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(no subject)

Friday, February 10, 2017, 19:22:35

tach

so, nachdem mir der letzte newsletter ueberhaupt nicht gefallen hat, der naechste. es ist beim letzten einfach zu viel passiert, ich hab alles nur grob angerissen und die eigentlich interessanten details haben komplett gefehlt.
fortgesetzt von huaraz, peru, bis nach nach quito, ecuador. erster stop war loja. 3 verschiedene busse um dorthin zu kommen und 2ma glueck gehabt, dass ich sie noch geschafft habe. gut, wenn man sich 5 min vor abfahrt entscheidet noch was zu essen zu holen und die nette dame erst noch das ei braten muss (dachte das sandwich waere fertig zum mitnehmen) braucht man sich nicht wundern, dass es sehr eng wird. hat ja geklappt. und in loja fing meine begeisterung an fuer das land. dafuer, dass es urspruenglich gar nicht geplant war und nur ein bonus ist, ist es echt sowas wie ein “geheim”tip. wer denkt schon als erstes oder viertes an ecuador wenns um suedamerika geht?
und extrem freundlich und extrem sicher (ausser quito). ich hab mich nachts in loja sicherer gefuehlt als in so manchen gegenden in hro am tag. und irgendwie schien das ganze leben in der stadt sehr harmonisch zu sein. natuerlich ein aber. wenn dann abends ein englaender und ein deutscher losziehen um eine kneipe zu suchen und nichts finden -kein bier- ist es die hoelle und man scheisst auf die friedlichkeit;)
in loja habe ich auf dem markt mir ein meerschwein vom grill gegoennt. komplett, mit kopf und innereien. gekocht fand ich es besser, aber trotzdem, gar nicht ma schlecht. und die meerschweine sind ca. doppelt so gross wie die, die wir kennen. und ich hab es natuerlich gleich auf dem markt auf der strasse gegessen, und die einheimischen sind stehengeblieben und haben mich angestarrt als ob ich sonst was mache. ok, es ist eigentlich auch nur etwas fuer besondere anlaesse wie hochzeiten oder sowas, und nichts was man auf dem bordstein isst.
das sollte auch nur ein ungeplanter stop auf dem weg zum eigentlichen ziel sein, villabamba, kleines dorf, nciht weit von loja. hauptgrund, wie fast immer, hiking. naja, nichts aussergewoehnliches,aber auch nicht schlecht. dafuer war das dorf echt total entspannt, hippiemaessig, und sehr international. viele von ueberall her haben sich dort niedergelassen. also schon sehr touristisch, aber letztendlich, was heisst das schon? es geht ja nur darum eine gute zeit zu haben, und die kann ich auch an orten mit vielen nichteinheimischen haben.
und weiter, nach cuenca. und ma wieder ein richtig schoener nationalpark in der naehe. berge, nicht zu hoch, nicht schneebedeckt, ueberall baeume, alles gruen, mit einigen seen, neblig, feucht, bewoelkt, aber dieses wetter hat perfekt gepasst zu der landschaft. unterwegs im park hab ich wen getroffen und wir sind dann zusammen gelaufen, und dann etwas, was mir glaub ich noch nie passiert ist, und dann auch noch zu zweit. verlaufen. voellig vom weg abgekommen, ueber eine stunde durch die gegend geirrt, und spaeter dann doch wieder den richtigen weg zu finden. und dann wussten wir nicht, ob wir nach links oder rechts gehen sollen (ein weg war richtung weiter, einer richtung zurueck - und wir wollten weiter). was macht man da? man wirft eine muenze und laesst das schicksal entscheiden. und dann geht man trotzdem in die andere richtung als die, die die muenze entschieden hat. falsche entscheidung, natuerlich. hoert auf die muenze;) selbst als wir spuren entdeckt haben, die offensichtlich darauf deuten, dass wir aus der richtung kamen, sind wir einfach weiter. wir haben fussabdruecke verglichen und ein haufen scheisse kam uns verdammt bekannt vor;) und als wir mit sicherheit wussten, dass wir zurueckgehen, war es zu spaet zum umkehren. mist. und selbst auf dem rueckweg haben wir uns ein paar ma leicht im weg geirrt. man faengt an, an sich selber zu zweifeln. trotzdem ein echt schoener tag.
