Go to content Go to menu

Und das war myanmar

Thursday, February 19, 2015, 04:02:26

Und das nächste land ist abgehakt, wieder eins mehr in meinem reiselebenslauf.
Der zweite anlauf in das land hineinzukommen hat dann auch geklappt. Nur das busticket kaufen, oh man. Aufgrund unzureichender englischkenntnisse einiger asiaten klingt two days wie today für die. Ich wollte das ticket kaufen, und er meinte: tomorrow, ich: nee, in 2 days, er: nein, nicht today, nur tomorrow, ich: nein, nicht tomorrow, in TWO DAYS, er zeigt mir auf seiner uhr wann die busse abfahren und dass es für today zu spät ist, der nächste fährt tomorrow, na ja, das ging ungefähr 10 min so bis er es irgendwann gerafft hatte.
Gut, 2 tage später zur grenze. Krass, da prallen 2 welten aufeinander, das „moderne“ thailand mit guten straßen, dahinter das vorletzte jahrhundert. Die einreise war zum glück genauso einfach wie sonst auch, nur dass ich als einziger an jedem checkpoint meinen paß zeigen musste. Nervig. 6 stunden weiter auf einer miserablen schotterstraße, voller staub, in dawei angekommen. Kurz darauf fuhr der nächste bus richtung yangon, dem ersten ziel. Kaum im bus drin, kommt ein beamter rein und redet mit mir auf eine sehr unfreundliche und robuste art, wo ich hin will, woher ich komme, wo ich letzte nacht geschlafen habe und so weiter. Toll, fängt ja gut an. Nachdem seine fragen zu seiner zufriedenheit beantwortet wurden, hat er noch versucht was lustiges zu sagen und mir die hand geschüttelt. Hmm, komisch, aber ok. Am nächsten morgen nach ca. 35 stunden busfahrt endlich angekommen. Yangon, auch nur eine weitere asiatische großstadt, recht dreckig mit einer schleppenden entwicklung. Und viele ratten auf der straße. Das paradies für jeden vietnamesen, überall läuft nahrung rum;)
2 australier kennengerlernt zum zeitvertreib. Einen tag später hat es gereicht mit yangon, ich will raus hier. Auf dem weg zum bus nach mandalay einen italiener kennengelernt, gesellschaft für mandalay ist gesichert. Die stadt an sich ist ok, nicht so voller menschen wie yangon und dort steht die längste teak holz brücke der welt. Ansonsten ist die stadt nichts besonderes. Weiter richtung norden nach hsipaw, viele trekking möglichkeiten – na endlich. Als ich gerade zum bus gehe, erfahre ich dass gerade unruhen im norden ausgebrochen sind, kurz vorm bürgerkrieg. Ähm, wie weit im norden? Ok ok, noch weit genug entfernt. Und selbst wenn, die haben absolut kein interesse an ausländern in der militärischen auseinandersetzung, wäre also dennoch recht sicher gewesen. Was solls, ab nach hsipaw. Dort den nächsten italiener kennengelernt (mittlerweile die nationalität mit der ich am meisten abhing). Und jaaa, hiking, 2 tage lang von morgens bis abends. Wurde auch ma zeit. Und abends mit anderen den einen oder anderen trinken. Schöne 3 tage. Und ich hab dort einen latschen im suff verloren, irgendwo – filmriß. Mmmmm.
Und weiter geht’s, nach inle lake. Auch ganz nett, radtour um den see gemacht mit weinverkostung. Ma ehrlich, die burmesen sollten das weingewerbe aufgeben. 4 weine probiert und alle zwischen nicht lecker bis widerlich.
Nun waren auch schon wieder 2 wochen rum, zu viel, wollte nur 10 tage bleiben, mir rennt die zeit davon. Alleine wenn ich mir überlege, dass ich insgesamt in südostasien schon ungefähr einen monat im bus verbracht habe – welch zeitverschwendung.
Also raus hier aus myanmar. Gar nicht so einfach. Das land öffnet sich zwar mehr und mehr, aber es sind noch immer nicht sonderlich viele offene grenzen. Eigentlich wollte ich von inle lake direkt nach osten zur thai grenze damit ich in thailand nach süden reisen kann, was wesentlich schneller geht als in myanmar wegen der straßenverhältnisse. Geht nicht. Die grenze sei zwar offen, aber die straße dahin gesperrt wegen der unruhen. Och man. Na denn halt zurück nach yangon. Und jetzt bitte ab nach osten zur nächstgelegenen grenze – mae sot. Morgens um 6 angekommen, und der nächste bus geht erst einen tag später am abend. So lange kann und vor allem will ich nicht in yangon warten. Gut, welche alternativen? Die antwort hat mich wenig begeistert. Heute fährt noch ein bus nach dawei. Neeeeein. Na gut, einzige chance. In dawei angekommen, frage ich nach einem bus nach thailand. Die antwort: von hier fährt kein bus, da musst du nach mae sot. Alter, verarsch mich nicht, ich will raus hier und ich weiß, dass es von hier aus geht. Plötzlich konnte er mir ein ticket verkaufen.
Der bus war ein 8-sitzer, und 15 leute waren drin. Klimaanlage funktioniert nicht richtig, es ist heiß und extrem staubig durch die „straße“. Zum glück konnte ein burmese etwas englisch und hat sich um mich gekümmert, so dass ich auch wirklich dahin gelange wohin ich will. Und der bus von der grenze zurück nach kanchanaburi, thailand, war sogar kostenlos für mich, als geschenk. Danke! Einer meinte, ich muß 200 baht an den zoll in myanmar für die ausreise zahlen. Hmm, hau ab, ich geh selber hin, du kriegst meinen reisepaß nicht. Und ich musste nichts zahlen, die burmesen schon. Komisch. Von kanchanaburi gleich den nächsten bus nach bangkok. Da bin ich jetzt. Aber nur einen tag, heute nacht geht es weiter richtung süden, nach ko samui, einer insel. Und nach 3 tagen und 3 nächten am stück bus fahren, verdiene ich mir ein bett und eine dusche.
Verdammte flugangst. Hätte ich einen flug von yangon nach bangkok genommen, hätte ich 2 tage gespart und nur 20 euro mehr ausgegeben. Na gut, so ist das halt.

