arctic circle trail



Geschafft. Und das schneller als geplant. In nur 8 tagen. Und es war traumhaft. 8 tage lang, 160km alleine durch die arktische wildnis grönlands zu ziehen. Freiheit pur. Und ich hab in allem so sehr glück gehabt. Alleine das wetter schon. Jeden tag sonnenschein mit klarem blauen himmel, gut 20 grad, fast keinen menschen getroffen, außer die selben 5 jeden tag am ende der tagesetappe in der hütte bzw wenn ich sie überholt habe. Und keine mücken, was sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise schwirren in einigen gebieten tausende um dich herum. Und ich habe nur einma den weg verloren. Aber kein großes problem, weil dank karte kennt man die richtung, in die es weitergeht und irgendwann findet man den weg wieder. Einen tag bin ich sogar baden gegangen. Mehr erzwungen als freiwillig wegen duschersatz, aber trotzdem herrlich. Klarer see, sonne, 2-3 meter sandstrand breit, dahinter vegetation. Ich hab mich direkt nach dem baden noch 2 stunden am strand in die sonne gelegt. Ok, hat sich jetzt nicht wirklich nach grönland angefühlt;)

Das einzige problem war, daß es ein großes feuer gab und man nicht genau wußte, ob man den weg laufen konnte. Alternativ hätte es eine route südlich gegebn, aber das wären 1-2 tage extra gewesen. Und darauf hatte keiner von uns wirklich lust. Von offizieller seite wurde zwar abgeraten, die nördliche route zu gehen, aber die paar leute, die uns entgegenkamen aus der anderen richtung, meinten, daß es ok sei. Naja, am vorletzten tag im gebiet des feuers angekommen, und es schien echt ok zu sein. Auf der anderen seite des flusses hat man rauch gesehen in der nähe der letzten hütte, aber nicht wirklich schlimm. Doch am nächsten morgen, als wir aufgebrochen sind, ist das feuer wieder größer geworden und hinter einem konnte man sehen, wie sich das tal komplett mit rauch gefüllt hat. Und somit absolut unzugänglich. Wie ich erfahren habe, wurden 2 leute auch herausgeflogen mit helikopter. Schwein gehabt. Jetzt bin ich an der westküste in sisimiut, warte bis sonnabend auf die fähre, die nur einma wöchentlich fährt, um nach ilulissat zu kommen. Dort bleibe ich einen tag. Ich muß ja wenigstens ein paar eisberge sehen, wenn ich schon in grönland bin. Ansonsten wäre es irgendwie unwirklich. Am 19.8. fliege ich dann zurück nach kangerlussuaq (beginn des hikes) und in der nacht von 20. Zum 21. Flieg ich dann nach kopenhagen, so daß ich am 21.8. wieder in hro bin. Natürlich abhängig davon, ob die fähre ausgebucht ist oder nicht. ABER: ich habe etwas geschluckt, gekotzt und was nicht alles. Der mit abstand teuerste flug meines lebens. Für die beiden flüge von ilulissat nach kopenhagen durfte ich gut 1000 euro!!! Blechen.

So, denn sehen wir uns wohl in 6 tagen

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greenland



Hey

Ich schon wieder;) endlich wieder raus aus europa;)

Ich will mich eigentlich nur abmelden. Ich werde die nächsten 10 tage in etwa nicht erreichtbar sein. Weder über email noch über handy. Morgen früh geht es los mit dem arctic circle trail, 160km durch die wildnis grönlands. Und während dieser zeit werde ich null empfang haben. Hoffen wir ma, daß alles gut geht. Wenn ich mich dabei verletzte oder verlaufe, werde ich wirklich am arsch sein, weil es unterwegs absolut nichts gibt und ich auch auf kaum menschen treffe werde.

Wie ihr lest, hab ich es nach grönland geschafft. Und ja, wow. Alleine der flug von reykjavik war genial. Einalige sache, man hat mit air greenland freie platzwahl wenn man einsteigt, und vorne rechts war frei. So viel platz hatte ich noch nie. Und die wohl liebste und freundlichste stewardess die ich je hatte. Dazu noch der blick aufs ewige eis mit sonnenuntergang. Denn nuuk. Echt nichts besonderes. Aber trotzdem interessant. ziemlich große stadt, aber natürlich dünn besiedelt. Und es gibt dort extremen wohnungsmangel. Die an der rezeption im hostel wartet seit 12 jahren auf eine wohnung. Verheiratet mit kind hat man es viel einfacher. Erinnert mich doch ein wenig an die ddr. Aber allein schon die umgebung nuuks verschafft einen großartigen ersten eindruck von grönland. Berge, seen, meer, gletscher, fjorde. Traumhaft. Aber man sieht schon die hohe arbeitslosenquote hier, die hälfte der stadt ist ghetto.

