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i m comin home

Thursday, March 26, 2015, 05:54:48

Das ist jetzt aber wirklich der letzte newsletter. In 7 stunden geht der erste flug und ich werde gegen 23 uhr morgen in hro sein. Wer ist da, wer hat bock auf party? Ansonsten: ich hab genug kohle um sofort zurück zum flughafen zu fahren;) und morgen gotenklang, wie sieht es damit aus?

Ok, die todesangstflüge ey473 und ey7 warten.
meine hosen füllen sich langsam, so dass sie heute abend vollgeschissen sind;) gerade der germanwings absturz lässt einen doch langsam verzweifeln. Wenn selbst die es nicht schaffen oben zu bleiben, einer der wenigen flüge (innerhalb westeuropas) bei denen selbst ich keine allzu großen bedenken gehabt hätte, dann fühl ich mich sehr unsicher auf einer anderen route mit einer anderen airline. Und mit gw sind wir ja bekanntermaßen nach moskau geflogen. Für den fall er fälle (dann komm ich ja nicht mehr dazu), will ich noch eines loswerden: ICH HABE ES EUCH JA GESAGT.
Was auch nervt sind die 9,5 stunden aufenthalt in abu dhabi, nachts.

Gut, der newsletter soll doch etwas mehr beinhalten als meiner aviophobie.

Kuala lumpur. Dort hab ich ja den polen aus myanmar wiedergetroffen, gut gefeiert, spaß gehabt, und bei jedem drink mein budget schreien gehört. Scheiß islam, dank euch wichsern ist der alc teuer. Aber eigentlich ist diese religion genauso friedlich (nervig, aber friedlich) wie alle anderen auch. Er ist einfach ein missbrauch von institutionen. Wenn selbst der malaysische staat die religion nach eigenen (falschen) vorstellungen auslebt, nicht wie es im koran steht, dann brauch man sich nicht wundern.

KL ist aber außer der twin towers nichts besonderes.

Eines morgens wollte ich weiter, nach tioman island, und zu diesem zeitpunkt hatte ich noch mit mir gehadert, ob ich borneo mitnehme oder nicht. Nachdem ich 3 backpacker am busbahnhof kennengelernt und mich spontan einfach angeschlossen hatte, war das thema borneo wenigstens durch. Also bin ich mit denen nach melaka, einer kleinen stadt aus der portugiesischen kolonialzeit. Echt schön, aber ein Nachmittag und alles gesehen. Wir waren dann zu fünft, es hat einfach gut gepasst zwischen uns, und von daher 2 extra gewonnene tage.
Ich habe zwar noch kurz überlegt von melaka nach sumatra mit der fähre rüberzumachen, aber zu diesem zeitpunkt war ich schon zu müde, geistig zu erschöpft für noch ein weiteres abenteuer. Also ging es wie einst geplant nach tioman. Ja, war ok. Ich musste mich teils etwas überwinden überhaupt etwas zu machen. Der akku ist halt leer.
Wieder am festland angekommen, ich hatte noch 4 tage zeit und keine lust und idee etwas zu machen, ich habe mir ein einzelzimmer im hotel genommen und einfach ma 4 tage gar nichts gemacht. Oh man war das toll, ich hatte seit monaten wieder internet im zimmer und ich konnte dort rauchen.
Und zum abschluß nur noch eine woche singapur. Am ersten abend (sonnabend) hat mir die rezeptionistin eine art underground party mit einigen gigs vorgeschlagen, alles klar, auf geht’s. na ja, die gigs waren eher langweilig, doofer indie, aber dafür hat es vllt. 5 min gedauert bis ich die ersten leute kennengelernt hatte. Ist halt nicht rostock. Coole sache, paar punks waren auch dabei, keiner hatte wirklich lust auf die konzerte, also sind wir weitergezogen. Einige biere und straßen weiter, bekam einer hunger, also ab in eine art straßenrestaurant. Zu dem zeitpunkt waren wir ca. 5-6 leute, ich war nicht mehr ganz nüchtern;)
Und da ist es passiert, zum ersten ma in meinem leben. Wir saßen am tisch, als ich plötzlich einen schlag an meinem hinterkopf verspürte. Alle sind aufgesprungen, ich wußte noch nicht wirklich was los war, bis mich einer aufklärte. Einer hat mir mit der faust auf den hinterkopf geschlagen weil ich weiß bin. Tja, plötzlich wird man opfer von rassismus. (an alle, die es betrifft: ihr arschlöcher, kriegt eure fetten faulen ärsche hoch und geht wenigstens wählen wenn ihr schon sonst nichts macht!!! - das habe ich aber auch schon vorher gedacht)