Myanmar: ein schönes land, das am typischsten südostasiatische land, nicht viele touristen, und die menschen sind eigentlich alle extrem freundlich und hilfsbereit, viel mehr als in den anderen ländern. Und niemand versucht einen zu bescheißen, auszunehmen, wohl, weil sie es noch nicht gewöhnt sind. Wer das reale myanmar noch erleben will, sollte jetzt dahin reisen, in 5 jahren wird es vorbei sein, dann wird es wahrscheinlich so wie thailand sein.
Und myanmar ist das sicherste land südostasiens.

Sonstiges: - nur noch 5 wochen bis zum dauerwürgereiz (in D)
- Ich habe mir fest vorgenommen, in hro auf e-zigarette umzusteigen. Bei dem kram den ich hier rauch, brauch ich das. Zu viel husten und halsschmerzen
- Usa wird erstma nichts, es wird zu knapp mit dem geld, zu riskant, dass es nicht ausreichen könnte. Und ob ich vor den usa oder danach ein jahr arbeite ist auch kein großer unterschied

Ende.

heute hier, morgen dort, bin kaum da, muß ich fort

Thursday, February 5, 2015, 15:27:16

Das lied hab ich zu meiner persönlichen hymne gemacht. Für die musikungebildeten, es ist von sik (hieß übrigends sex im kaugummiautomaten). So viel dazu.

So, letzte mail war aus don det, 4000 islands, südlaos. Und meinen schnitt von 2 ländern hätte ich eingehalten, wenn menschen ahnung hätten. Später dazu.

Von von det ging es nach pakse. An sich ganz nett, aber nichts außergewöhnliches. Und ich habe wieder jemanden kennengelernt, also wieder gesellschaft gehabt. Dieses ma aus italien. Richtig geil, das letzte ma alleine war ich irgendwo in vietnam, danach hatte ich immer mindestens einen mit dem ich was machen konnte. In diesem punkt konnte noch nicht ma nz, aus oder cdn mithalten. Und man trifft alte bekannte hin und wieder ma wieder an anderen orten.
Danach ging es nach vientiane. Stinklangweilige stadt, absolut nichts was man dort machen kann und nichts zu sehen. Und zu meinem glück durfte ich ganze 5 tage dort verbringen, weil ich mein visum für myanmar dort beantragt hatte, und natürlich an einem Freitag. Es ist echt jedesma das gleiche. Wenn irgendwas ist, passiert es immer am wochenende oder feiertag. Und das wirklich jedes ma. Zu meinem glück war ich nicht der einzige der in der stadt fest hing. Kann man wenigstens zusammen kneipen besuchen. Übrigends, asiatischer harter alkohol ist echt übel. Billig, knallt ohne ende und richtig fiese kopfschmerzen am nächsten morgen. Ich hoffe, dass ich seit vorgestern endlich daraus gelernt habe.

