fire and ice



Hi ihr im herrlich warmen rostock

Es gibt dann doch was zu lesen von mir. Alles fing ja in dänemark an. Und ich bin echt sehr positiv überrascht von dem land. Schöne städte und coole menschen. Dänen sollen ja als die glücklichsten menschen der welt gelten. Wulle, jetzt kann ich verstehen, daß du ständig dort urlaub machst. In aarhus angekommen, und der erste „rückschlag“. Volbeat, die erfolgreichste dänische band, hat dieses jahr ein einziges konzert in dänemark gegeben, natürlich an dem wochenende in aarhus. Demzufolge war alles ausgebucht, selbst in der umgebung bis 50km. Also fix was neues finden, und so ging es für 3 tage nach aalborg. Auch nicht schlecht, aber da gibt es fast nichts zu tun. Zum glück war in der unterkunft gleichzeitig ein althippie, die die guten alten tage in kristiana (alternative community bei kopenhagen) noch mitgemacht hat. Machte den aufenthalt kurzweilig.

Wenn wer ma lust hat auf ein verlängertes wochenende in aarhus, ich würde gern nochma dahin.

Und dann ging das abenteuer so langsam los. Auf nach norddänemark zur fähre. Nicht schlecht. Von bar, restaurant, videospiuelen, fußballplatz, swimming-pool usw war alles vorhanden. Aber es sollte sich auf der fähre schon andeuten, was mich erwartet. Entweder alte säcke oder loser mit kindern;).

Eigentlich keine backpacker. Egal, ich will eh mein ding alleine durchziehen. Auf den färöern angekommen. Apropo, bildung mit alex (oder klugscheißen;) )es heißt nicht färöer inseln, sondern nur färöer. Weil es schafsinseln heißt. Und färöer-inseln würde schafs-inseln-inseln bedeuten.

Die erste nacht auf dem zeltplatz halb abgesoffen, da mein neu erworbenes zelz nicht wasserdicht ist. Nicht so geil mit feuchten klamotten die keine chance haben bei dem klima zu trocknen. mußte ich mir eine plane kaufen. Aber ansonsten bin ich total begeistert von dem land. Wunderschöne natur, wahrscheinlich grüner als irland, verträumte kleine städte bzw dörfer, ungleublich liebe und freundliche einheimische, keine kriminalität, keine mücken und hin und wieder auch ma sonne. Es wird trotzdem kaum wärmer als 12°C. ich würde sagen – märchenwelt trifft westliche welt.

Auf geht’s zum hauptreiseziel, island, das land aus feuer und eis. Aller anfang war schwer, überhaupt von der fähre im osten nach reykjavik im südwesten zu kommen. Island ist zwar nicht groß, aber wesentlich größer als geglaubt. Also, mit dem bus 30 min zur nächsten größeren stadt gefahren, um herauszufinden, daß der ganze trip per bus ca. 20 stunde gedauert hätte mit 2ma umsteigen. 20h? hallo? In island??? Und die busse sind auch echt richtig teuer. Naja, da der bus zum flughafen fuhr, gab es 2 alternativen. Fliegen oder auto. Leider war der nächste flug nach reykjavik ausgebucht und bis 20 uhr wollte ich nicht warten, also letzte option – auto mieten für einen tag. Über 200 €, auch wegen rückführungskosten. So begann mein erster roadtrip durch island. Und scheiße eh, mit 2 pausen hat mich das 10h gekostet auf guten straßen. Da war der gedanke endgültig gestorben, daß island klein ist. Irgendwann doch angekommen. Naja, reykjavik ist ganz nett, ungefähr so groß wie hro und 2 tage dort reichen eigentlich auch. Aber immerhin habe ich etwas gemacht/ gesehen, was ich noch nie gemacht habe und was einzigartig auf der welt ist. Ich war in einem vulkan innen drin. Aja, in reykjavik gibt es ein punkmuseum. Es gab da tatsächlich ma eine einigermaßen große bewegung. Und auf isländisch heißt punk=pönk. Süß;)

Dann ging es los. Auto angeholt. Die erste woche mit einem holländer gereist, und dann endlich meine welt. Eigenes auto alleine, natur, und sonst nichts. Und ja, ein paar traumhafte flecken natur gefunden für hiking. Unterm strich zwar nichts, was ich nicht schon ma irgendwo anders gesehen hätte, aber egal. Ein tag davon sollte mein glückstag werden. Morgens kam niemand um für den zeltplatz zu abzukassieren (ich penn im auto), danach einen kaffee für lau weil der kartenlesegerät nicht funktionierte, dann das beste wetter was man in den bergen erwarten kann gehabt (da brauch man vieeel glück), am ende des hikes hat mir ein isländer ein bier ausgegeben, an der bushaltestelle angekommen um wieder zurück zum auto zu kommen, eine minute später kam der bus (oder man wartet ewig lange auf den nächsten) und die letzten 25km per anhalter gefahren und dafür mußte ich auch nur vllt. 5 min warten. Und zu guter letzt, ist der becher quark aufgeplatzt während des hikes, aber nur leicht abwischbare sachen im rucksack eingesaut.

So, jetzt bin ich eigentlich mit allem durch was ich mir vorgenommen habe für island, habe mir paar kleinigkeiten für die letzten 4 tage noch reausgesucht. Und gestern und heute mache ich wochenende. Sprich einfach ma gar nichts. Auf dem campingplatz habe ich strom, internet und eine küche mit aufenthaltsraum und heizung. Und am 3.8. flieg ich abends dann nach nuuk.