Sein glück war, dass ich betrunken war und den schlag als nicht sonderlich schlimm empfunden hatte (leute, legt euch nicht mit betrunkenen an, die merken nichts mehr;) ). Ich habe ganz ruhig versucht mit dem idioten zu reden, einfach weil ich seinen beweggrund wissen wollte. Keine antwort und wir wurden vom wirt auch gebeten zu gehen. Das merkwürdige, wir waren weit in der überzahl, und trotzdem blieb es friedlich nach so einer aktion. Wäre in hro sicher nicht passiert – vorteil hro.

Na ja, irgendwo auf der straße weitere leute getroffen, noch ein paar bier gezischt und früh morgens zurück zum hostel.
Ok, welcome to singapore.
Am nächsten tag ging es mir so gar nicht gut, verkatert natürlich und wahrscheinlich eine gehirnerschütterung. Und an dem tag habe ich mich auch noch mit 2 leuten getroffen, die ich auf reisen kennengelernt habe. Den einen am Nachmittag getroffen, mir ging es überhaupt nicht gut, nach nicht ma 2 stunden meinte mein kopf, dass wenn ich mich nicht gleich hinlege, er sich von meinem körper losreißt und sich in eine ecke legt zum schlafen. Tat mir zwar leid, dass ich mich mit ihm in so einem zustand getroffen hatte, aber was solls, beste freunde werden wir eh nicht.
Zurück im hostel, geschlafen, um in einer besseren verfassung fürs nächste treffen zu sein. Sie hatte ich damals in kanada getroffen. Und krass. Sie hat mich mit dem taxi abgeholt, dann zum essen eingeladen, dann weiter mit dem taxi zu einem club, in dem sie ALLE biere ausgegeben hat. Ich habe an dem abend gar nichts bezahlt. Ein bisschen blöd kam ich mir schon vor, aber sie hat darauf bestanden. (mädels, nehmt euch ein beispiel). Würde mich echt freuen wenn sie mich wirklich in hro besuchen käme.
Die nächsten tage mir singapur angeguckt, und mir ging es immer miserabler. Hinzu kam auch noch eine leichte erkältung. Kein wunder, man kommt durchgeschwitzt von draußen (30°C) in die u-bahn, in der die klimaanlage die temperatur dermaßen senkt, dass es echt richtig kalt ist. Hinzu kommt, dass aus dem nichts ich einige wunden bekommen habe, die permanent am eitern sind. Eklig und nervig. Ich muß zum hautarzt, hab auch etwas angst, dass irgendwelche insekten dort ihre eier reingelegt haben könnten, weil in malaysia haben die fliegen ständig aus den wunden gesaugt. Na ja, meine haut braucht ma 2 wochen winter.

Was aber sehr angenehm in singapur war, die menschen können endlich englisch. Wenn ich etwas gefragt hatte, haben sie es verstanden und konnten mir ohne probleme antworten. Die möglichkeit einer problemlosen kommunikation ist genial. Ich mein, ich hab mich ja schon gefreut, dass die in malaysia lateinische buchstaben (erstmals seit monaten) haben und ich zumindest das lesen konnte was ich nicht verstehe.

Abschließende gedanken zu 6 monaten asien. Selbstverständlich hat es sich gelohnt, die schönen momente waren wieder reichlich vorhanden, wieder viele tolle menschen kennengelernt, aber unterm strich findet sich asien an 4. stelle nach nz, aus und cdn wieder. Es war halt nicht die art zu reisen, die mir wer weiß wie gefällt. Ich bevorzuge doch lieber ein land für längere zeit als viele, und die unabhängig mit dem eigenen auto ist unerreichbar. Und tropischer regenwald langweilt mich auf dauer. Seit vietnam ist die vegetation überall die gleiche, keine abwechslung, kaum begeisternde hikes. Bleibt nur noch nepal und tibet und dann kann mich asien ma;)

Gut, die letzten worte aus asien gehen an die, die es „verdient“ haben. (ich finde, nach jeder reise sollte einer rausfliegen aus dem newsletter-kreis)

Besonderer dank geht an schmabi und eila (und meiner untermieterin, die noch nicht einma den newsletter erhält) fürs regelmäßige melden, an olaf fürs mit mir reisen und an steini, wulle und meine eltern, dafür, dass sie mir sehr! mit nervigen dingen geholfen haben.
-DANKE!!!-

Denn hoffe ich bis morgen abend.

und weiter

Saturday, March 7, 2015, 15:25:13

Der letzte oder vorletzte newsletter, ma sehen.

