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same same, but different, but still same

Sunday, February 24, 2019, 17:01:07

Hi alle

Ich bin schon wieder überfällig mit schreiben. Die zeit rast, ständig unterwegs, und schon wieder sind 2 monate vorbei. Hab aufgrund der nachfrage schon überlegt, ob ich den newsletter als blog verfasse, aber dann müßte ich mehr schreiben und darauf habe ich echt überhaupt keine lust.

Bevor ich von mwanza fortfahre, noch ein kleiner nachtrag aus malawi, den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Hiking in mount mulanje, und da ist ein blitz neben mir eingeschlagen. Es wurde plötzlich für ein, zwei sekunden sehr hell.

Und jetzt chronologisch weiter. Ab mwanza, letzter stop in tansania. Am lake victoria. Hab den us-amerikaner (dave) zufällig wiedergetroffen (der mit erde = scheibe und solch schwachsinn) und erkannt, daß er auch sonst ein idiot ist. Wie immer kommt man mit den einheimischen in kontakt, ins gespräch. Dazu reicht es, das hotel zu verlassen und weiße hautfarbe zu haben, und natürlich aufgeschlossen zu sein. Jedenfalls hat der local uns mit den bustickets geholfen und uns danach eine echt coole tour auf dem see arrangiert mit einem lokalen fischermann. Wesentlich billiger, und ecken und kleine inseln erkundet, die wohl kein scheiß normal touri je sehen wird. Und er wollte kein geld dafür. Und da beschwert sich dave, weil er eine kleine höhle viel größer erwartet hat. Ich war sauer und selbst unser kostenloser guide, was was heißen will. Der guide hat mich danach noch zu seiner oma eingeladen, auch schon ende 80, trotzdem noch richtig fit, und dann mußte ich mit seiner oma so einige schnäpse hintzerkippen. Selbstgebrannt und stark. Tja dave, einfach ma kein idiot sein, dann erlebst du sowas und hast irre viel spaß.

Und den tag davor habe ich mich in eine art wohnanlage für die superreichen reingeschlichen, bzw. einfach nicht durchs tor gegangen, sondern über felsen reinklettern.

Als nächstes ging es nach ruanda. Eine nervige busfahrt mehr zur grenze, und dann wie fast immer, ma gucken wie ich weiterkomme. Ich hab an der grenze einfach einen weißen angesprochen, wohin er will und wie. Und schon wieder glück gehabt. Er war mit dem eigenen auto unterwegs nach kigali, mein erstes ziel in ruanda. So kommt man zu einer kostenlosen mitfahrgelegenheit. Besser geht’s nicht. Ruanda ist vielleicht das ordentlichste, sauberste und strukturierteste land meiner bisherigen reise. Aber es wird auch extrem unterstützt von einigen westlichen ländern seit dem genozid von 1991 bis 1994. Ich war im genozid museum, und es ist erschreckend wozu menschen tatsächlich in der lage sind, nur durch propaganda. Und gefühlt war das grausamer als was die nazis, khmer, chinesen, japaner oder milosevic getan haben. Mehr will ich dazu nicht schreiben, kann sich jeder selbst darüber informieren.

Im hotel in kigali habe ich eine kenianerin kennengelernt, gleich am ersten tag, und schon war ich wieder nicht alleine. Und eine weitere „kurzzeitromanze“;) jedenfalls sind wir zusammen nach musanze im nordwesten ruandas. Ich muß sagen, es war wohl mein lieblingsort in afrika. Eine kleinstadt, die ich schon mochte, kurz bevor der bus die stadt erreicht hatte. Ich hab mich dort einfach wohl gefühlt. Die größe, der aufbau, die menschen. Schöne natur zum hiking ringsherum.

Uganda. Ich mach es kurz. Ich hatte auch dort eine gute zeit, wie überall sonst, aber nichts außergewöhnlich anderes als in den anderen ländern, nur ma wieder eine andere währung;)

Was ich dort unbedingt sehen wollte, war die quelle, der ursprung des nils. Also es ist ein winziger strom der am ufer des lake victorias beginnt. Absolut kein umwerfender anblick, aber durchaus krass den anfang des (längsten, größten, wasserreichsten??? – zu 100% bestätigt ist das ja nicht, welcher nun, nil oder amazonas. Soll mir egal sein, hab beide gesehn;) ) flusses zu sehen.

