thats namibia
Hi
Denn kommt endlich der erste newsletter. Namibia ist fast geschafft. Es ist die letzte woche. Nun muß ich was finden, um nach botswana zu kommen. Und offiziell gibt es nichts. Kein bus, kein zug, und selbst fliegen ist extrem umständlich. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, daß beides mit die fortschrittlichsten länder afrikas sind, windhoek und maun touristisch angelaufen werden und es nur 800km sind. Im schlimmsten fall muß ich halt soweit wie es geht mit dem bus fahren, aussteigen und auf irgendetwas hoffen. Entweder kommt ein bus der mich weiterbringt, oder hitchhiking. Und natürlich verkehrt nichts täglich. Das wochenende will ich ganz gern noch mitnehmen, weil ich hab einen local kennengelernt, die würde mir die gegend aus nichttouristischer sicht zeigen und ich hab bock auf wenigstens einma party hier. In botswana erfahrt ihr wie es ausging.
Nun zu namibia. Bis jetzt lief alles außergewöhnlich gut, eigentlich perfekt. Ich habe am flughafen wen kennengelernt. Wir hatten den gleichen pick-up service zum gleichen hostel. Schon war die erste reisefreundschaft geboren. Wir kamen die 2 wochen echt super miteinander aus, was nicht üblich ist, wenn man die ganze zeit rund um die uhr aufeinander hängt. Also haben wir uns ein auto gemietet, was echt kompliziert ist wenn man es von heute auf morgen haben will, also kompliziert bezüglich bezahlbar. Und dank des beschränkten budgets hat es nur für ein normales auto gereicht, obwohl im nachhinein ein 4WD absolut angebracht wäre. Denn die schotterstraßen hier sind echt in einem grauenvollen zustand. Alleine schon trockene flußläufe zu überqueren. Ein Einfaches stecken zu bleiben oder aufzusetzen. Und dann stehst du da, im nirgendwo. Aber glück, fahrkünste und noch mehr glück ließen es uns überstehen. So hab ich alles gemacht was ich mir vorgenommen hatte. Wüste, düne rauflaufen zum sonnenaufgang, ich war in rostock. Also es ist nur eine lodge die so heißt, auch nur, weil irgendwann einma ein buchstabe abgefallen ist. Also eigentlich ursprünglich rotstock. Danach nach swakopmund, der deutschesten stadt, die ich jemals außerhalb europas gesehen hab. Witzig, wenn jedes zweite gebäude, jede zweite straße einen deutschen namen hat. Und ich habe deutsch mit einem namibier gesprochen. Klingt fast hochdeutsch.
WTF: in einem geschäft in swakopmund gab es t-shirts. Unter anderem welche, auf denen ganz groß „deutsch-südwest-afrika“ draufstand, mit einer rot-weiß-schwarzen fahne und einem soldaten auf einem pferd. Das nenn ich shocking africa.
Dann kam das einzige, was wir nicht ganz geschafft haben. Und zwar wollten wir die spitzkoppe hinaufklettern, 1750m hoch. Hat auch einigermaßen geklappt, aber das letzte stück war einfach zu riskant. Sicherlich möglich, nur mein gefühl hat mir gesagt „lieber nicht“. Bis dahin mußte man sich jeden schritt schon gut überlegen, aber wären wir weiter geklettert, hätte ein falscher das ende bedeutet.
Das nächste war die suche nach den himba leuten. Ein uralter afrikanischer stamm. Und sie sind nomaden, sprich man muß suchen und fragen. An einer tankstelle wurde ich angesprochen und er sagte, daß das nächste himba-dorf nur einige hundert meter entfernt war. Das nenn ich glück. Also hin. Es sind kleine dörfer, in denen vielleicht 20 leute wohnen, und das noch wie vor tausend jahren. Extrem primitiv. Sie duschen sich mit rauch, als beispiel. Nachts zum essen geblieben, dort im auto geschlafen, nächsten tag weiter und wieder viel zeit gespart.
Danach das nächste highlight. Der etosha national park. Um geld zu sparen, sind wir selber durch den park gefahren. Wieder schotterstraße, und da hat das auto einen mitgekriegt. Keine ahnung was, aber irgendetwas klingt jetzt komisch. In dem park soll man viele typisch afrikanische tier sehen. Hab ich. Gnus, antilopen, giraffen, schakale, erdmännchen, strauße, elefanten, warzenschweine und ein nashorn. Eine absolute seltenheit. Die meisten verlassen afrika ohne ein nashorn gesehen zu haben. Ach ja, ich mag glück;)
Seit gestern bin ich nun wieder zurück in windhoek, viel schneller als erwartet und geh die nächsten tage gaaanz entspannt an. Hab das auto auch noch bis Montag. Verdammt, viel zu lange.
Allgemein waren es 2 echt schöne wochen, namibia hat doch viel zu bieten an natur, nicht nur wüste. Berge machen echt viel aus. Ich habe ma wieder die grenze zu den tropen überquert, kann jetzt sagen, daß ich auf allen 7 kontinenten einen sonnenbrand hatte;)
Und nachts wird’s hier echt um die 15 grad winterlich kalt;)
In puncto sicherheit kann ich mich auch nicht beklagen. Überhaupt keine knifflige situation hier. Das eigentlich schlimme ist, daß man sehr vorurteilsbehaftet rangeht aufgrund erfahrungen anderer und der gerade nachts doch recht hohen kriminalität. Dadurch fühlt man sich LEIDER sicherer wenn auch weiße da sind und nicht nur schwarze. Also ich mein jetzt irgendwo auf der straße.
Bis zum nächsten land