Ok, island: ich glaube, ich hatte noch nie so extrem hohe erwartungen an ein land wie dieses, und leider werden sie nicht ganz erfüllt. Erstens, es ist scheiße touristisch, schlimmer als irgendwo sonst wo ich war. Gefühlt gehört es zum guten ton für die scheiß reichen spießer einma nach island zu reisen. Zweitens, die natur ist nicht ganz so atemberaubend wie angenommen. Und naja, das wetter kann bestenfalls ganz nett werden. Zumindest wärmer als auf den färöern, aber viel regen und am allernervigsten der nebel. Was sooo schade ist. Ab 300m höhe siehst du dann einfach gar nichts mehr und kannst den hike quasi abbrechen. Ist nicht jeden tag so, aber zu oft.

Ich schick euch ein photo mit vom krassesten nebel. highway in den bergen und sichtweite 1 meter. Dazu einspurige brücken.

Denn, ich genieß meinen letzten tag „wochenende“ noch und die letzten 5 tage island, freu mich schon auf grönland und eigentlich sieht man sich ja auch in 3 wochen schon wieder.

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top of the world



Namaste,

einen gibt’s dann noch zum abschluß. Da ich nicht mehr genau weiß, von wo der letzte kam, geht’s einfach in indien weiter. Ich glaub in goa hab ich das letzte ma geschrieben. Und es wurde danach nicht wesentlich besser. Das größte shithole indiens, und damit der welt, ist kolkata. Das land ist einfach überfüllt mit menschen, es ist laut, zu wenig backpacker, und das schlimmste überhaupt sind die menschen. Sie sind unfreundlich und dumm, ich mein nicht ungebildet, sondern wirklich dumm! Natürlich nicht alle, aber einfach viel zu viele.

Von kolkata gings weiter nach bangladesch. Ein land, das ich mir echt hätte sparen können. Noch viel schlimmer als indien, aber zumindest sind die menschen netter und nicht so scheiße wie viele inder.

War auch nur 10 tage da, war im südöstlichsten zipfel des landes, eigentlich schon eher myanmar. Eine kleine insel, die echt schön sein könnte, aber verschmutzt. Plastikmüll und anderes überall, der strand ist voll davon, kein bier oder alc und abends die große langeweile. Zum glück hab ich 5 bangladeschi auf der fähre kennengelernt, hat es erträglich gemacht. Dann noch in einen anderen ort im nordosten, auch nichts spezielles, und von dort wollte ich eigentlich nach nepal weiter. Nachdem mir gesagt wurde, daß es keinen bus gibt, (im nachhinein habe ich erfahren, daß es doch einen gibt –fuck you), und ich zurück nach kolkata müsse, war ich einen klick weit entfernt, mit einer bangladeschi airline nach kathmandu zu fliegen, ich hab aber ganz kurz vorm letzten schritt gelesen, daß gepäck mich nochma 50 euro extra kostet, und mich somit für kolkata entschieden. Im nachhinein eine sehr schlechte wahl. Ich hätte fliegen sollen, weil: mit dem bus zurück nach dhaka über nacht, frühs direkt den nächsten bus nach kolkata genommen, der bus mußte über ein gewässer per fähre, aber da tausende busse und lkws zur gleichen zeit rüber wollten, haben wir echt über 3 stunden gewartet. Damit zu spät an der grenze angekommen, die schon geschlossen war, so in dem schäbigsten hotel meines lebens übernachtet, den nächsten morgen dann im überfülltesten zug meines lebens weiter nach kolkata, direkt zum bahnhof um mir ein ticket nach nepal oder zumindest zur grenze zu kaufen. Ich wurde zu 3 schaltern geschickt, überall war ich falsch, dann sollte ich zum schalter der nur für ausländer ist, aber am anderen ende der stadt (total dämlich), dort meinten die, daß der zug für eine weile ausgebucht ist, weiter zum busbahnhof. Mega unfreundliche ticketverkäufer, die mir nicht helfen wollten!!!, bis mir endlich einer sagte, ich müsse zu einem anderen busbahnhof. Alles klar, ok, mach ich. Und da das gleiche spiel. Nach gut 5 stunden verzweifelt und vergebens durch kolkata herumirren, bin ich völlig frustriert, voller wut und abneigung gegen dieses scheiß land ins hostel. Eine hoffnung gab es noch – eine agentur beauftragen mir ein ticket zu besorgen. So weit, so schlecht, aber gute nachricht, kein problem, ich kann mir den nächsten tag das ticket abholen. Voller hoffnung und erleichterung zurück zum hostel, und das einzige getan, was man machen kann, vollaufen lassen. Den nächsten tag bin ich dann halt zurück um mein ticket abzuholen, und siehe da, auch er konnte keines bekommen. Gebt mir einen knüppel in der situation, und ich hätte alle inder verprügelt. Zurück zum hostel, und da konnte mir endlich einer wirklich helfen. Er ist mit mir zum busbahnhof, einer wo ich schon war, natürlich, und nach langem hin und her habe ich tatsächlich am ende des tages ein gültiges ticket in meinen händen gehalten. Darauf erstma einen trinken. 2 tage später bin ich an der grenze angekommen, gut 20 stunden im bus, und kaum die grenze überquert, war die welt wieder in ordnung. Menschen die englisch sprechen und freundlich sind, und es war ganz einfach ein busticket nach kathmandu zu bekommen. 4 stunden auf die abfahrt warten. Macht nichts, geht’s halt zum frühshoppen. Eine weitere nacht später war ich dann endlich in kathmandu. Und endlich wieder spaß. Geiles hostel, viele coole backpacker, coole umgebung. Ich hab 5 tage am stück gefeiert, einfach nur weil ich wieder mit normalen netten menschen zusammen war. Und dann stand ja das highlight südasiens an. Der hike zum everest base camp (ebc). Die erste abfahrt verpaßt weil der bus ausgefallen ist. Macht nichts, ich verbring gern noch eine nacht in dem hostel, den nächsten tag 2 möglichkeiten verpaßt weil ich so früh am morgen noch besoffen war, dadurch habe ich einen anderen backpacker kennengelernt, mit dem ich dann zusammen den ganzen hike gemacht habe. Und dann ging es los. 16 tage hiking, insgesamt über 200km durch die berge gelaufen, weit über 10.000 höhenmeter gemacht, weil es geht ständig bergauf und –ab. Und das mit knapp 20kg auf dem rücken. Wenn es nur leicht bergauf oder –ab ging, also 100m hoch und runter sind halt nichts im vergleich, haben wir es nepal-flach genannt;) Ich habe endlich wieder ein vernünftiges level an fitness erreicht, und meine beiden beine sehen endlich wieder gleich aus, 18 monate nach dem beinbruch;) der ganze hike war eigentlich relativ einfach, man muß halt nur für jedes wetter gewappnet sein. Von sehr warm bis arschkalt, sonne, regen, schnee. Und es gibt lodges überall auf dem weg wo man übernachtet und essen kriegt. Überall ist es so, daß die unterkunft extrem billig ist, mit der voraussetzung, daß man dort ißt. Die preise sind eh pro dorf überall gleich. Essen ist aber sehr sehr teuer, es wird alles per esel oder yak hochgebracht, und am ende schleppen menschen alles hoch, was man braucht zum leben.