 Heute bin ich nach kangerlussuaq geflogen, wo der trail anfängt, und zum ersten ma kein security check am flughafen. Total entspannt alles. Allgemein grönländer, total freundlich, super mentalität. Man grüßt sich auf der straße, alleine hier hat jeder aus dem auto gewunken, der an mir vorbeigefahren ist. Und das wetter ist auch erstaunlich gut, bisher nur sonnenschein und fast 20 grad.

Noch ein kleiner nachtrag zu island. Dort hat mir zum ersten ma ein vogel auf den kopf geschissen und mich angegriffen. Lag daran, daß die nester auf dem zeltplatz waren. Nichtsdestotrotz: scheiß dämliche drecksviecher;)

Und ich hab die grenze zwischen europa und nordamerika am westlichen ende islands überquert. Cool.

So denn, ich hoffe bis in ca. 10 tagen, ansonsten SUCHT NACH MIR!!!;)

fire and ice



Hi ihr im herrlich warmen rostock

Es gibt dann doch was zu lesen von mir. Alles fing ja in dänemark an. Und ich bin echt sehr positiv überrascht von dem land. Schöne städte und coole menschen. Dänen sollen ja als die glücklichsten menschen der welt gelten. Wulle, jetzt kann ich verstehen, daß du ständig dort urlaub machst. In aarhus angekommen, und der erste „rückschlag“. Volbeat, die erfolgreichste dänische band, hat dieses jahr ein einziges konzert in dänemark gegeben, natürlich an dem wochenende in aarhus. Demzufolge war alles ausgebucht, selbst in der umgebung bis 50km. Also fix was neues finden, und so ging es für 3 tage nach aalborg. Auch nicht schlecht, aber da gibt es fast nichts zu tun. Zum glück war in der unterkunft gleichzeitig ein althippie, die die guten alten tage in kristiana (alternative community bei kopenhagen) noch mitgemacht hat. Machte den aufenthalt kurzweilig.

Wenn wer ma lust hat auf ein verlängertes wochenende in aarhus, ich würde gern nochma dahin.

Und dann ging das abenteuer so langsam los. Auf nach norddänemark zur fähre. Nicht schlecht. Von bar, restaurant, videospiuelen, fußballplatz, swimming-pool usw war alles vorhanden. Aber es sollte sich auf der fähre schon andeuten, was mich erwartet. Entweder alte säcke oder loser mit kindern;).

Eigentlich keine backpacker. Egal, ich will eh mein ding alleine durchziehen. Auf den färöern angekommen. Apropo, bildung mit alex (oder klugscheißen;) )es heißt nicht färöer inseln, sondern nur färöer. Weil es schafsinseln heißt. Und färöer-inseln würde schafs-inseln-inseln bedeuten.

Die erste nacht auf dem zeltplatz halb abgesoffen, da mein neu erworbenes zelz nicht wasserdicht ist. Nicht so geil mit feuchten klamotten die keine chance haben bei dem klima zu trocknen. mußte ich mir eine plane kaufen. Aber ansonsten bin ich total begeistert von dem land. Wunderschöne natur, wahrscheinlich grüner als irland, verträumte kleine städte bzw dörfer, ungleublich liebe und freundliche einheimische, keine kriminalität, keine mücken und hin und wieder auch ma sonne. Es wird trotzdem kaum wärmer als 12°C. ich würde sagen – märchenwelt trifft westliche welt.