Weiter geht’s ab bangkok. Dort bin ich ja nur einen tag geblieben um gleich weiter nach koh samui zu fahren, eine insel im südosten. Nachdem ich erfuhr, dass sie sehr touristisch sein soll, ging meine vorfreude zurück, aber ich hab mir ein hotel einfach auf der anderen seite der insel gesucht wo nicht viele sind. Überraschenderweise war ich doch sehr begeistert, echt schön und einige hiking möglichkeiten die ich alleine machen konnte, was in den monaten davor eher eine rarität war. Aber ansonsten nichts spektakuläres. Von da aus ging es nach phuket. Auch sehr touristisch, aber phuket kennt man, deswegen habe ich es mitgenommen. Das beste war eine tour per boot zu einer bucht, unter anderem war ich auf der insel auf der james bond – der mann mit dem goldenen colt gedreht wurde. Dann nehm ich halt filmgeschichte mit. Hat sich aber definitiv gelohnt. Ok, abgehakt, und nichts wie raus aus thailand. Ma ehrlich, ich versteh es absolut nicht, weswegen alle nach thailand reisen, die anderen länder sind genauso schön, nicht so überlaufen, und in thailand versucht dich jeder zu bescheißen. Böse gesagt, das beste an thailand ist der linksverkehr. Wusste ich vorher nicht, war mir sehr sympathisch. Nur dieses privileg ist schon dahin, in malaysia herrscht auch linksverkehr.
Also, an meinem geburtstag hatte ich also eine lange reise per bus von thailand nach malaysia. Nicht das beste was man sich vorstellen kann. In der letzten stadt angekommen um den nächsten bus nach malaysia zu nehmen, und zum glück habe ich wenigstens einen weiteren backpacker aus finnland getroffen. Morgens um 6 die ersten biere geöffnet. Puh, na geht doch. Und auf geht’s, das erste ziel war perhentian island, eine kleine tropische paradiesische insel im nordosten. Dort angekommen, und erstma eine stunde in der hitze mit dem gepäck nach einer billigen unterkunft gesucht. Nervig. Letztendlich habe ich mir ein zelt gemietet am strand. Und hab nur die hälfte gezahlt. Wahrscheinlich weil ich über den ursprünglichen preis genörgelt hab und geburtstag hatte. Geht doch. Der tag verlief recht gemütlich mit einigen leuten. Mit party war leider nicht viel, 4 euro für ein bier war mir dann doch etwas zu australisch;) die 3 tage dort waren dennoch ein schöner start für das land und haben lust auf mehr gemacht. Das schönste hier ist einfach, dass die leute fast alle englisch können. Man kann einheimische fragen und sie können antworten, das ist so angenehm. Danach ging es zu den cameron highlands. Ich hatte mir viel mehr erwartet. Alles was man machen kann, ist sich die teeplantagen angucken (ist aber geil) und stundenlang durch den dschungel laufen. Ist am anfang ganz nett, wird aber nach einer stunde eintönig. Und hier konnte man ein weiteres beispiel beobachten, dass der mensch ein arschloch ist (der aussterben sollte bevor es wirklich zu spät ist) und der kapitalismus alles zerstört. Überall zerstören sie die natur um ein weiteres scheiß luxushotel hinzubauen, und die behörden schauen weg.
