Und das war myanmar
Und das nächste land ist abgehakt, wieder eins mehr in meinem reiselebenslauf.
Der zweite anlauf in das land hineinzukommen hat dann auch geklappt. Nur das busticket kaufen, oh man. Aufgrund unzureichender englischkenntnisse einiger asiaten klingt two days wie today für die. Ich wollte das ticket kaufen, und er meinte: tomorrow, ich: nee, in 2 days, er: nein, nicht today, nur tomorrow, ich: nein, nicht tomorrow, in TWO DAYS, er zeigt mir auf seiner uhr wann die busse abfahren und dass es für today zu spät ist, der nächste fährt tomorrow, na ja, das ging ungefähr 10 min so bis er es irgendwann gerafft hatte.
Gut, 2 tage später zur grenze. Krass, da prallen 2 welten aufeinander, das „moderne“ thailand mit guten straßen, dahinter das vorletzte jahrhundert. Die einreise war zum glück genauso einfach wie sonst auch, nur dass ich als einziger an jedem checkpoint meinen paß zeigen musste. Nervig. 6 stunden weiter auf einer miserablen schotterstraße, voller staub, in dawei angekommen. Kurz darauf fuhr der nächste bus richtung yangon, dem ersten ziel. Kaum im bus drin, kommt ein beamter rein und redet mit mir auf eine sehr unfreundliche und robuste art, wo ich hin will, woher ich komme, wo ich letzte nacht geschlafen habe und so weiter. Toll, fängt ja gut an. Nachdem seine fragen zu seiner zufriedenheit beantwortet wurden, hat er noch versucht was lustiges zu sagen und mir die hand geschüttelt. Hmm, komisch, aber ok. Am nächsten morgen nach ca. 35 stunden busfahrt endlich angekommen. Yangon, auch nur eine weitere asiatische großstadt, recht dreckig mit einer schleppenden entwicklung. Und viele ratten auf der straße. Das paradies für jeden vietnamesen, überall läuft nahrung rum;)
2 australier kennengerlernt zum zeitvertreib. Einen tag später hat es gereicht mit yangon, ich will raus hier. Auf dem weg zum bus nach mandalay einen italiener kennengelernt, gesellschaft für mandalay ist gesichert. Die stadt an sich ist ok, nicht so voller menschen wie yangon und dort steht die längste teak holz brücke der welt. Ansonsten ist die stadt nichts besonderes. Weiter richtung norden nach hsipaw, viele trekking möglichkeiten – na endlich. Als ich gerade zum bus gehe, erfahre ich dass gerade unruhen im norden ausgebrochen sind, kurz vorm bürgerkrieg. Ähm, wie weit im norden? Ok ok, noch weit genug entfernt. Und selbst wenn, die haben absolut kein interesse an ausländern in der militärischen auseinandersetzung, wäre also dennoch recht sicher gewesen. Was solls, ab nach hsipaw. Dort den nächsten italiener kennengelernt (mittlerweile die nationalität mit der ich am meisten abhing). Und jaaa, hiking, 2 tage lang von morgens bis abends. Wurde auch ma zeit. Und abends mit anderen den einen oder anderen trinken. Schöne 3 tage. Und ich hab dort einen latschen im suff verloren, irgendwo – filmriß. Mmmmm.
Und weiter geht’s, nach inle lake. Auch ganz nett, radtour um den see gemacht mit weinverkostung. Ma ehrlich, die burmesen sollten das weingewerbe aufgeben. 4 weine probiert und alle zwischen nicht lecker bis widerlich.
Nun waren auch schon wieder 2 wochen rum, zu viel, wollte nur 10 tage bleiben, mir rennt die zeit davon. Alleine wenn ich mir überlege, dass ich insgesamt in südostasien schon ungefähr einen monat im bus verbracht habe – welch zeitverschwendung.
Also raus hier aus myanmar. Gar nicht so einfach. Das land öffnet sich zwar mehr und mehr, aber es sind noch immer nicht sonderlich viele offene grenzen. Eigentlich wollte ich von inle lake direkt nach osten zur thai grenze damit ich in thailand nach süden reisen kann, was wesentlich schneller geht als in myanmar wegen der straßenverhältnisse. Geht nicht. Die grenze sei zwar offen, aber die straße dahin gesperrt wegen der unruhen. Och man. Na denn halt zurück nach yangon. Und jetzt bitte ab nach osten zur nächstgelegenen grenze – mae sot. Morgens um 6 angekommen, und der nächste bus geht erst einen tag später am abend. So lange kann und vor allem will ich nicht in yangon warten. Gut, welche alternativen? Die antwort hat mich wenig begeistert. Heute fährt noch ein bus nach dawei. Neeeeein. Na gut, einzige chance. In dawei angekommen, frage ich nach einem bus nach thailand. Die antwort: von hier fährt kein bus, da musst du nach mae sot. Alter, verarsch mich nicht, ich will raus hier und ich weiß, dass es von hier aus geht. Plötzlich konnte er mir ein ticket verkaufen.
Der bus war ein 8-sitzer, und 15 leute waren drin. Klimaanlage funktioniert nicht richtig, es ist heiß und extrem staubig durch die „straße“. Zum glück konnte ein burmese etwas englisch und hat sich um mich gekümmert, so dass ich auch wirklich dahin gelange wohin ich will. Und der bus von der grenze zurück nach kanchanaburi, thailand, war sogar kostenlos für mich, als geschenk. Danke! Einer meinte, ich muß 200 baht an den zoll in myanmar für die ausreise zahlen. Hmm, hau ab, ich geh selber hin, du kriegst meinen reisepaß nicht. Und ich musste nichts zahlen, die burmesen schon. Komisch. Von kanchanaburi gleich den nächsten bus nach bangkok. Da bin ich jetzt. Aber nur einen tag, heute nacht geht es weiter richtung süden, nach ko samui, einer insel. Und nach 3 tagen und 3 nächten am stück bus fahren, verdiene ich mir ein bett und eine dusche.
Verdammte flugangst. Hätte ich einen flug von yangon nach bangkok genommen, hätte ich 2 tage gespart und nur 20 euro mehr ausgegeben. Na gut, so ist das halt.
Myanmar: ein schönes land, das am typischsten südostasiatische land, nicht viele touristen, und die menschen sind eigentlich alle extrem freundlich und hilfsbereit, viel mehr als in den anderen ländern. Und niemand versucht einen zu bescheißen, auszunehmen, wohl, weil sie es noch nicht gewöhnt sind. Wer das reale myanmar noch erleben will, sollte jetzt dahin reisen, in 5 jahren wird es vorbei sein, dann wird es wahrscheinlich so wie thailand sein.
Und myanmar ist das sicherste land südostasiens.
Sonstiges: - nur noch 5 wochen bis zum dauerwürgereiz (in D)
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Ich habe mir fest vorgenommen, in hro auf e-zigarette umzusteigen. Bei dem kram den ich hier rauch, brauch ich das. Zu viel husten und halsschmerzen
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Usa wird erstma nichts, es wird zu knapp mit dem geld, zu riskant, dass es nicht ausreichen könnte. Und ob ich vor den usa oder danach ein jahr arbeite ist auch kein großer unterschied
Ende.