Und die ganze zeit ist man in den bergen, hat rund um die uhr die schönsten aussichten mit die es gibt, man sieht die höchsten gipfel, die majestätisch in den himmel ragen und wenn man dann endlich den mount everest sieht, den höchsten punkt der erde, das war selbst für mich ein besonderer anblick. Eine traumhafte landschaft aus schnee, eis, bergen. Kurze hoffnung, daß das mit mir und schnee doch noch was werden könnte;)

Außerdem war ich im höchsten irish pub der welt und der höchsten bäckerei der welt. Apropo bäckerei, ich hab so viel geld in den ganzen bäckereien gelassen. Aber gut, man hat eigentlich ständig hunger. Ca 5000 kalorien, die man täglich verbrennt. Und wir haben täglich nur eine zigarette geraucht, jedesma wenn wir das tagesziel erreicht hatten. Und kein alc. Also echt gesund gelebt.

Ich dachte mir so, du scheiß zugspitze, du etwas größerer maulwurfshügel, dich lauf ich an einem tag mit nem kasten bier im arm hoch;) überheblich? Oh ja;)

16 tage später völlig erleichtert und ziemlich am ende mit der kraft und der psyche, in lukla angekommen, von wo ich zurück nach kathmandu geflogen bin. Naja, der gefährlichste flughafen der welt, und sämtliche nepalesischen airlines stehen auf der schwarzen liste. Mein gefühl war dennoch ganz ok und ich wurde zum abschluß nochma mit wunderschönen aussichten übers himalaya verwöhnt.

16 tage lang das schönste mit gesehen, was die natur zu bieten hat, und halt auch immer wieder die gleichen leute getroffen. Gibt eine art gemeinschaftsgefühl.

Am ende habe ich aber beschlossen, daß es wohl das letzte ma gewesen war, daß ich in weit über 5000m höhe war. Viel mehr als 3000m brauch ich nicht mehr. Es macht schon spaß und ist jedesma eine herausforderung, aber die verdammt dünne luft, die jeden schritt doppelt so schwer werden läßt, die atmung fällt schwer, nachts hab ich in 5000m höhe kaum schlafen können weil ich nach luft gehechelt habe. Es ist kalt dort oben. Weiter unten ist es auch schön und einfacher. Eigentlich schade, ich hab die gabe und das glück, daß ich kaum anzeichen von höhenkrankheit kriege, aber trotzdem.

Danach noch einige tage im gleichen hostel in kathmandu gefeiert, einige leute vom hike wiedergetroffen, und einfach nur die beine ausstrecken und nichts großes machen, außer ausschlafen, kaffee nach dem aufstehen und aufs erste bier wartemn;)

Ich durfte erfahren, daß ich bei einem e-visa für indien nur per flugzeug einreisen darf, und da ich nochma zurückwollte um das taj mahal zu sehen, blieb mir nichts anderes übrig. Und ma ehrlich, dann doch lieber 90 min fliegen, als 35!!! Stunden im bus. Mit air india. Und da hatte ich mit dem land komplett abgeschlossen. Es gab nur stewards, und natürlich unfreundlich. Ich bin schon mit zig airlines geflogen, und das erste ma, daß ich beim betreten des flugzeugs weder begrüßt wurde noch daß mir gezeigt wurde, wo mein platz ist. Und ja, die waren auch während des fluges unfreundlich.

Zum glück hab ich ein geniales hostel in delhi gefunden, und nur coole leute dort. Wieder 5 tage nur gefeiert und versucht mir irgendwie die stadt verkatert anzugucken.

Tagesausflug zum grund für indien zum 2., taj mahal. Naja, kann man ma gesehen haben, muß man aber auch nicht unbedingt. Bin jetzt noch ein paar tage in jaipur, südlich von delhi, wieder glück mit dem hostel, wieder leute mit denen ich was machen kann, und interessante stadt. Voller alter burgen, festungen, paläste, sehr gut erhalten.

Übermorgen zurück nach delhi für 2 tage, meine leber noch ma strapazieren und denn geht’s ab nach hause. Ich hab so dermaßen viel bier getrunken in den letzten wochen, ich glaub, ich hab etwas zugenommen und einen kleinen bierbauch gekriegt.

Mir reichts auch. Ich brauch urlaub. Kein kommentar, reisen ist anstrengender als arbeiten, natürlich auch schöner;)

12:25 mittags am 27.5. sollte ich in rostock am bahnhof sein. Ich habe mir ma was gegönnt. Ich flieg mit lufthansa. Wollte ich schon immer ma, und ist zeitlich einfach perfekt. Von delhi nach münchen, eine stunde layover, hetzen, und weiter nach berlin fliegen. Wird mein erster flug innerhalb deutschlands.