Auf nach taman negara, ein nationalpark nahe der highlands. Geht doch, wenig menschen und nur kleine schlichte gebäude, alles direkt am fluß gelegen. Und es ist der älteste tropische regenwald der erde. Am ersten morgen aufgewacht, und verdammt. Bedbugs? Sieht so aus, ma abwarten. Hatte schon für 3 nächte bezahlt, vllt. Hab ich ja glück. Bis jetzt weiß ich es nicht, wurde nur in der ersten nacht paar ma gebissen, und es gab da kaum mücken. Na ja, am ersten tag den ersten track gemacht, 11 km durch den regenwald zu einem dorf, angeblich. Klang erstma gut, bis ich gut die hälfte des hinwegs geschafft hatte. Ab da war ich schon vollkommen ko, ich habe gehechelt. Kenn ich nicht, normalerweise ist die distanz kein großes problem für mich. Aber die hohe luftfeuchtigkeit, enorme hitze und erhöhte schwierigkeitsgrad des tracks, es ging ständig bergab und –auf, haben mir den rest gegeben. Und dann ging mir auch noch das wasser aus. Oh man, so stark habe ich wohl noch nie geschwitzt, ich war komplett durchnässt, und es lief immer weiter in bächen von mir herunter. Gut, durchhalten, ist nicht mehr weit bis zum ziel, dort wird es sicher wasser geben und ein boot das mich zurück bringt. Ziel erreicht, und weit und breit niemand zu sehen, obwohl da werkzeug, schubkarren und ähnliches rumlag. Verdammt, wo sind die menschen? Und ich habe nicht einen einzigen menschen gesehen seit dem ich gestartet war. Mist, was nun? Gut, nicht weit von hier ist wirklich ein dorf, nur 2 km. Bloß die pfeile, die die richtung zeigten, führten mich auf einen weg der sich plötzlich mehrmals geteilt hat. Toll. Bringt nichts, ich habe die zeit und kraft nicht, mich für den falschen weg zu entscheiden. Hmm, was kann ich machen – zurücklaufen. Das schaff ich nicht in meinem zustand bevor es dunkel wird. Aber zu aller erst wasser finden. Eine quelle gefunden, ich hatte die wahl zwischen dursten und durchfall, habe mich für durchfall entschieden (der zum glück ausblieb, wasser also doch ok). Mir wurde vor erschöpfung schon leicht schwindelig. In dem moment merkt man hautnah, was alle wissen: wasser ist mit abstand das wertvollste auf dem planeten.
Weiter, nur wie? Auf das gleiche hoffen wie damals in kambodscha als ich auch darauf angewiesen war, dass mich wer mitnimmt. Also bin ich runter zum fluß um nach booten ausschau zu halten. Aber stehen bleiben und warten geht auch nicht, nachher kommt keins. Weit vom fluß entfernen und die eigentlichen track zurück laufen geht auch nicht, sonst hätte ich kein boot gesehen. Also bin ich teils durch den fluß gewadet, hab mich durch den busch gekämpft, mir die knöchel und beine zerkratzt, bis ich endlich meine rettung hörte. Zum boot gebrüllt, gewunken, wie man es halt so macht, dichter zum fluß gesprintet, so gut es ging, bis die endlich gerafft hatten, dass ich wirklich hilfe brauche und ich die nicht einfach nur grüße. Am ende lief alles gut, hatte eine schöne bootsfahrt zurück zu meinem dorf und wieder ma glück gehabt. Das „abenteuerlichste“ erlebnis seit dem letzten newsletter.
Den nächsten tag das gleiche gemacht, nur kürzer und einfacher. Ich hab erstma die schnauze voll von dschungel, regenwald. Deswegen überleg ich mir auch, ob ich wirklich nach borneo fliege, oder einfach die letzte woche in malaysia mir ein schönes fleckchen suche und einfach nur entspanne, faulenze, ohne den druck etwas machen zu müssen. Und wahrscheinlich ist es dort auch nicht viel anders als hier.
Das einzige was noch dafür spricht, ist dass es halt borneo! ist und ich höchstwahrscheinlich nie wieder in versuchung komme dorthin zu fliegen, und ich könnte dann noch brunei mitnehmen, ein land mehr. In einer woche muß ich mich entschieden haben. Ma gucken wie mir dann so ist.
Jetzt bin ich erstma in kuala lumpur seit heute Nachmittag, und jaaa, stadt, scheiß smog, aber stadt.

Na denn, bis bald in borneo, singapur oder rostock.

Cool, grade ist ein pole im hostel eingetroffen mit dem ich mich verabredet hatte in KL, ihn habe ich in myanmar kennengelernt. Party!;)