Von vientiane weiter nach vang vieng. Im bus dahin saß neben mir ein schweizer, und es war freundschaft auf den ersten blick für 3 tage. Die hauptattraktion dort ist tubing. Man setzt sich in einen reifen und lässt sich von der strömung des flusses tragen. Und auf dem weg zum ziel sind an den ufern bars. Geile sache. Gleich in der ersten kneipe habe ich mein talent für bier pong entdeckt. Zusammen mit dem schweizer haben wir sie alle besiegt. Und das schöne daran ist, der herausforderer muß das bier bezahlen. Damit war ich am frühen Nachmittag zum ersten ma ganz gut mit durch. Kein essen und die hitze unterstützen dies natürlich. Das feiern mit besäufnis ging von bar zu bar immer so weiter. Und nur 2 ma gekotzt, ist ok;) bis dahin ein saugeiler tag, so viel spaß, dass ich sagen würde, die beste party asiens bisher. Dummerweise haben wir die ltzte bar etwas zu spät verlassen, so dass die sonne allmählich verschwand und es plötzlich arschkalt wurde im wasser. Und die strömung war auch verschwunden. Ich war dann so durchgefroren, dass ich vor dem ende aus dem wasser musste, zum glück war es kurz vorm ziel, so dass ich nur 10 minuten laufen musste. Zurück zum hostel gezittert, sachen gewechselt und innerhalb von sekunden eingepennt. Kein wunder.

Am nächsten tag war ich trotzdem wieder fit genug um mir die landschaftlichen highlights anzusehen.

Und den tag danach weiter nach luang prabang. Hübsche kleine stadt, wohl mit die schönsten wasserfälle die ich je gesehen habe, paradiesisch schön. Einfach nur reinspringen.
Und wie immer wollte ich auch von luang prabang weiter. Wie immer den bus vorher gebucht inklusive abholservice. Nur dieses ma wurde ich nicht abgeholt, der tuk tuk fahrer hat wen anderes anstelle von mir abgeholt. Toll, sitz ich einen tag länger dort fest.

Am nächsten tag ging es dann wirklich nach houay xai, dem letzten Stopp in laos. Dort bin ich 2 tage durch den dschungel gelaufen, mit ziplining, man hängt alleine an einem draht und so bewegt man sich fort. Bis zu 700 m lang ein abschnitt, geschätzte höhe bestimmt 70-80 m und gefühlte 30 km/h schnell. Wow, was für ausblicke. Und übernachtet wurde im baumhaus. Geiler trip, trotzdem etwas zu teuer.

Dann die grenze zu thailand passiert, wie auch die vorherigen male, keine probleme, total einfach.

Erster halt in thailand war chiang mai. Motorroller ma wieder ausgeliehen und dann die 100 km zum nationalpark geheizt. Die teile schaffen 100 km/h und man verheizt wirklich jeden and der ampel. Ansonsten nichts außergewöhnliches dort.