Und wenn ich da bin, schaltet ma die sonne an. Geht ja gar nicht, ende mai und arschkalt.

Denn bis nächste woche Montag, oder Dienstag, oder Mittwoch…

zum anhang: erstes bild: der unscheinbare in der mitte ist der everest, und der große rechts daneben ist der Lhotse, der 4. höchste der welt
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emirates über alles



Ich will nie wieder mit etwas anderem fliegen. Die sind einfach das maß aller dinge. Die sichersten, der beste service und trotzdem nicht teuer. Flugbegleiter aus 11 verschiedenen ländern, beine komplett ausstrecken, alkohol soviel ich wollte, gutes essen, das beste unterhaltungsprogramm mit live-sport!!! 20MB kostenfreies internet, lufterfrischer wurde vorm start gesprüht.

Ramones hören und whisky trinken. Ich hoffe ich muß mir nie wieder scheiß airlines ala condor oder german wings antun.

Wo wir gerade beim fliegen sind, der absturz der ethiopian. Sehr mulmiges gefühl wenn man erst wenige tage vorher mit denen geflogen ist und noch viel schlimmer, wenn ich bedenke, daß ich womöglich 3 wochen vorher mit dem gleichen flugzeug von nairobi nach addis geflogen bin. Es hätte quasi mich erwischen können.

Okay, also dubai. Hat mir nicht gefallen. 2 tage waren völlig ausreichend. Dubai besteht fast ausschließlich aus wolkenkratzern, es gibt keine natur, man findet nicht ma einen baum, es wird mit reichtum nur so geprotzt, man kommt teilweise nicht weiter weil es keine fußwege gibt. War schon cool burj khalifa zusehen, das höchste gebäude der welt, aber ansonsten…

Zum glück ging es weiter nach maskat, oman, per bus. Der beste bus seit damals südamerika. Bequem, viel platz, nicht voll und pünktlich nach zeitplan gefahren.

Oman, wahre arabische welt. Ich hab mich etwas geärgert, daß ich mir nur 6 tage dafür genommen habe, 2 wochen wären besser gewesen. Super einfach zu reisen, super sicher, unglaublich freundliche menschen, sehr sehr günstiges land, top infrastruktur, nirgends massen von menschen, und einige echt richtig schöne flecken natur. Ich hab mir für 1 tag ein auto gemietet. Ein traum - keine tour, kein guide. Sondern alleine, unabhängig.

Dafür, daß mich der mittlere osten bisher eigentlich überhaupt nicht interessiert hat, muß ich sagen, daß ich echt begeistert war und wahrscheinlich eines tages die arabische welt etwas länger bereisen werde.

Und wieder zurück nach dubai für 1 tag um meinen flug nach indien zu kriegen.

Witzige sache am grenzübergang. Nachdem ich meinen stempel für die emirate hatte und im bus gewartet hab, daß es weiter geht, wollte im bus jemand meinen paß sehen, und naja, die grenzbeamten in den emiraten sind nicht als solche zu erkennen. Keine uniform, nur die typisch arabischen weißen umhänge und ich hab keinen ausweis gesehen. Also hab ich dem typen gesagt, daß ich seinen ausweis sehen will, wenn er meinen paß sehen will. Also es war mehr als klar, daß er da arbeitet, weil alle anderen haben ihm auch den paß gezeigt. Aber ich war ma wieder in der stimmung, wie, ihr geht mir auf den sack, übertreibts nicht mit eurer übertriebenen sicherheit, sei wenigstens freundlich.war er nicht, und weil ich seine autorität etwas untergraben hatte, durfte ich noch einma zurück ins büro, einige minuten warten bis er mit 2 anderen leuten auf mich zukam und mir zum glück völlig entspant erklärt haben, daß ich mir doch keine sorgen machen solle wenn wer meinen paß sehen will, da dort ja eh nur beamte sind. Innerlich hab ich mir gedacht, leckt mich, äußerlich freundlich entschuldigt, und zurück in die emirate.

Die nacht darauf der nächste flug mit emirates, nach kochi, indien. Wo ich den einen engländer aus afrika wiedergetroffen habe. Und ich habe mir in der letzten nacht in dubai bedbugs eingefangen. Schöne scheiße. Ma gucken wie ich die loswerde, oder vllt. Sind sie ja auch schon weg.

Kochi. Endlich wieder richtig heiß mit täglich 35 grad und nachts nicht viel kühler. In der hoffnung auf endlich wieder party mit viel alc nach 10 tagen arabien, wurde ich bitter enttäuscht. Es gibt in jedem staat indiens eigene gesetze, und im süden sind die echt streng. Bier ist teuer, gibt es nur in wenigen bars mit der nötigen lizenz, und es hängen nur einheimische männer dort ab. Ansonsten einen tag einen hike gemacht, etwas enttäuschend, da der hike in dem park von 15km auf 2km aus sicherheitsgründen wegen der elefanten gekürzt wurde.  Und einen tag eine bootstour durch die ganzen kanäle, genannt „backwater“.

Per nachtzug weiter nach goa. Die große hoffnung für party, am besten 24h lang. Nein, kaum party hier. Aber immerhin bezahlbares bier und alc gibt es überall. Bin jetzt seit 5 tagen hier, eigentlich nur am faulenzen. Richtig viel kann man hier nicht machen. Wenigstens kann ich sagen, einige von euch hören nur goa, ich bin in goa;)

Aber so richtig warm werd ich noch nicht mit indien, was nicht an der kultur liegt, sondern nicht genug spaß hab, was wahrscheinlich einfach gerade nur pech ist.