Auf geht’s zum hauptreiseziel, island, das land aus feuer und eis. Aller anfang war schwer, überhaupt von der fähre im osten nach reykjavik im südwesten zu kommen. Island ist zwar nicht groß, aber wesentlich größer als geglaubt. Also, mit dem bus 30 min zur nächsten größeren stadt gefahren, um herauszufinden, daß der ganze trip per bus ca. 20 stunde gedauert hätte mit 2ma umsteigen. 20h? hallo? In island??? Und die busse sind auch echt richtig teuer. Naja, da der bus zum flughafen fuhr, gab es 2 alternativen. Fliegen oder auto. Leider war der nächste flug nach reykjavik ausgebucht und bis 20 uhr wollte ich nicht warten, also letzte option – auto mieten für einen tag. Über 200 €, auch wegen rückführungskosten. So begann mein erster roadtrip durch island. Und scheiße eh, mit 2 pausen hat mich das 10h gekostet auf guten straßen. Da war der gedanke endgültig gestorben, daß island klein ist. Irgendwann doch angekommen. Naja, reykjavik ist ganz nett, ungefähr so groß wie hro und 2 tage dort reichen eigentlich auch. Aber immerhin habe ich etwas gemacht/ gesehen, was ich noch nie gemacht habe und was einzigartig auf der welt ist. Ich war in einem vulkan innen drin. Aja, in reykjavik gibt es ein punkmuseum. Es gab da tatsächlich ma eine einigermaßen große bewegung. Und auf isländisch heißt punk=pönk. Süß;)

Dann ging es los. Auto angeholt. Die erste woche mit einem holländer gereist, und dann endlich meine welt. Eigenes auto alleine, natur, und sonst nichts. Und ja, ein paar traumhafte flecken natur gefunden für hiking. Unterm strich zwar nichts, was ich nicht schon ma irgendwo anders gesehen hätte, aber egal. Ein tag davon sollte mein glückstag werden. Morgens kam niemand um für den zeltplatz zu abzukassieren (ich penn im auto), danach einen kaffee für lau weil der kartenlesegerät nicht funktionierte, dann das beste wetter was man in den bergen erwarten kann gehabt (da brauch man vieeel glück), am ende des hikes hat mir ein isländer ein bier ausgegeben, an der bushaltestelle angekommen um wieder zurück zum auto zu kommen, eine minute später kam der bus (oder man wartet ewig lange auf den nächsten) und die letzten 25km per anhalter gefahren und dafür mußte ich auch nur vllt. 5 min warten. Und zu guter letzt, ist der becher quark aufgeplatzt während des hikes, aber nur leicht abwischbare sachen im rucksack eingesaut.

So, jetzt bin ich eigentlich mit allem durch was ich mir vorgenommen habe für island, habe mir paar kleinigkeiten für die letzten 4 tage noch reausgesucht. Und gestern und heute mache ich wochenende. Sprich einfach ma gar nichts. Auf dem campingplatz habe ich strom, internet und eine küche mit aufenthaltsraum und heizung. Und am 3.8. flieg ich abends dann nach nuuk.

Ok, island: ich glaube, ich hatte noch nie so extrem hohe erwartungen an ein land wie dieses, und leider werden sie nicht ganz erfüllt. Erstens, es ist scheiße touristisch, schlimmer als irgendwo sonst wo ich war. Gefühlt gehört es zum guten ton für die scheiß reichen spießer einma nach island zu reisen. Zweitens, die natur ist nicht ganz so atemberaubend wie angenommen. Und naja, das wetter kann bestenfalls ganz nett werden. Zumindest wärmer als auf den färöern, aber viel regen und am allernervigsten der nebel. Was sooo schade ist. Ab 300m höhe siehst du dann einfach gar nichts mehr und kannst den hike quasi abbrechen. Ist nicht jeden tag so, aber zu oft.

Ich schick euch ein photo mit vom krassesten nebel. highway in den bergen und sichtweite 1 meter. Dazu einspurige brücken.

Denn, ich genieß meinen letzten tag „wochenende“ noch und die letzten 5 tage island, freu mich schon auf grönland und eigentlich sieht man sich ja auch in 3 wochen schon wieder.

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top of the world



Namaste,

einen gibt’s dann noch zum abschluß. Da ich nicht mehr genau weiß, von wo der letzte kam, geht’s einfach in indien weiter. Ich glaub in goa hab ich das letzte ma geschrieben. Und es wurde danach nicht wesentlich besser. Das größte shithole indiens, und damit der welt, ist kolkata. Das land ist einfach überfüllt mit menschen, es ist laut, zu wenig backpacker, und das schlimmste überhaupt sind die menschen. Sie sind unfreundlich und dumm, ich mein nicht ungebildet, sondern wirklich dumm! Natürlich nicht alle, aber einfach viel zu viele.