In uganda ging auch ein rekord zu ende, unfreiwillig. 20 tage am stück, jeden tag alc. Und mußte nur pause machen wegen der pillen, die mir empfohlen wurden zu nehmen aufgrund des parasiten im lake malawi. Und ja, an einem abend alle 5 pillen auf einma geschluckt, hab nichts gemerkt, weder nebenwirkungen, noch den parasiten.

Dann sollte es nach kenia gehen. Ging es auch. Hab aber kurz überlegt, ob ich es auslasse aufgrund des al-shabaab anschlags in nairobi. Die al-shabaab rekrutiert übrigends gern bei tuk tuk fahrern und ähnliches, weil man sie leichter locken kann. Entweder 100 usd und kaum überleben, oder viel kohle von einer terrororganisation. Sieht man ma wieder wo der eigentliche ursprung des zulaufs liegt. Miese politik, gesellschaft, armut – verzweiflung.

Aber war alles ok in kenia, keine probleme gehabt. Extrem viel gemacht, gesehen habe ich nicht. Eine woche nairobi, eine woche diani beach bei mombasa. Aber diani beach war echt schön, einfach ein paar tage vor allem entfliehen.

Und ich konnte endlich zug fahren, das erste ma außerhalb europas und der transsib. Und schneller, günstiger, bequemer und pünktlicher als jeder bus dort. Nur völlig (für mich) überzogene strenge sicherheitskontrollen. Schlimmer als jeder flughafen, wo ich die maximale sicherheitsstufe eigentlich erwarte. 4 checks. Einma abtasten, dann hunde schnüffeln lassen, und 2 gepäck-scans. Beim 2. Scan hab ich die gefragt was das soll, ob die ihren kollegen 10m davor nicht trauen? Feuerzeug, taschenmesser und schere mußte ich abgeben. Und dann habe ich mich mit denen angelegt. Das war mir echt zu doof. Was sie mir abgenommen haben, habe ich vor deren augen zerbrochen und es damit begründet, daß sie es mir klauen und sich dann freuen, daß sie es mit nach hause nehmen können. Mir wurde dann gesagt, ich könne auch den bahnhof wieder verlassen und zum flughafen fahren, wenn ich die sachen behalten will. Ich gleube, ich bin da echt einen schritt zu weit gegangen bezüglich deren geduld und kann froh sein, daß ich davon gekommen bin. Letztendlich habe ich dann die schnauze gehalten, gerade noch rechtzeitig, und konnte dann den zug nehmen. Aja, den chef der security habe ich in seinem büro auch noch doof angemacht. Immerhin habe ich meine taschenmesser am zielbahnhof wiederbekommen.

Naja, nach 2 wochen war kenia erledigt, ab zum flughafen in nairobi und auf nach addis ababa, äthiopien. Das coole ist, wenn man mit ethiopian airlines reinfliegt, kriegt man 65% rabatt auf sämtliche inlandsflüge.  Habe ich einma in anspruch genommen. Und zum ersten ma überhaupt hatte ich eine zwischenlandung, bei der ich im flugzeug bleiben konnte/ mußte. Also 3 flüge mit ethiopian, und jedesma keine saubere landung oder start trotz guten wetters. Das müssen die jungs noch üben;)

Ein land, das endlich ma anders ist als der rest. Ich muß fast sagen, daß es mein lieblingsland in afrika bisher ist. Es hebt sich positiv ab vom rest. Eine eigene kultur allgemein, eine eigene gute essenkultur (endlich ma was anderes essen). Und es wird eigentlich alles mit den händen gegessen, besser gesagt man benutzt eine art brot, enjera, (sehr sauer) als besteck. Und das einzige land in afrika, das nie kolonialisiert wurde. Trotzdem scheiße arm. Gefühlt am ärmsten von allen. Die armut grinst dir täglich brutal in die fresse, speziell in addis. Sehr viele menschen die auf der straße schlafen.