Übermorgen geht es in einen vorort von mumbai um das gefährlichste fort der welt hochzulaufen. Glaub ich nicht, daß es das ist, klingt aber nach abenteuer.

Übrigends habe ich seit gestern den 3. Versuch begonnen mit dem rauchen aufzuhören und klappt bisher ganz gut. Hoffentlich klappt es dieses ma. Immerhin raucht hier im hostel keiner, was echt hilft, und ich hab gerade keinen langweiligen job der mich die ersten 2 versuche rückfällig werden lassen hat.

Ich muß sagen, diese reise verlief extrem gut ohne zwischenfälle wie auto kaputt, oder bestohlen zu werden oder sowas halt. Dafür fang ich etwas an, an mir zu zweifeln. Ich verlier und vergeß ständig sachen in hotels oder hostels. Etwas total untypisches für mich. Ein handtuch, einen stoffbeutel, eine jacke, eine ladekabel fürs handy, unterwäsche.

Und wißt ihr was richtig eklig und nervig ist? Wenn das shampoo im rucksack vollständig ausläuft und sich überall verteilt. Hat mich einen nachmittag gekostet.

same same, but different, but still same



Hi alle

Ich bin schon wieder überfällig mit schreiben. Die zeit rast, ständig unterwegs, und schon wieder sind 2 monate vorbei. Hab aufgrund der nachfrage schon überlegt, ob ich den newsletter als blog verfasse, aber dann müßte ich mehr schreiben und darauf habe ich echt überhaupt keine lust.

Bevor ich von mwanza fortfahre, noch ein kleiner nachtrag aus malawi, den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Hiking in mount mulanje, und da ist ein blitz neben mir eingeschlagen. Es wurde plötzlich für ein, zwei sekunden sehr hell.

Und jetzt chronologisch weiter. Ab mwanza, letzter stop in tansania. Am lake victoria. Hab den us-amerikaner (dave) zufällig wiedergetroffen (der mit erde = scheibe und solch schwachsinn) und erkannt, daß er auch sonst ein idiot ist. Wie immer kommt man mit den einheimischen in kontakt, ins gespräch. Dazu reicht es, das hotel zu verlassen und weiße hautfarbe zu haben, und natürlich aufgeschlossen zu sein. Jedenfalls hat der local uns mit den bustickets geholfen und uns danach eine echt coole tour auf dem see arrangiert mit einem lokalen fischermann. Wesentlich billiger, und ecken und kleine inseln erkundet, die wohl kein scheiß normal touri je sehen wird. Und er wollte kein geld dafür. Und da beschwert sich dave, weil er eine kleine höhle viel größer erwartet hat. Ich war sauer und selbst unser kostenloser guide, was was heißen will. Der guide hat mich danach noch zu seiner oma eingeladen, auch schon ende 80, trotzdem noch richtig fit, und dann mußte ich mit seiner oma so einige schnäpse hintzerkippen. Selbstgebrannt und stark. Tja dave, einfach ma kein idiot sein, dann erlebst du sowas und hast irre viel spaß.

Und den tag davor habe ich mich in eine art wohnanlage für die superreichen reingeschlichen, bzw. einfach nicht durchs tor gegangen, sondern über felsen reinklettern.

Als nächstes ging es nach ruanda. Eine nervige busfahrt mehr zur grenze, und dann wie fast immer, ma gucken wie ich weiterkomme. Ich hab an der grenze einfach einen weißen angesprochen, wohin er will und wie. Und schon wieder glück gehabt. Er war mit dem eigenen auto unterwegs nach kigali, mein erstes ziel in ruanda. So kommt man zu einer kostenlosen mitfahrgelegenheit. Besser geht’s nicht. Ruanda ist vielleicht das ordentlichste, sauberste und strukturierteste land meiner bisherigen reise. Aber es wird auch extrem unterstützt von einigen westlichen ländern seit dem genozid von 1991 bis 1994. Ich war im genozid museum, und es ist erschreckend wozu menschen tatsächlich in der lage sind, nur durch propaganda. Und gefühlt war das grausamer als was die nazis, khmer, chinesen, japaner oder milosevic getan haben. Mehr will ich dazu nicht schreiben, kann sich jeder selbst darüber informieren.

Im hotel in kigali habe ich eine kenianerin kennengelernt, gleich am ersten tag, und schon war ich wieder nicht alleine. Und eine weitere „kurzzeitromanze“;) jedenfalls sind wir zusammen nach musanze im nordwesten ruandas. Ich muß sagen, es war wohl mein lieblingsort in afrika. Eine kleinstadt, die ich schon mochte, kurz bevor der bus die stadt erreicht hatte. Ich hab mich dort einfach wohl gefühlt. Die größe, der aufbau, die menschen. Schöne natur zum hiking ringsherum.

Uganda. Ich mach es kurz. Ich hatte auch dort eine gute zeit, wie überall sonst, aber nichts außergewöhnlich anderes als in den anderen ländern, nur ma wieder eine andere währung;)

Was ich dort unbedingt sehen wollte, war die quelle, der ursprung des nils. Also es ist ein winziger strom der am ufer des lake victorias beginnt. Absolut kein umwerfender anblick, aber durchaus krass den anfang des (längsten, größten, wasserreichsten??? – zu 100% bestätigt ist das ja nicht, welcher nun, nil oder amazonas. Soll mir egal sein, hab beide gesehn;) ) flusses zu sehen.

In uganda ging auch ein rekord zu ende, unfreiwillig. 20 tage am stück, jeden tag alc. Und mußte nur pause machen wegen der pillen, die mir empfohlen wurden zu nehmen aufgrund des parasiten im lake malawi. Und ja, an einem abend alle 5 pillen auf einma geschluckt, hab nichts gemerkt, weder nebenwirkungen, noch den parasiten.