Von kolkata gings weiter nach bangladesch. Ein land, das ich mir echt hätte sparen können. Noch viel schlimmer als indien, aber zumindest sind die menschen netter und nicht so scheiße wie viele inder.

War auch nur 10 tage da, war im südöstlichsten zipfel des landes, eigentlich schon eher myanmar. Eine kleine insel, die echt schön sein könnte, aber verschmutzt. Plastikmüll und anderes überall, der strand ist voll davon, kein bier oder alc und abends die große langeweile. Zum glück hab ich 5 bangladeschi auf der fähre kennengelernt, hat es erträglich gemacht. Dann noch in einen anderen ort im nordosten, auch nichts spezielles, und von dort wollte ich eigentlich nach nepal weiter. Nachdem mir gesagt wurde, daß es keinen bus gibt, (im nachhinein habe ich erfahren, daß es doch einen gibt –fuck you), und ich zurück nach kolkata müsse, war ich einen klick weit entfernt, mit einer bangladeschi airline nach kathmandu zu fliegen, ich hab aber ganz kurz vorm letzten schritt gelesen, daß gepäck mich nochma 50 euro extra kostet, und mich somit für kolkata entschieden. Im nachhinein eine sehr schlechte wahl. Ich hätte fliegen sollen, weil: mit dem bus zurück nach dhaka über nacht, frühs direkt den nächsten bus nach kolkata genommen, der bus mußte über ein gewässer per fähre, aber da tausende busse und lkws zur gleichen zeit rüber wollten, haben wir echt über 3 stunden gewartet. Damit zu spät an der grenze angekommen, die schon geschlossen war, so in dem schäbigsten hotel meines lebens übernachtet, den nächsten morgen dann im überfülltesten zug meines lebens weiter nach kolkata, direkt zum bahnhof um mir ein ticket nach nepal oder zumindest zur grenze zu kaufen. Ich wurde zu 3 schaltern geschickt, überall war ich falsch, dann sollte ich zum schalter der nur für ausländer ist, aber am anderen ende der stadt (total dämlich), dort meinten die, daß der zug für eine weile ausgebucht ist, weiter zum busbahnhof. Mega unfreundliche ticketverkäufer, die mir nicht helfen wollten!!!, bis mir endlich einer sagte, ich müsse zu einem anderen busbahnhof. Alles klar, ok, mach ich. Und da das gleiche spiel. Nach gut 5 stunden verzweifelt und vergebens durch kolkata herumirren, bin ich völlig frustriert, voller wut und abneigung gegen dieses scheiß land ins hostel. Eine hoffnung gab es noch – eine agentur beauftragen mir ein ticket zu besorgen. So weit, so schlecht, aber gute nachricht, kein problem, ich kann mir den nächsten tag das ticket abholen. Voller hoffnung und erleichterung zurück zum hostel, und das einzige getan, was man machen kann, vollaufen lassen. Den nächsten tag bin ich dann halt zurück um mein ticket abzuholen, und siehe da, auch er konnte keines bekommen. Gebt mir einen knüppel in der situation, und ich hätte alle inder verprügelt. Zurück zum hostel, und da konnte mir endlich einer wirklich helfen. Er ist mit mir zum busbahnhof, einer wo ich schon war, natürlich, und nach langem hin und her habe ich tatsächlich am ende des tages ein gültiges ticket in meinen händen gehalten. Darauf erstma einen trinken. 2 tage später bin ich an der grenze angekommen, gut 20 stunden im bus, und kaum die grenze überquert, war die welt wieder in ordnung. Menschen die englisch sprechen und freundlich sind, und es war ganz einfach ein busticket nach kathmandu zu bekommen. 4 stunden auf die abfahrt warten. Macht nichts, geht’s halt zum frühshoppen. Eine weitere nacht später war ich dann endlich in kathmandu. Und endlich wieder spaß. Geiles hostel, viele coole backpacker, coole umgebung. Ich hab 5 tage am stück gefeiert, einfach nur weil ich wieder mit normalen netten menschen zusammen war. Und dann stand ja das highlight südasiens an. Der hike zum everest base camp (ebc). Die erste abfahrt verpaßt weil der bus ausgefallen ist. Macht nichts, ich verbring gern noch eine nacht in dem hostel, den nächsten tag 2 möglichkeiten verpaßt weil ich so früh am morgen noch besoffen war, dadurch habe ich einen anderen backpacker kennengelernt, mit dem ich dann zusammen den ganzen hike gemacht habe. Und dann ging es los. 16 tage hiking, insgesamt über 200km durch die berge gelaufen, weit über 10.000 höhenmeter gemacht, weil es geht ständig bergauf und –ab. Und das mit knapp 20kg auf dem rücken. Wenn es nur leicht bergauf oder –ab ging, also 100m hoch und runter sind halt nichts im vergleich, haben wir es nepal-flach genannt;) Ich habe endlich wieder ein vernünftiges level an fitness erreicht, und meine beiden beine sehen endlich wieder gleich aus, 18 monate nach dem beinbruch;) der ganze hike war eigentlich relativ einfach, man muß halt nur für jedes wetter gewappnet sein. Von sehr warm bis arschkalt, sonne, regen, schnee. Und es gibt lodges überall auf dem weg wo man übernachtet und essen kriegt. Überall ist es so, daß die unterkunft extrem billig ist, mit der voraussetzung, daß man dort ißt. Die preise sind eh pro dorf überall gleich. Essen ist aber sehr sehr teuer, es wird alles per esel oder yak hochgebracht, und am ende schleppen menschen alles hoch, was man braucht zum leben.