Weiter nach bangkok. Vom bus mit taxi zum hostel (taxi ist saubillig dort), am arsch von bangkok mit dem unfreundlichsten rezetionisten aller zeiten, also sofort im internet nach einem anderen hostel gesucht, da wo was los ist, natürlich ist das die gegend, in der ich vom bus ausgestiegen bin. Also alles umsonst und zurück zum ausgangspunkt. Mmmmm.
Und bangkok bestand fast ausschließlich nur aus party, jede nacht, bis mittags schlafen und dann versuchen den tag noch zu retten. Gut, ist bangkok, da kann man halt nachts verdammt viel machen. Zu lasten meines budgets. Ziemlich beeindruckend fand ich den siam square, so was wie die innenstadt. Sehr sehr futuristisch und für reiche. Unglaublich viele bonzenkarren. Aber muß man ma gesehen haben. Immerhin habe ich einen thaibox kampf dort gesehen, kostenlos. Yeah;)
Apropo, ich habe einen skorpion dort gegessen. Ein bisschen zu lange gegrillt würde ich sagen.
Ok, 4 tage bangkok reichen für meinen geldbeutel und meinen schädel.
Ab nach pattaya. Krasse scheiße. Das ist vermutlich wirklich der größte puff der welt. Überall stripclubs, bars, nutten und ladyboys. Fetzt aber wenn man eine nach der anderen abblitzen lassen kann. Hähä;) der trick ist, einfach nicht viel geld mitzunehmen, nur damit es für bier reicht, um nicht in versuchung zu kommen, weil einige sind echt traumfrauen.
Na ja, ein tag pattaya, einfach nur um es ma gesehen zu haben, und dann bloß nichts wie weg.
Nächstes ziel war kanchanaburi. Dort wo die brücke über dem kwai fluß steht. Weltbekannt aus dem 2. weltkrieg. Selbstverständlich bin ich hinüber gelaufen.
Wieder eine schöne kleinstadt, wieder gute freunde für 2-3 tage gemacht. Unter anderem waren wir auch in einem nationalpark, und wenn man die füße ins wasser hält kommen fische, die dir die tote haut abfressen. Hihi, ich bin doch kitzlich.
Die stadt hat unter anderem einen nachtmarkt, und der ist das schlaraffenland. So viele leckere sachen zu essen und so billig. Ich bin da jeden abend durchgerannt wie ein kind in der spielzeugabteilung. Ich muß auch zunehmen. Das letzte photo das ich von mir halbnackt im wasser gesehen habe hat selbst mich erschrocken. Man konnte jeden knochen sehen von meinem oberkörper.
An einem tag, etwas außerhalb, sind wir über eine brücke gelaufen um zu einer höhle zu gelangen, über die brücke fahren züge, und man muß über die gleise laufen. Erst gerätselt, ob überhaupt noch ein zug darüber fährt, weil der zustand der brücke passt eher in ein museum. Rübergelaufen zur höhle, alles kein problem. Nur der rückweg. Auf der gleichen brücke wieder zurück, und plötzlich hör ich das signal eines zuges. Ich dreh mich um und seh ihn. Ich hab zu dem mädel nur gebrüllt: scheiße, lauf, lauf! Ich am sicheren ende angekommen, und wo ist sie? Unterder brücke zurückgegangen, und sie ist vor panik die brücke am holzgerüst heruntergeklettert. Gut 6 m hoch. Als wir den zug dann sahen, gut, toll, alles für umsonst, der fuhr vllt 10 km/h. aber erstma dennoch ein ekliges gefühl wenn du auf einer brücke bist und hinter dir kommt ein zug.
Das war gestern, und eigentlich wollte ich heute nach myanmar. Aber der ticketverkäufer am busbahnhof hat keine ahnung. Ich habe ihm gesagt, dass ich nach myanmar will, er hat mir das ticket verkauft und mich zum bus gebracht. Wie immer den busfahrer noch ma gefragt ob er wirklich dahin fährt wohin ich will. Jo, alles klar. 5 stunden später schmeißt er alle raus, irgendwo, ich hatte absolut keinen plan wo ich war, ich der einzige ausländer, keiner konnte englisch. Hmm, und nu? Irgendwann konnte mir dann jemand sagen wie ich zur grenze komme. Wunderbar. Ab zum thai zoll, wo der wirklich freundliche beamte mir dann mitteilte, dass ich die grenze hier nicht überqueren darf. Ist wohl nur für thais. Och nö ne. Er teilte mir mit, daß der nächste grenzübergang 60 km von da entfernt ist, von wo ich gerade hergekommen war, bei kanchanaburi. Zum glück war der beamte echt nett und hilfsbereit, hat mir gesagt von wo der nächste bus zurück fährt, wie ich dahin komme und wo ich diese nacht unterkommen kann, und er hat mir ein bier ausgegeben. Das hat mich getröstet. Dennoch verlier ich schon wieder einen tag und wieder viel kohle für nichts ausgegeben. Man!

Und genau da bin ich jetzt. In einem guesthouse, wartend auf den bus zurück morgen früh.

Na denn, auf einen erfolgreichen grenzübertritt.