Dann sollte es nach kenia gehen. Ging es auch. Hab aber kurz überlegt, ob ich es auslasse aufgrund des al-shabaab anschlags in nairobi. Die al-shabaab rekrutiert übrigends gern bei tuk tuk fahrern und ähnliches, weil man sie leichter locken kann. Entweder 100 usd und kaum überleben, oder viel kohle von einer terrororganisation. Sieht man ma wieder wo der eigentliche ursprung des zulaufs liegt. Miese politik, gesellschaft, armut – verzweiflung.

Aber war alles ok in kenia, keine probleme gehabt. Extrem viel gemacht, gesehen habe ich nicht. Eine woche nairobi, eine woche diani beach bei mombasa. Aber diani beach war echt schön, einfach ein paar tage vor allem entfliehen.

Und ich konnte endlich zug fahren, das erste ma außerhalb europas und der transsib. Und schneller, günstiger, bequemer und pünktlicher als jeder bus dort. Nur völlig (für mich) überzogene strenge sicherheitskontrollen. Schlimmer als jeder flughafen, wo ich die maximale sicherheitsstufe eigentlich erwarte. 4 checks. Einma abtasten, dann hunde schnüffeln lassen, und 2 gepäck-scans. Beim 2. Scan hab ich die gefragt was das soll, ob die ihren kollegen 10m davor nicht trauen? Feuerzeug, taschenmesser und schere mußte ich abgeben. Und dann habe ich mich mit denen angelegt. Das war mir echt zu doof. Was sie mir abgenommen haben, habe ich vor deren augen zerbrochen und es damit begründet, daß sie es mir klauen und sich dann freuen, daß sie es mit nach hause nehmen können. Mir wurde dann gesagt, ich könne auch den bahnhof wieder verlassen und zum flughafen fahren, wenn ich die sachen behalten will. Ich gleube, ich bin da echt einen schritt zu weit gegangen bezüglich deren geduld und kann froh sein, daß ich davon gekommen bin. Letztendlich habe ich dann die schnauze gehalten, gerade noch rechtzeitig, und konnte dann den zug nehmen. Aja, den chef der security habe ich in seinem büro auch noch doof angemacht. Immerhin habe ich meine taschenmesser am zielbahnhof wiederbekommen.

Naja, nach 2 wochen war kenia erledigt, ab zum flughafen in nairobi und auf nach addis ababa, äthiopien. Das coole ist, wenn man mit ethiopian airlines reinfliegt, kriegt man 65% rabatt auf sämtliche inlandsflüge.  Habe ich einma in anspruch genommen. Und zum ersten ma überhaupt hatte ich eine zwischenlandung, bei der ich im flugzeug bleiben konnte/ mußte. Also 3 flüge mit ethiopian, und jedesma keine saubere landung oder start trotz guten wetters. Das müssen die jungs noch üben;)

Ein land, das endlich ma anders ist als der rest. Ich muß fast sagen, daß es mein lieblingsland in afrika bisher ist. Es hebt sich positiv ab vom rest. Eine eigene kultur allgemein, eine eigene gute essenkultur (endlich ma was anderes essen). Und es wird eigentlich alles mit den händen gegessen, besser gesagt man benutzt eine art brot, enjera, (sehr sauer) als besteck. Und das einzige land in afrika, das nie kolonialisiert wurde. Trotzdem scheiße arm. Gefühlt am ärmsten von allen. Die armut grinst dir täglich brutal in die fresse, speziell in addis. Sehr viele menschen die auf der straße schlafen.

Die ersten tage in addis habe ich den engländer wiedergetroffen – wieder vieeel party;) außerdem habe ich in addis im museum das älteste menschenähnliche skelett gesehen (3,… mio jahre alt), den größten markt afrikas und hab im ältesten hotel (von 1898) äthiopiens gewohnt.

Habe einen loop nach norden bis zur grenze eritreas gemacht, mit viel hiking, unter anderem 4 tage in den simien mountains. Im norden habe ich kirchen besucht, die in fels reingehauen waren. Dort bin ich auch zum ersten ma frei geklettert. 10m klettern, auch noch barfuß (mußte man), und das ganze in einigen hundert metern höhe. Mit wurde zwar jeder einzelne schritt angezeigt, aber wenn es neben dir extrem steil ca. 500m hinunter geht, dann fühlt man sich nicht sonderlich wohl dabei. Und dann läufst du auf einem einen meter breiten pfad direkt am abgrund. Und das ist nicht übertrieben, es war echt verdammt tief. Ein falscher schritt oder zu viel wind, und man kann mich hinterher in flaschen abfüllen;) aber die aussicht – wow!!!

Ich war in danakil, den tödlichsten ort der welt. Naja, etwas sicherer jetzt seit äthiopien letzten herbst mit eritrea frieden geschlossen hat. Nein, der natürlich lebensfeindlichste ort der welt. Dort existiert nichts. Riesige salzsehen, schwefelseen durch die ich laufen konnte. Und ja, einmalig das zu sehen. Daß ich das noch sagen kann;) sucht photos im internet nach danakil depression. Zum schicken ist das internet hier zu langsam. Außerdem ist es der heißeste ort der welt, höchste jemals gemessene temperatur (58°C) und eines der am niedrigsten gelegenen gebiete der erde.

So, und nun bin ich wieder in addis bis zum 26., weil ich meinen geburtstag hier noch feiern will. Damit habe ich noch 3 tage zum faulenzen. Brauch ich auch ma wieder.

Und heute war der erste tag, an dem ich alleine war in äthiopien. Ansonsten immer richtig coole backpacker gefunden. Was äthiopien für mich auch nochma aufwertet. Und zum ersten ma in afrika waren auch richtige emotionen im spiel beim abschied nehmen. Wie immer ist geplant, daß man sich wiedersieht, ich werde es versuchen. Allgemein muß ich sagen, daß ich in afrika die besten und meisten bekanntschaften mit anderen reisenden gemacht habe. Und natürlich auch mit den einheimischen, sehr sehr viele.