Und die ganze zeit ist man in den bergen, hat rund um die uhr die schönsten aussichten mit die es gibt, man sieht die höchsten gipfel, die majestätisch in den himmel ragen und wenn man dann endlich den mount everest sieht, den höchsten punkt der erde, das war selbst für mich ein besonderer anblick. Eine traumhafte landschaft aus schnee, eis, bergen. Kurze hoffnung, daß das mit mir und schnee doch noch was werden könnte;)

Außerdem war ich im höchsten irish pub der welt und der höchsten bäckerei der welt. Apropo bäckerei, ich hab so viel geld in den ganzen bäckereien gelassen. Aber gut, man hat eigentlich ständig hunger. Ca 5000 kalorien, die man täglich verbrennt. Und wir haben täglich nur eine zigarette geraucht, jedesma wenn wir das tagesziel erreicht hatten. Und kein alc. Also echt gesund gelebt.

Ich dachte mir so, du scheiß zugspitze, du etwas größerer maulwurfshügel, dich lauf ich an einem tag mit nem kasten bier im arm hoch;) überheblich? Oh ja;)

16 tage später völlig erleichtert und ziemlich am ende mit der kraft und der psyche, in lukla angekommen, von wo ich zurück nach kathmandu geflogen bin. Naja, der gefährlichste flughafen der welt, und sämtliche nepalesischen airlines stehen auf der schwarzen liste. Mein gefühl war dennoch ganz ok und ich wurde zum abschluß nochma mit wunderschönen aussichten übers himalaya verwöhnt.

16 tage lang das schönste mit gesehen, was die natur zu bieten hat, und halt auch immer wieder die gleichen leute getroffen. Gibt eine art gemeinschaftsgefühl.

Am ende habe ich aber beschlossen, daß es wohl das letzte ma gewesen war, daß ich in weit über 5000m höhe war. Viel mehr als 3000m brauch ich nicht mehr. Es macht schon spaß und ist jedesma eine herausforderung, aber die verdammt dünne luft, die jeden schritt doppelt so schwer werden läßt, die atmung fällt schwer, nachts hab ich in 5000m höhe kaum schlafen können weil ich nach luft gehechelt habe. Es ist kalt dort oben. Weiter unten ist es auch schön und einfacher. Eigentlich schade, ich hab die gabe und das glück, daß ich kaum anzeichen von höhenkrankheit kriege, aber trotzdem.