naechster stop, mindo, aehnlich wie villabamba, kleines dorf, weniger hippiezeug und weniger zu sehen und machen. dazu musste ich in quito umsteigen. nachdem ich ueber eine stunde an dem doch grossen und modernen busbahnhof rumgeirrt bin und von einem schalter zum naechsten geschickt wurde, hat mir dann endlich ma wer gesagt, dass ich am falschen bahnhof bin. toooll. ich hab dann ein taxi genommen.
so, von mindo zurueck nach quito. einen hike gemacht, der absolut nichts besonderes war, und den rest der zeit mich um loesungen fuer probleme kuemmern. und wenns kommt, dann richtig und alles auf einma. angefangen mit durchfall und kraempfen. ok, das hatte ich hier schon so oft, ist eigentlich fast schon ein regelmaessiger begleiter und nichts ungewoehnliches mehr. geh ich halt einma mehr in die apotheke. 2. problem: ich hab mir in mindo wohl sandfloehe eingefangen. aehnliche situation wie damals in asien. ueberall bisse die tierisch jucken, alle sachen gewaschen und hoffen, dass es damit getan ist. ich hoffe noch. und die besitzerin des hostels war sowas von lieb und nett, sie ist abends mit dem taxi in eine apotheke gefahren um mir etwas gegen das jucken zu besorgen. ich musste nichts bezahlen. genauso wie ich fuer die unterkunft nichts bezahlen muss (wir sind uns nicht ganz sicher ob ich die viecher mitgebracht hab, oder ob die schon hier waren), und ich hab ein freibier als trost gekriegt.
3. problem. meine kreditkarte wurde gesperrt. der automat am busbahnhof war wohl nciht so ganz sauber. ohne karte kein geld. nu muss ich schauen wie ich die letzten wochen an kohle komme um ueber die runden zu kommen. und ohne karte kann man ja auch keinen flug buchen nach hause. nervig. aber mutti hat es hinbekommen (danke nochma dafuer!) und ich werde am 16.3. von fortaleza aus nach frankfurt fliegen. ja, ich hab die zeit ein bisschen verkuerzt. ich bin langsam auch fertig, in den gut 4 monaten bisher hab ich einfach so sehr viel erlebt und gemacht, mehr als auf den anderen reisen, dazu noch die hoehe und kaelte, kaum pausen, nicht viel entspannung, oftmals wenig schlaf. in den letzten 33 tagen werde ich auch nicht mehr die ganz grossen aktionen starten. und in kolumbien ist das, glaub ich, auch gut machbar. ja, dahin geht es morgen.
aja, ich hatte doch geschrieben, dass es schwierig wird von kolumbien nach manaus zu kommen. kurze hoffnung und freude, bis die seifenblase zerplatzt ist. also die einzige moeglichkeit ist mit dem boot. und es fahren regelmaessig welche von leticia (der suedoestlichste zipfel kolumbiens) nach manaus. problem geloest? von wegen. man kommt nach leticia nur per flugzeug. ich komm wohl nicht drum herum innerhalb suedamerikas einma zu fliegen. und ma ehrlich, man fliegt innerhalb kolumbiens doch nur, wenn man vom leben nicht mehr allzu viel zu erwarten hat;) wenigstens wird der flug verdammt billig sein.
4. problem. kanada sieht schlecht aus. die agentur, die mir das visum besorgen sollte, scheint betrug zu sein, zumindest hoere ich von denen seit langem nichts mehr und offentsichtlich haben die auch noch nichts gemacht.
katrin: reservier mir schonma einen platz bei euch auf arbeit;)
letzte saetze fuer heute: ich lass mich natuerlich nicht unterkriegen und es wird weitergehen.
und ich muss dringend zunehmen. ich hab mich in la paz ja ganz gut neu ausgestattet (u. a. neue hose, basecap (kein bock mehr mir meine platte staendig zu verbrennen), usb stick und sd karte fuer die kamera - um in zukunft meine photos 3fach abzusichern) und als ich die hose gekauft habe, sass sie perfekt, ich musste den guertel um 2 loecher enger machen, und mittlerweile ist mir die hose etwas zu weit. (liegt bestimmt am haeufigen durchfall)

denn bis kolumbien oder brasilien oder six feet under;)