Afrika war anders als die anderen meiner reisen. Definitiv genauso schön, aber intensiver. Weniger natur, aber dafür viel mehr kontakt zu menschen, zur kultur. Ich habe ein verdammt gutes gefühl, daß es nicht das einzige ma afrika gewesen sein wird für mich. Hab schon 2 weitere ideen für 2 reisen in afrika. Ich kann absolut vestehen, wieso sich menschen speziell in diesen kontinent verlieben.

Ich bin einige male kurz in mich gegangen und habe gedacht, welch außergewöhnlich schönes leben ich doch führe.

Und es ist sicher hier. Sei nicht dumm, und es ist sicher.

Bleibt nur noch zu sagen:

Dear africa, ASANTE SANA!!!

(aja, es wird die größte menge an daten an photos und videos die ich mitbringe. Mein usb stick (8gb) ist schon voll)

Meine weitere route ist: am 26. Geht’s in die arabischen emirate für 2-3 tage, dann eine woche oman, und am 8.3. geht’s nach indien. Jeweils mit emirates. Endlich klappts ma. Das erste ma, daß ich mich vielleicht sogar ein bißchen auf einen flug freue, mit der wohl besten airline der welt.

Aja, island und die färöer sind auch schon gebucht. Am 2.7. geht’s per fähre von dänemark los.

Und wenns ganz gut läuft, werde ich im juni kein wochenende zu hause sein. Ma schauen wie ich mich dann fühle. Aber die idee ist eins nach stockholm, eins nach london, eins berlin und vor island noch eine woche nach dänemark. Leute besuchen. Ist ja zum glück nicht so, daß ich am wochenende irgendetwas verpassen würde in rostock.

Ich melde mich dann irgendwann wieder aus indien.

hakuna matata



as wird hier wirklich regelmäßig benutzt, ist suaheli und bedeutet „no worries“. Für die, die sich an könig der löwen erinnern.

Erstma frohes neues an alle und sorry, daß es länger gedauert hat bis zum nächsten newsletter. Aber je mehr zeit vergeht, desto mehr passiert, desto mehr muß ich schreiben und desto weniger hab ich lust;)

Der letzte ist ewig her, ich glaub das war noch aus livingstone in sambia. Viel gemacht hab ich nicht in livingstone. Das interessanteste war noch, daß ich mich mit einer angestellten aus dem hostel sehr gut verstanden habe und erleben durfte, wie und wo der durchschnittliche afrikaner lebt. In einer art ghetto, natürlich. Aber wo willst du auch sonst leben, bei vollzeit-arbeit und einem verdienst von ca. 120 euro im monat? Kleine, schäbige häuser mit fast der ganzen familie. Dafür tobt das leben auf der straße. Menschen die nicht zu hause vergammeln, sondern sich in den gassen treffen, bierchen trinken, billard spielen usw. eigentlich fast punk;) und sehr friedlich alles. Aber ihre geschichte ist noch etwas krasser. Mit 6 wollte ihr vater sie opfern, weil er ein könig in irgendeinem bezirk ist, mit 14 hat sie ihre schwester in einem unfall verloren und zieht seitdem die tochter auf, ab 16 hieß es tagsüber schule und nachts arbeiten. Und jetzt von 120 euro leben und davon noch andere versorgen. Das heißt, nebenbei illegal elefantenfleisch verkaufen um zu überleben. Krasse geschichte. Ich kann verdammt gut verstehen warum menschen wildern. Ist nicht deren schuld. Und die regierungen interessiert das einen scheiß. JEDE regierung in afrika ist korrupt. Die länder hier sind reich, aber wenn ein paar korrupte politiker alles in die eigene tasche stecken… hinzu kommt dann noch die westliche welt, die diesen kontinent weiterhin ausbeutet und mit den afrikanischen regierungen „zusammenarbeit“. Und hier weiß man es nicht nur, sondern man erlebt und sieht es, woher unser reichtum in europa kommt. Tja, und dann gibt es zu viele arrogante, egoistische arschlöcher, die immer noch glauben, flüchtlinge aus afrika sind schnorrer. „wir“ haben die ärmsten schweine der welt „beklaut“ und dafür werden sie auch noch verachtet. Und das ist leider die realität. Vieh in europa bekommt durchschnittlich mehr und besseres essen als ein afrikaner. Ok, sorry, ich schweif grad völlig ab. Sorry.

Aja, in livingstone habe ich die hand des ältesten menschen geschüttelt, den ich jemals getroffen habe. Eine 108-jährige frau. Krass!!!

Von livingstone bin ich weiter nach lusaka um den bus nach malawi zunehmen. Mit einem us-amerikaner, der echt glaubt, die erde ist eine scheibe, nicht älter als ein paar tausend jahre, dreht sich nicht um sich selbst und die sonne um die erde. Er ist studiert und nicht religiös. Und macht allgemein einfache dinge kompliziert. Ansonsten war er aber echt ok. Malawi faß ich kurz. Nettes land, freundlich, scheiße arm (trotzdem nicht günstig), gut für hiking, grauenvolle minibusse, die erst losfahren, wenn sie völlig überfüllt sind mit menschen. Danach tansania. Hier habe ich 2 engländer wiedergetroffen gleichzeitig. Wir 3 haben uns vorher unabhängig woanders voneinander getroffen. Und mit denen hatte ich wohl mit die beste zeit in afrika bisher. Zumindest mit dem einen, auch alex, hatte ich zig parties hier. Immer lustig, aber prinzipiell laufen alle nach dem gleichen schema ab. Saufen, auf eine party gehen, wohin nur einheimische gehen und man der einzige weiße ist. Das witzige ist, gerade in kleinen orten, ist man sofort der mittelpunkt der party und jeder kommt auf einen zu. Dann wartet man einige wenige minuten ab bis ein mädel dich anspricht, man tanzt zu scheiß musik, schleppt sie ab und fertig. Afrikanerinnen können übrigends überhaupt nicht küssen, nicht eine. Gehört wohl nicht zu deren kultur.