Danach noch einige tage im gleichen hostel in kathmandu gefeiert, einige leute vom hike wiedergetroffen, und einfach nur die beine ausstrecken und nichts großes machen, außer ausschlafen, kaffee nach dem aufstehen und aufs erste bier wartemn;)

Ich durfte erfahren, daß ich bei einem e-visa für indien nur per flugzeug einreisen darf, und da ich nochma zurückwollte um das taj mahal zu sehen, blieb mir nichts anderes übrig. Und ma ehrlich, dann doch lieber 90 min fliegen, als 35!!! Stunden im bus. Mit air india. Und da hatte ich mit dem land komplett abgeschlossen. Es gab nur stewards, und natürlich unfreundlich. Ich bin schon mit zig airlines geflogen, und das erste ma, daß ich beim betreten des flugzeugs weder begrüßt wurde noch daß mir gezeigt wurde, wo mein platz ist. Und ja, die waren auch während des fluges unfreundlich.

Zum glück hab ich ein geniales hostel in delhi gefunden, und nur coole leute dort. Wieder 5 tage nur gefeiert und versucht mir irgendwie die stadt verkatert anzugucken.

Tagesausflug zum grund für indien zum 2., taj mahal. Naja, kann man ma gesehen haben, muß man aber auch nicht unbedingt. Bin jetzt noch ein paar tage in jaipur, südlich von delhi, wieder glück mit dem hostel, wieder leute mit denen ich was machen kann, und interessante stadt. Voller alter burgen, festungen, paläste, sehr gut erhalten.

Übermorgen zurück nach delhi für 2 tage, meine leber noch ma strapazieren und denn geht’s ab nach hause. Ich hab so dermaßen viel bier getrunken in den letzten wochen, ich glaub, ich hab etwas zugenommen und einen kleinen bierbauch gekriegt.

Mir reichts auch. Ich brauch urlaub. Kein kommentar, reisen ist anstrengender als arbeiten, natürlich auch schöner;)

12:25 mittags am 27.5. sollte ich in rostock am bahnhof sein. Ich habe mir ma was gegönnt. Ich flieg mit lufthansa. Wollte ich schon immer ma, und ist zeitlich einfach perfekt. Von delhi nach münchen, eine stunde layover, hetzen, und weiter nach berlin fliegen. Wird mein erster flug innerhalb deutschlands.

Und wenn ich da bin, schaltet ma die sonne an. Geht ja gar nicht, ende mai und arschkalt.

Denn bis nächste woche Montag, oder Dienstag, oder Mittwoch…

zum anhang: erstes bild: der unscheinbare in der mitte ist der everest, und der große rechts daneben ist der Lhotse, der 4. höchste der welt
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emirates über alles



Ich will nie wieder mit etwas anderem fliegen. Die sind einfach das maß aller dinge. Die sichersten, der beste service und trotzdem nicht teuer. Flugbegleiter aus 11 verschiedenen ländern, beine komplett ausstrecken, alkohol soviel ich wollte, gutes essen, das beste unterhaltungsprogramm mit live-sport!!! 20MB kostenfreies internet, lufterfrischer wurde vorm start gesprüht.

Ramones hören und whisky trinken. Ich hoffe ich muß mir nie wieder scheiß airlines ala condor oder german wings antun.

Wo wir gerade beim fliegen sind, der absturz der ethiopian. Sehr mulmiges gefühl wenn man erst wenige tage vorher mit denen geflogen ist und noch viel schlimmer, wenn ich bedenke, daß ich womöglich 3 wochen vorher mit dem gleichen flugzeug von nairobi nach addis geflogen bin. Es hätte quasi mich erwischen können.

Okay, also dubai. Hat mir nicht gefallen. 2 tage waren völlig ausreichend. Dubai besteht fast ausschließlich aus wolkenkratzern, es gibt keine natur, man findet nicht ma einen baum, es wird mit reichtum nur so geprotzt, man kommt teilweise nicht weiter weil es keine fußwege gibt. War schon cool burj khalifa zusehen, das höchste gebäude der welt, aber ansonsten…

Zum glück ging es weiter nach maskat, oman, per bus. Der beste bus seit damals südamerika. Bequem, viel platz, nicht voll und pünktlich nach zeitplan gefahren.

Oman, wahre arabische welt. Ich hab mich etwas geärgert, daß ich mir nur 6 tage dafür genommen habe, 2 wochen wären besser gewesen. Super einfach zu reisen, super sicher, unglaublich freundliche menschen, sehr sehr günstiges land, top infrastruktur, nirgends massen von menschen, und einige echt richtig schöne flecken natur. Ich hab mir für 1 tag ein auto gemietet. Ein traum - keine tour, kein guide. Sondern alleine, unabhängig.