Die ersten tage in addis habe ich den engländer wiedergetroffen – wieder vieeel party;) außerdem habe ich in addis im museum das älteste menschenähnliche skelett gesehen (3,… mio jahre alt), den größten markt afrikas und hab im ältesten hotel (von 1898) äthiopiens gewohnt.

Habe einen loop nach norden bis zur grenze eritreas gemacht, mit viel hiking, unter anderem 4 tage in den simien mountains. Im norden habe ich kirchen besucht, die in fels reingehauen waren. Dort bin ich auch zum ersten ma frei geklettert. 10m klettern, auch noch barfuß (mußte man), und das ganze in einigen hundert metern höhe. Mit wurde zwar jeder einzelne schritt angezeigt, aber wenn es neben dir extrem steil ca. 500m hinunter geht, dann fühlt man sich nicht sonderlich wohl dabei. Und dann läufst du auf einem einen meter breiten pfad direkt am abgrund. Und das ist nicht übertrieben, es war echt verdammt tief. Ein falscher schritt oder zu viel wind, und man kann mich hinterher in flaschen abfüllen;) aber die aussicht – wow!!!

Ich war in danakil, den tödlichsten ort der welt. Naja, etwas sicherer jetzt seit äthiopien letzten herbst mit eritrea frieden geschlossen hat. Nein, der natürlich lebensfeindlichste ort der welt. Dort existiert nichts. Riesige salzsehen, schwefelseen durch die ich laufen konnte. Und ja, einmalig das zu sehen. Daß ich das noch sagen kann;) sucht photos im internet nach danakil depression. Zum schicken ist das internet hier zu langsam. Außerdem ist es der heißeste ort der welt, höchste jemals gemessene temperatur (58°C) und eines der am niedrigsten gelegenen gebiete der erde.

So, und nun bin ich wieder in addis bis zum 26., weil ich meinen geburtstag hier noch feiern will. Damit habe ich noch 3 tage zum faulenzen. Brauch ich auch ma wieder.

Und heute war der erste tag, an dem ich alleine war in äthiopien. Ansonsten immer richtig coole backpacker gefunden. Was äthiopien für mich auch nochma aufwertet. Und zum ersten ma in afrika waren auch richtige emotionen im spiel beim abschied nehmen. Wie immer ist geplant, daß man sich wiedersieht, ich werde es versuchen. Allgemein muß ich sagen, daß ich in afrika die besten und meisten bekanntschaften mit anderen reisenden gemacht habe. Und natürlich auch mit den einheimischen, sehr sehr viele.

Afrika war anders als die anderen meiner reisen. Definitiv genauso schön, aber intensiver. Weniger natur, aber dafür viel mehr kontakt zu menschen, zur kultur. Ich habe ein verdammt gutes gefühl, daß es nicht das einzige ma afrika gewesen sein wird für mich. Hab schon 2 weitere ideen für 2 reisen in afrika. Ich kann absolut vestehen, wieso sich menschen speziell in diesen kontinent verlieben.

Ich bin einige male kurz in mich gegangen und habe gedacht, welch außergewöhnlich schönes leben ich doch führe.

Und es ist sicher hier. Sei nicht dumm, und es ist sicher.

Bleibt nur noch zu sagen:

Dear africa, ASANTE SANA!!!

(aja, es wird die größte menge an daten an photos und videos die ich mitbringe. Mein usb stick (8gb) ist schon voll)

Meine weitere route ist: am 26. Geht’s in die arabischen emirate für 2-3 tage, dann eine woche oman, und am 8.3. geht’s nach indien. Jeweils mit emirates. Endlich klappts ma. Das erste ma, daß ich mich vielleicht sogar ein bißchen auf einen flug freue, mit der wohl besten airline der welt.

Aja, island und die färöer sind auch schon gebucht. Am 2.7. geht’s per fähre von dänemark los.

Und wenns ganz gut läuft, werde ich im juni kein wochenende zu hause sein. Ma schauen wie ich mich dann fühle. Aber die idee ist eins nach stockholm, eins nach london, eins berlin und vor island noch eine woche nach dänemark. Leute besuchen. Ist ja zum glück nicht so, daß ich am wochenende irgendetwas verpassen würde in rostock.

Ich melde mich dann irgendwann wieder aus indien.