Ich war auf sansibar. Echt nichts besonderes. Eines der bekanntesten orte der welt, aber nicht viel zu tun dort. Außer halt party;) wahrscheinlich erwarten viele dort irgendein paradies, ein trip den man nur einma im leben macht. Für mich nur ein kleiner abstecher in eine umgebung, die ich schon etliche male gesehen habe. Ich habe übrigends einen extra stempel in meinen paß bei einreise nach sansibar bekommen. Tansania ist nämlich ein zusammenschluß. Tan – tanganika (festland), sa – sansibar, nia – nation.

Und dann habe ich etwas gemacht, was ich mir vor wenigen jahren niemals hätte vorstellen können. Ich bin freiwillig geflogen. Ich hatte einfach so extrem wenig lust wieder 12 stunden im bus zu sitzen, eine richtige abneigung, daß ich mich entschlossen hatte, lieber 90 min zu fliegen als 2 tage mit fähre und bus unterwegs zu sein. Und es war eine cessna, 13-sitzer. Aber hab mich sicher gefühlt, total ruhiger, angenehmer flug mit toller aussicht. Ich glaube, meine flugangst ist mittlerweile zu einem nur noch komischen gefühl geworden. Also in arusha angekommen für mein highlight in afrika. Den kilimanjaro erobern. Über weihnachten. Knapp 5900m hoch, 6 tage. 18 leute personal (guides, köche, träger für 5 von uns). Die ersten 4 tage waren kein problem, aber tag 5 hat mich zum allerersten ma wirklich an meine grenzen gebracht. Nachts 1 uhr ging es los für die letzten 1200m. gut 5 stunden steil bergauf, die ganze zeit kaum luft bekommen dank der höhenluft. Als ob man eine minute die luft anhält und dann wieder atmet. So ging es mir fast die ganze zeit. Dazu habe ich noch die ganze zeit mir den arsch abgefroren. Meine jacke von antarktika hat nicht ausgereicht!!! Als wir oben am gletscher waren, und der guide meinte, von hier sind es noch weitere 40 min zum höchsten punkt, habe ich gemacht, was ich gern mache, wenn ich lattenstramm bin – mich einfach irgendwo auf den boden legen und schlafen. Naja, nix da. 2 guides haben mich links und rechts gepackt und mehr oder weniger zum ende getragen. Ich konnte echt nicht mehr. Aber nun kann ich sagen, ich war auf dem höchsten punkt afrikas, die höchste höhe, die ich jemals erreicht habe. Ich habe nun auf jedem kontinent schnee gesehen. Und ich habe mir innerhalb einer halben stunde einen sonnenbrand geholt, nein, besser, meine nase war nach 30 min verkrustet. Schon heftig. Naja, danach ging es 2 weitere stunden zurück, hinunter zum ausgangscamp, dort 3 stunden tot im zelt gelegen, und dann weitere 2 stunden zum letzten camp der tour. Nächster rekord, 13 – 14 stunden hiking an einem tag. Ich fing kurz an den kili und die guides zu hassen;) letztendlich habe ich es geschafft, bin doch stolz darauf. Unterm strich ging es aber mehr darum für mich, es einfach zu schaffen und nicht weil die landschaft so außergewöhnlich schön war. Also war sie, aber nicht auf einem level mit kanada, neuseeland oder patagonien. Da fragt man sich, wieso ich über 1500 euro ausgebe, nur um meine grenzen kennenzulernen und „irgendeinen“ berg zu erobern. Reinhold messner hat ma geantwortet auf die frage, warum er das denn alles machen muß. „ich muß natürlich nicht, aber alles andere wäre ja langweilig“. Mir gefällt die antwort.

Aja, ganz fit habe ich den hike nicht gestaret. Ich glaube ich habe mir ma wieder bettbugs oder ameisen in einem bus eingefangen, und habe 2 tage vorher mit irgendeinem wohl wirklich giftigen insektenspray meine kompletten sachen besprüht. Natürlich die ganze dose. Und natürlich abends, kurz bevor ich ins bett gegangen bin. Die 2 tage danach habe ich mich echt nicht sonderlich wohl gefühlt. Hätte man vielleicht schlauer lösen können;) Aber wenn man völlig angepißt ist von permanent neuen fürchterlich juckenden bissen, greift man zu maßnahmen.

Eigentlich wollte ich noch eine menge mehr hier machen in arusha, aber die eintrittspreise in die nationalparks hier sind einfach irrwitzig, lächerlich hoch. Kili 150 usd pro tag, die anderen parks nicht viel weniger. Da brauch man sich nicht wundern, daß hier kaum backpacker sind. Und wer steckt sich das alles in die tasche? Die regierung. Und wer sieht nichts von dem geld? Die menschen. Nur ma als beispiel. 80% des geldes für den kili gehen an den staat, d. h. rund 300 euro bleiben für 18 menschen und die agentur. Und davon muß verpflegung für alle noch gekauft werden plus transport plus ausrüstung. Ein witz.

Morgen geht es zum victoriasee und dann weiter nach ruanda.

 

Allgemein kann ich sagen, daß ich mich weiterhin wohl hier fühle, mich immer noch ziemlich sicher hier fühle. Noch keine brenzlige situation. Es läuft immer noch alles eigentlich viel zu glatt.

Was ich noch sagen wollte, hier in afrika weiß man, wo man fährt. (überall linksverkehr;) )

 

Bis eines tages vielleicht ma wieder