Dafür, daß mich der mittlere osten bisher eigentlich überhaupt nicht interessiert hat, muß ich sagen, daß ich echt begeistert war und wahrscheinlich eines tages die arabische welt etwas länger bereisen werde.

Und wieder zurück nach dubai für 1 tag um meinen flug nach indien zu kriegen.

Witzige sache am grenzübergang. Nachdem ich meinen stempel für die emirate hatte und im bus gewartet hab, daß es weiter geht, wollte im bus jemand meinen paß sehen, und naja, die grenzbeamten in den emiraten sind nicht als solche zu erkennen. Keine uniform, nur die typisch arabischen weißen umhänge und ich hab keinen ausweis gesehen. Also hab ich dem typen gesagt, daß ich seinen ausweis sehen will, wenn er meinen paß sehen will. Also es war mehr als klar, daß er da arbeitet, weil alle anderen haben ihm auch den paß gezeigt. Aber ich war ma wieder in der stimmung, wie, ihr geht mir auf den sack, übertreibts nicht mit eurer übertriebenen sicherheit, sei wenigstens freundlich.war er nicht, und weil ich seine autorität etwas untergraben hatte, durfte ich noch einma zurück ins büro, einige minuten warten bis er mit 2 anderen leuten auf mich zukam und mir zum glück völlig entspant erklärt haben, daß ich mir doch keine sorgen machen solle wenn wer meinen paß sehen will, da dort ja eh nur beamte sind. Innerlich hab ich mir gedacht, leckt mich, äußerlich freundlich entschuldigt, und zurück in die emirate.

Die nacht darauf der nächste flug mit emirates, nach kochi, indien. Wo ich den einen engländer aus afrika wiedergetroffen habe. Und ich habe mir in der letzten nacht in dubai bedbugs eingefangen. Schöne scheiße. Ma gucken wie ich die loswerde, oder vllt. Sind sie ja auch schon weg.

Kochi. Endlich wieder richtig heiß mit täglich 35 grad und nachts nicht viel kühler. In der hoffnung auf endlich wieder party mit viel alc nach 10 tagen arabien, wurde ich bitter enttäuscht. Es gibt in jedem staat indiens eigene gesetze, und im süden sind die echt streng. Bier ist teuer, gibt es nur in wenigen bars mit der nötigen lizenz, und es hängen nur einheimische männer dort ab. Ansonsten einen tag einen hike gemacht, etwas enttäuschend, da der hike in dem park von 15km auf 2km aus sicherheitsgründen wegen der elefanten gekürzt wurde.  Und einen tag eine bootstour durch die ganzen kanäle, genannt „backwater“.

Per nachtzug weiter nach goa. Die große hoffnung für party, am besten 24h lang. Nein, kaum party hier. Aber immerhin bezahlbares bier und alc gibt es überall. Bin jetzt seit 5 tagen hier, eigentlich nur am faulenzen. Richtig viel kann man hier nicht machen. Wenigstens kann ich sagen, einige von euch hören nur goa, ich bin in goa;)

Aber so richtig warm werd ich noch nicht mit indien, was nicht an der kultur liegt, sondern nicht genug spaß hab, was wahrscheinlich einfach gerade nur pech ist.

Übermorgen geht es in einen vorort von mumbai um das gefährlichste fort der welt hochzulaufen. Glaub ich nicht, daß es das ist, klingt aber nach abenteuer.

Übrigends habe ich seit gestern den 3. Versuch begonnen mit dem rauchen aufzuhören und klappt bisher ganz gut. Hoffentlich klappt es dieses ma. Immerhin raucht hier im hostel keiner, was echt hilft, und ich hab gerade keinen langweiligen job der mich die ersten 2 versuche rückfällig werden lassen hat.

Ich muß sagen, diese reise verlief extrem gut ohne zwischenfälle wie auto kaputt, oder bestohlen zu werden oder sowas halt. Dafür fang ich etwas an, an mir zu zweifeln. Ich verlier und vergeß ständig sachen in hotels oder hostels. Etwas total untypisches für mich. Ein handtuch, einen stoffbeutel, eine jacke, eine ladekabel fürs handy, unterwäsche.

Und wißt ihr was richtig eklig und nervig ist? Wenn das shampoo im rucksack vollständig ausläuft und sich überall verteilt. Hat mich einen nachmittag gekostet.