkok, da kann man halt nachts verdammt viel machen. Zu lasten meines budgets. Ziemlich beeindruckend fand ich den siam square, so was wie die innenstadt. Sehr sehr futuristisch und für reiche. Unglaublich viele bonzenkarren. Aber muß man ma gesehen haben. Immerhin habe ich einen thaibox kampf dort gesehen, kostenlos. Yeah;)
Apropo, ich habe einen skorpion dort gegessen. Ein bisschen zu lange gegrillt würde ich sagen.
Ok, 4 tage bangkok reichen für meinen geldbeutel und meinen schädel.
Ab nach pattaya. Krasse scheiße. Das ist vermutlich wirklich der größte puff der welt. Überall stripclubs, bars, nutten und ladyboys. Fetzt aber wenn man eine nach der anderen abblitzen lassen kann. Hähä;) der trick ist, einfach nicht viel geld mitzunehmen, nur damit es für bier reicht, um nicht in versuchung zu kommen, weil einige sind echt traumfrauen.
Na ja, ein tag pattaya, einfach nur um es ma gesehen zu haben, und dann bloß nichts wie weg.
Nächstes ziel war kanchanaburi. Dort wo die brücke über dem kwai fluß steht. Weltbekannt aus dem 2. weltkrieg. Selbstverständlich bin ich hinüber gelaufen.
Wieder eine schöne kleinstadt, wieder gute freunde für 2-3 tage gemacht. Unter anderem waren wir auch in einem nationalpark, und wenn man die füße ins wasser hält kommen fische, die dir die tote haut abfressen. Hihi, ich bin doch kitzlich.
Die stadt hat unter anderem einen nachtmarkt, und der ist das schlaraffenland. So viele leckere sachen zu essen und so billig. Ich bin da jeden abend durchgerannt wie ein kind in der spielzeugabteilung. Ich muß auch zunehmen. Das letzte photo das ich von mir halbnackt im wasser gesehen habe hat selbst mich erschrocken. Man konnte jeden knochen sehen von meinem oberkörper.
An einem tag, etwas außerhalb, sind wir über eine brücke gelaufen um zu einer höhle zu gelangen, über die brücke fahren züge, und man muß über die gleise laufen. Erst gerätselt, ob überhaupt noch ein zug darüber fährt, weil der zustand der brücke passt eher in ein museum. Rübergelaufen zur höhle, alles kein problem. Nur der rückweg. Auf der gleichen brücke wieder zurück, und plötzlich hör ich das signal eines zuges. Ich dreh mich um und seh ihn. Ich hab zu dem mädel nur gebrüllt: scheiße, lauf, lauf! Ich am sicheren ende angekommen, und wo ist sie? Unterder brücke zurückgegangen, und sie ist vor panik die brücke am holzgerüst heruntergeklettert. Gut 6 m hoch. Als wir den zug dann sahen, gut, toll, alles für umsonst, der fuhr vllt 10 km/h. aber erstma dennoch ein ekliges gefühl wenn du auf einer brücke bist und hinter dir kommt ein zug.
Das war gestern, und eigentlich wollte ich heute nach myanmar. Aber der ticketverkäufer am busbahnhof hat keine ahnung. Ich habe ihm gesagt, dass ich nach myanmar will, er hat mir das ticket verkauft und mich zum bus gebracht. Wie immer den busfahrer noch ma gefragt ob er wirklich dahin fährt wohin ich will. Jo, alles klar. 5 stunden später schmeißt er alle raus, irgendwo, ich hatte absolut keinen plan wo ich war, ich der einzige ausländer, keiner konnte englisch. Hmm, und nu? Irgendwann konnte mir dann jemand sagen wie ich zur grenze komme. Wunderbar. Ab zum thai zoll, wo der wirklich freundliche beamte mir dann mitteilte, dass ich die grenze hier nicht überqueren darf. Ist wohl nur für thais. Och nö ne. Er teilte mir mit, daß der nächste grenzübergang 60 km von da entfernt ist, von wo ich gerade hergekommen war, bei kanchanaburi. Zum glück war der beamte echt nett und hilfsbereit, hat mir gesagt von wo der nächste bus zurück fährt, wie ich dahin komme und wo ich diese nacht unterkommen kann, und er hat mir ein bier ausgegeben. Das hat mich getröstet. Dennoch verlier ich schon wieder einen tag und wieder viel kohle für nichts ausgegeben. Man!

Und genau da bin ich jetzt. In einem guesthouse, wartend auf den bus zurück morgen früh.

Na denn, auf einen erfolgreichen grenzübertritt.

