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rostock calling once again

Thursday, March 16, 2017, 17:02:00

auf einen letzten von hier.
viel ist nicht mehr passiert, aber der abschluss fehlt ja noch. 
ich hatte ja 2 tage auf dem boot nach belem. war ok, zum glueck kaum passagiere, hatte schon befuerchtet, dass es total voll wird. und nach so vielen tagen ist der amazonas auch nichts besonderes mehr. witzig war nur der 2. abend, als die crew mich zu so einigen drinks eingeladen hat. am naechsten morgen bin ich auf dem boden unter der haengematte aufgewacht mit rot gefaerbten haaren. ich kann mich an absolut nichts erinnern, kein plan. aber sieht ganz gut aus. da hat mir echt wer im suff die haare gefaerbt. tze.
in belem hab ich dann auf meinen kumpel gewartet der von dort stammt, nach 2 tagen hat er mich dann auhc endlich abgeholt. bei ihm in der wohnung waren noch 3 andere deutsche und zusammen sind wir auf eine insel fuer einen tag und konnten in seinem gaestehaus dort schlafen. zufriedenstellender abschluss fuer suedamerika. unter anderem ein menschenleerer strand, warmes wasser und kaltes bier. das erste ma, dass ich hier baden war. und danach noch eine dschungelwanderung. hab ich das auch noch ma gemacht. und ich hab einen alligator gesehen, einen wilden, frei herumlaufenden. es waren aber ca. 150m dazwischen. aber krass, sowas ma in echt zu sehen.
und jetzt bin ich am flughafen in fortaleza und warte noch gut 4 stunden.
 
fazit:
wundervolle 5,5 monate, wahrscheinlich die intensivsten aller reisen. extrem viele leute kennengelernt mit denen ich super klar kam, viel traumhafte natur gesehen, viele sachen zum ersten ma in meinem leben gesehen. noch auf keiner reise so viel gefroren, locker zwei drittel. 
und was die suedamerika echt noch lernen muessen: es gibt kein gutes bier hier, kaffee ist meistens auch nicht gut, genau wie das essen. erstaunlicherweise gibt es hier keine richtige essenskultur. verdammt viel frittiertes junkfood, allgemein recht ungesund.
und hoert bitte auf zu glauben, dass es hier gefaehrlich sei. sehr sicher hier (ausser brasilien), wahrscheinlich sicherer als die usa. und da wuerde auch keiner sagen “oh man, du willst in die usa? bist du verrueckt, da ist es total unsicher”
also, es hat sich ma wieder gelohnt, und nun freu ich mich auf zuhause. ich brauch urlaub.
na denn, bis morgen hoffentlich
 