Newsletter zum neuen jahr

Sunday, January 4, 2015, 10:54:46

Um meinen schnitt einzuhalten, wieder 2 länder später. Aber zu erst wünsche ich euch, dass 2015 zumindest nicht schlechter wird als 2014. silvester war bei mir leider nicht so toll, was will man auch in einem größerem dorf erwarten? Dafür hab ich weihnachten ordentlich einen drauf gemacht in phnom penh. Ich habe mich mit einem schweizer ziemlich gut verstanden dort, deswegen hab ich meien aufenthalt dort auch etwas verlängerte, so war weihnachten wenigstens gesichert. Phnom penh an sich ist wohl eher das größte dorf der welt, kaum zu glauben, dass es die hauptstadt ist mit mehr als 1 million einwohnern. Ich frag mich immer, wo die nur alle wohnen? Es gibt keine hochhäuser, geschweige denn normale mehrfamilienhäuser. Ich fand es in phnom penh gar nicht ma so schlecht. Unter anderem haben wir uns die killing fields angesehen, da wo während des krieges zwischen 75 und 79 die menschen, männer, frauen, kinder, auf brutalste weise ermordet wurden nachdem sie woanders gefoltert wurden. Echt erschreckend, überall sind massengräber und schilder, auf denen steht, dass man bitte nicht auf die knochen treten möchte, die auf den wegen durch den boden durchgucken. Außerdem wurde dort eine art vitrine, sehr groß, hingestellt, in der hundert evon menschlichen schädeln ausgestelt wurden. Ein KZ kann nicht mehr schockieren. Das krasse ist, dass die khmer rouge heute immer noch an der macht sind, die, die dafür verantwortlich waren. Also die, die die verbrechen begangen haben, wurden verurteilt zu haft. Nur haft. Das ist das gleiche, als wenn die nazis nach dem 2. wk deutschland immer noch regiert hätten.
Übrigends, wenn man den khmer mädels vorgaukelt, dass man in der stadt als englischlehrer arbeitet, was ja einige machen, hat man sehr sehr gute chancen bei ihnen;) nur irgendwann fängt man an sich zu verheddern. Wir haben es trotzdem durchgezogen.

Ok, der letzte newsletter kam ja aus südvietnam, also geh ich erstma ca 2 wochen zurück. Den abschluß in vietnam hat ja die insel ganz im süden gebildet, phu quoc. Nicht allzu groß und echt schön. Durch den dschungel streifen, wasserfälle, einsame strände und ein hostel wie ich es mag. Wahrscheinlich weil es einem engländer gehört. Coole andere backpacker für gemeinsame aktivitäten und abends draußen zusammen sitzen, trinken und sich von den mücken auffressen lassen. Mit einen von den leuten bin ich noch ein bisschen zusammen nach kambodscha gereist. Wieder eine begleitung gehabt.
Der süden kambodschas war ziemlich cool, recht viel hiking/ trekking gemacht. Nur immer durch die einzelnen ziele durchgehetzt. Ein tage anreise, ein tag etwas unternehmen und am 3. tag weiter mit dem bus. Das längste war phom penh mit 4 tagen, sonst immr nur 2.
In irgendeiner kleinstadt empfand ich eines nachmittags, dass es mir gar nicht so gut geht. Mein erster gedanke – malaria. 4 von 6 symptomen. Scheiße. Ab zum arzt, blut abnehmen lassen, mein arm wurde mit einem gummihandschuh abgebunden, zum glück war die nadel eingeschweißt. Und der test war positiv. Na super. Aber da ich ausländer bin, musste er sich eine 2. meinung einholen. Wieder blut abnehmen, und diesma negativ. Hmm. Es steht 1 zu 1. also mit zu dem andern arzt in die praxis, wo mein blut unter einem mikroskop betrachtet wurde, auch negativ wurde zum glück bestätigt. Yayyy. Und für die 3 dollar, die ich zahlen musste für alles, werde ich meine auslands KV nicht in anspruch nehmen. Ach übrigends, ich würde vllt nicht mehr zu 100% sagen, dass ich bettwanzen hatte, hier gibt es ameisen, die die gleichen stichmerkmale aufzeigen. Und ameisen sind hier eine plage.

Eines der nächsten ziele war angkor. Wohl die hauptattraktion des landes. Die größte tempelanlage der welt, dort wurde auch lara croft: tombraider gedreht. Beeindruckend, zum sonnenaufgang war auch nicht die schlechteste tageszeit. Ich mein, es sind alles nur noch ruinen, aber alles aus stein und ja, viel zu teuer, aber muß man ma gesehen haben.

Danach bin ich durch mittelkambodscha wieder richtung osten und dann weiter in den norden um die grenze nach laos zu passieren, von wo aus ich diese email verschicke. Ich musste 3 stunden auf meinen anschlußbus warten, zeit zu schreiben.