ende suedamerika

brazilian infrastructure sucks

Monday, March 6, 2017, 00:39:43

hola,
der vorletzte newsletter, wahrscheinlich.
die fortsetzung:
nachdem mir ja das portemonnaie abhanden gekommen ist, habe ich es nach manizales, erster stop in kolumbien, geschafft. um dort meinen vermutlich letzten hike zu machen. und was soll ich sagen, das alte leid. der hike war ganz ok, leider nur schlechtes wetter und wieder sehr weit oben, das ziel war ein gletscher. halt nichts besonderes, dinge, die ich hier schon zig ma gesehen habe. und womoeglich war dies mein kaelterrekord in suedamerika, oben am gletscher gefuehlte unter 0 grad. und ich wollte doch nicht mehr frieren. dennoch, ein weiteres novum fuer mich in manizales. ich habe zum ersten ma wen aus rostock getroffen. 2 maedels. zaehlt zwar nicht zu 100%, da sie nicht mehr dort wohnen und fuers studium weggegangen sind, aber immerhin. und dann ganz schnell weiter nach medellin, um endlich zu entspannen in der sonne und am besten nur feiern. hat geklappt ca. eine woche lang. dazu hab ich endlich jemanden wiedergetroffen nach wochenlangem sich knapp verpasst zu haben, einen mit dem ich die tour durch die wueste von chile nach bolivien gemacht hab. und wie es so oft hier war, 3 andere sind dazugestossen mit denen wir super klar kamen. eine nacht hatte ich, glaub ich, die beste party mit denen in ganz suedamerika, bis zum naechsten tag mittags um 12. wer sich etwas mit kolumbien auskennt, weiss warum wir so lange gefeiert haben;) eigentlich wollte ich von da aus weiter nach bogota, aber da wir so viel spass zusammen hatten, habe ich einfach noch eine woche kolumbien drangehaengt, sollte zeitlich reichen. also ab zu eienm kleine ort in der naehe, guatape, und welch ein ausblick vom huegel aus auf eine einmalige seenlandschaft. traumhaft. welch ein glueck, dass ich das noch mitgenommen habe. aja, und nachts natuerlich kein ende von party. als ob das nciht reicht, bin ich leider nur noch mit einem von uns 5 nach salento weitergezogen, hat mich zwar nicht allzu sehr gereizt, aber wollte meienn geburtstag nicht alleine verbringen, am besten noch im flugzeug - pffffff. kein weltbewegender geburtstag, aber zu zweit eine grosse flasche rum hat ihr uebriges getan. achso, ansonsten gab es in salento extrem hohe palmen zu sehen, ueber 40 meter hoch. und denn alleine nach bogota um meinen flug nach leticia zu kriegen, mit der airline viva colombia. es gibt definitiv airlines, die vertrauenserweckender klingen. ich habe schon eine alte propellermaschine befuerchtet. war es aber nicht. und ja, vielleicht der ruhigste flug den ich je hatte, ich hatte noch nicht einma druck in den ohren. interessant war der landeanflug in leticia. das flugzeug wird immer niedriger, man sieht weit und breit nur wald, es ist schon fast in den baumkronen, und immer noch keine landebahn zu sehen. naja, sie kam dann noch, sonst wuerd ich ja jetzt nicht schreiben koennen;)
so, leticia, nette kleine, friedliche, tropische stadt im amazonasgebiet. tropisch warm, wie ich es mag. der schweiss laeuft nur so runter, herrlich. am flughafen musste man eine art kurtaxe bezahlen von ca 10 euro. und das sind ja dinge, die ich absolut nicht einsehe. also hab ich gesagt, dass ich nur eine rauchen will draussen und mein gepaeck ja noch abholen muesse. und das hat jemand anderes fuer mich getan als ich noch draussen rauchen war. so spart man 10 euro. den einen tag,den ich dann dort hatte, war fuer organisatorisches um weiterzukommen. stempel holen von kolumbien und brasilien, geld tauschen, bootticket kaufen, rest des tages bis nachts mit den anderen im hostel saufen um den naechsten morgen um 4 aufzustehen. ihr denkt etwas viel party? das war mein ziel fuer die letzten 3 wochen. keine anstrengung mehr. egal, also morgens ab nach manaus. und ich dachte, das schlimmste sei geschafft, wenn ihc dort bin. hah, denkste, geht jetzt erst los. der weg von bogota nach manaus war einfach. manaus, aber ich muss ja nach belem, nur wie? es gibt jedenfalls nichts direktes, ausser fliegen. und gerade denke ich zum ersten ma, dass ich lieber einfach geflogen waere. aber wo bliebe denn dann das abenteuer? nach langem hin und her am hafen in manaus, habe ich ein weiteres bottsticket gekauft, nach santarem, wo ich jetzt bin. was bedeutet hat, ich musste eine nacht in einem hotel (nicht gerade mein budget) in manaus verbringen, ein absolut ueberteuertes taxi bezahlen, und habe zu diesem zeitpunkt schon mehr bezahlt als fuer den moeglichen flug. so weit so schlecht. naechsten morgen ab aufs boot nach santarem. und auf diesem boot wollten die auch noch geld fuers essen haben (beim ersten boot war es inklusive). ich hab darauf ziemlich angepisst reagiert, und nachdem ich eine geraucht hatte, hat ein bootsmitarbeiter mich zur seite genommen - ich dachte schon sonst was - hat mir einen teller richtig voll gemacht und mich nach draussen geschickt, damit es keiner der anderen passagiere mitbekommt, dass ich kostenlos essen bekomme. na also. die welt war wieder etwas besser. so, dann in santarem angekommen, zum glueck wen gefundnen, der englisch konnte, und mir mitgeteilt hat, dass erst 5 tage spaeter ein boot nach belem faehrt. und vom bus haben mir alle abgeraten, weil die strasse zu schlecht ist und auch zu gefaehrlich. eigentlich war das mein plan, mit dem bus weiter. aber wenn einheimische einem so etwas sagen, dann nimmt man das gefaelligst ernst und hoert darauf. und irgendwie hat er (der englisch konnte) gedacht, dass ich kaum noch geld haette, und hat auf dem schiff, mit dem ich angekommen war, gefragt, ob ich dort uebernachten konnte. und die hatten nichts dagegen. cool, eine nacht hotel gespart. am naechsten morgen wollte er mich am boot treffen, es kam wer anderes mit einer englischen nachricht von ihm, dass einen tag spaeter ein boot faehrt. und dieses ma ein langsames, welches 2 tage braucht bis belem, und man schlaeft in einer haengematte, die ich mir natuerlich auch noch kaufen musste. wieder kam der gedanke durch, ob ich jetzt fliege, aber ich dachte mir, nun hast es schon so weit geschafft, und es gibt eine (schlechte) option, also weiter bootfahren. mir wurde auch angeboten, dass ich heute schon aufs boot kann und bis zur abfahrt morgen dort bleiben kann. naja, das boot war noch eine absolute baustelle, und mit baustelle meine ich baustelle. nach 3 stunden hatte ich die schnauze voll, stinklangweilig, und hab mich erst auf die suche nach essen, wasser und bier gemacht - gefunden, und internetcafe - nicht gefunden. dafuer ein hotel, recht luxurioes, fuer knapp 30 euro - mit oeffentlichem computer. dort bin ich jetzt. und der taxifahrer hat mich hier auch wieder abgezockt. unterm strich brauche ich 4 tage laenger, viel mehr stress, und ungefaehr das 5-fache an kosten als wenn ich geflogen waere. tja, so ist das halt. aber in belem werd ich noch wen anderen treffen, der dort lebt, der auch bei der tour chile - bolivien dabei war. und ich will noch eine richtige amazonastour machen, in der man auch tiere sieht. ich will wenigstens die pinken delphine sehen und piranhas grillen. und dann ist suedamerika beendet.
komischerweise finde ich jetzt, dass brasilien das am wenigsten entwickelte und unsicherste land ist, in dem ich hier war. schon erschreckend, wenn man ueberlegt in welchen laendern ich hier war. und was alles in brasilien nicht einfacher macht, ist die sprache. waehrend ich sonst froh war, wenn wer englisch konnte, bin ich jetzt froh, wenn hier wer spanisch kann,damit ich wenigstens irgendwie klar komme. und ja, mein minimalziel der spanischen sprache habe ich geschafft, es ist ungefaehr auf dem niveau meiner russischkenntnisse. das heisst nichts, nur dass mein russisch nach 7 jahren in der schule grauenvoll ist. hmm, 5 monate suedamerika ist genauso gut wie 7 jahre schule.
na denn, drueckt mir die daumen, dass ich am 8. maerz wirklich in belem ankomme
bis dahin