Vor wenigen tage hatte ich nochma glück. Es war in ratanakiri (apocalypse now), um geld zu sparen, leih ich mir wenn es geht ein fahrrad aus anstelle motobike, und nachdem ich den kratersee und einen der wasserfälle besucht hatte, dachte ich mir, es ist noch früher Nachmittag, fährst du halt noch zu dem weiter entfernten wasserfall, gut 20 km weiter. Ich hab noch 5 stunden bis es dunkel wird, also kein problem um wieder rechtzeitig zurückzukommen. Genau, normalerweise nicht. Nur es war wahrscheinlich die schlechteste straße, die ich je mit dem fahrrad gefahren bin. Schotter, viele große schlaglöcher und tiefe rillen und teilweise zu viel sand auf der straße. Und ständig bergauf oder –ab. Sprich bergauf musste ich meistens schieben, bergab ging auch nur mit angezogener bremse. Aber ich wollte es durchziehen. Und als dann nur noch 4 km übrig waren, wusste ich, dass ich es höchstwahrscheinlich nicht mehr im hellen zurück schaffe. Aber umdrehen, so kurz vorm ziel, och nö. Was hab ich gemacht? Mich darauf verlassen, dass mich schon irgendwer auf dem rückweg mitnimmt. Per anhalter fahren ist hier übrigends nicht üblich. Ich habe es auf jeden fall zum wasserfall geschafft nach dem doppelten der geplanten zeit, und nicht mehr als 150m vorm ziel hat es mich dann doch erwischt. Zu steil bergab, zu viel sand (bremsen hat nicht viel gebracht), zu viele löcher und rillen, und während ich noch auf dem fahrrad saß, wusste ich, ich werde mich definitiv gleich hinpacken. Das gute daran war, ich konnte meinen sturz schon planen und als es so weit war, konnte ich mir überlegen, wie ich am besten stürze und mich abrolle. Das hat mir sicher viele schürfwunden erspart. Und als ich schon wieder eintritt bezahlen musste, muß man hier für alles, hab ich den ticketverkäufer angeschnauzt, dass er das verdammte geld für die straße gefälligst einsetzen soll. Zum glück hat er nichts verstanden. Ich war etwas angepisst. Der ganze aufwand hat dann gereicht für ein paar photos, eine rauchen und dann so schnell wie möglich wieder zurück. Oha, das wird knapp, und im dunkeln siehst du dort absolut gar nichts. Und das 20 km lang auf so einer straße. Die nacht wäre ich beschäftigt gewesen. Aber da ich ja alles daran gesetzt hatte, dass mich wer mitnimmt, ist es natürlich auch so gekommen. Als ich ma wieder verzweifelt das fahrrad einen zu steilen anstieg hinaufschob, komplett durchgeschwitzt und die kleidund und haut völlig verdreckt vom sand und schotter, hat wirklich jemand angehalten, ich konnte auf die ladefläche des pick ups mit dem fahrrad und wurde bis in die stadt mitgenommen. Manchma ist das glück doch gar kein so großes arschloch.

So, dieses erlebnis ist noch frisch, alles andere fällt mir gerade nicht ein, hab so viel erlebt in den letzten 4 wochen.

Abschließend ist kambodscha nicht groß verschieden zu vietnam. Die landschaft ist eigentlich die selbe, die menschen auch, nur dass ich finde, dass die khmer etwas zurückhaltender sind, aber genauso einladend, was ich feststellen konnte, als ich hier und da ma eingeladen wurde zum saufen oder essen;)
Nur hier sieht man recht vermehrt die armut, wesentlich öfter als in vietnam, und vietnam ist auch ein ganzes stück weiter entwickelt.
Interessant ist auch, dass man in kambodscha offiziell mit us dollar bezahlen kann, man kann am geldautomaten sogar wählen zwischen dollar und riel. Ich bin damit umgegangen, dass riel das kleingeld ist, quasi die cents.
Was auch unangenehm ist, ist die schrift. In vietnam haben sie ja lateinische buchstaben mit ganz vielen kringeln, man kann es lesen, toll, aber kambodscha, tze, die schrift besteht nur aus komischen „n“ und „u“, selbst die zahlen sind manchma anders.
Die preise sind etwa gleich, aja, und wer noch die illusion hat, dass asien extrem billig ist, der wird enttäuscht. 10 dollar pro tag ist ein sehr billiger tag.
Und ich hab hier endlich ma eine schlange gesehen, ungefähr 2m lang und grün, sie ist neben mir zum glück geflüchtet anstatt anzugreifen. War bestimmt giftig.
Und witzig war noch, dass am letzten tag, während ich auf den bus gewartet hatte, ein khmer zu mir kam und meinte, dass er mich mag und ob er mich küssen darf. Ähm, ja, neeeee, laß ma gut sein junge. Er kam aus dem nichts und ist dahin sofort wieder verschwunden nach meinem „nein“. Welch ein kambodschanischer abschluß.

Denn wünsch ich mir viel spaß in laos. Schon wieder zu viel geschrieben, mehr als ich insgesamt an ´text zurückbekomme. Ich schreibe auch nur noch, weil ich es als eine art reisetagebuch ansehe und damit nicht alle erlebnisse irgendwann veloren gehen. Steini, ich hoffe du fügst die ganzen newsletter noch immer auf der internetseite ein.

Übrigends: bergfest

Scheiße!!! Auf dem weg hierher nach laos (bin auf einer insel im mekong) ist meine kamera abhanden gekommen, also wahrscheinlich aus meinem rucksack gestohlen. Fuck fuck fuck. Das ist doch zum kotzen. Ich bin froh, dass ich meine photos noch auf das netbook kopiert habe. Und ich habe noch die alte scheiß kamera dabei. Super, jetzt kann ich mir hier eine neue gute kaufen. Hier wird es jawohl billiger sein, trotzdem mindestens 100 euro einfach weg. Aber meine erinnerungen (die photos) sind zu wichtig um sie nur noch auf der ersatzkamera festzuhalten.