as wird hier wirklich regelmäßig benutzt, ist suaheli und bedeutet „no worries“. Für die, die sich an könig der löwen erinnern.
Erstma frohes neues an alle und sorry, daß es länger gedauert hat bis zum nächsten newsletter. Aber je mehr zeit vergeht, desto mehr passiert, desto mehr muß ich schreiben und desto weniger hab ich lust;)
Der letzte ist ewig her, ich glaub das war noch aus livingstone in sambia. Viel gemacht hab ich nicht in livingstone. Das interessanteste war noch, daß ich mich mit einer angestellten aus dem hostel sehr gut verstanden habe und erleben durfte, wie und wo der durchschnittliche afrikaner lebt. In einer art ghetto, natürlich. Aber wo willst du auch sonst leben, bei vollzeit-arbeit und einem verdienst von ca. 120 euro im monat? Kleine, schäbige häuser mit fast der ganzen familie. Dafür tobt das leben auf der straße. Menschen die nicht zu hause vergammeln, sondern sich in den gassen treffen, bierchen trinken, billard spielen usw. eigentlich fast punk;) und sehr friedlich alles. Aber ihre geschichte ist noch etwas krasser. Mit 6 wollte ihr vater sie opfern, weil er ein könig in irgendeinem bezirk ist, mit 14 hat sie ihre schwester in einem unfall verloren und zieht seitdem die tochter auf, ab 16 hieß es tagsüber schule und nachts arbeiten. Und jetzt von 120 euro leben und davon noch andere versorgen. Das heißt, nebenbei illegal elefantenfleisch verkaufen um zu überleben. Krasse geschichte. Ich kann verdammt gut verstehen warum menschen wildern. Ist nicht deren schuld. Und die regierungen interessiert das einen scheiß. JEDE regierung in afrika ist korrupt. Die länder hier sind reich, aber wenn ein paar korrupte politiker alles in die eigene tasche stecken… hinzu kommt dann noch die westliche welt, die diesen kontinent weiterhin ausbeutet und mit den afrikanischen regierungen „zusammenarbeit“. Und hier weiß man es nicht nur, sondern man erlebt und sieht es, woher unser reichtum in europa kommt. Tja, und dann gibt es zu viele arrogante, egoistische arschlöcher, die immer noch glauben, flüchtlinge aus afrika sind schnorrer. „wir“ haben die ärmsten schweine der welt „beklaut“ und dafür werden sie auch noch verachtet. Und das ist leider die realität. Vieh in europa bekommt durchschnittlich mehr und besseres essen als ein afrikaner. Ok, sorry, ich schweif grad völlig ab. Sorry.
Ich bin dann doch recht einfach von windhoek nach maun, botswana, gekommen. Ich sollte abgeholt werden, um dann zum bus gebracht zu werden. Wurde ich auch, nur eine stunde zu spät. Und die beiden busfahrer haben mich abgeholt. Nur der bus war schon längst abgefahren, also mußten wir ihn mit einem privatauto einholen. Schon witzig, die busfahrer holen mich zu spät ab und müssen dann ihren eigenen bus irgendwo abfangen. Zu 100% habe ich der sache nicht getraut, zumal die richtig viel bargeld mit sich geführt hatten. So etwas assoziiere ich eher mit kriminellen machenschaften. Aber es hat geklappt. Nachts um 2 kam ich an, taxi zum backpackers, zum glück hat noch wer aufgemacht – angekommen. Toller ort, tolles backpackers mit bar am fluß, nur super freundliche und fröhliche menschen (scheiß deutschland). Leider hat das land nicht sonderlich viel zu bieten, die mitte botswanas besteht aus wüste und sonst nichts. Dann macht man halt einen weiteren game drive (sprich safari, nur hier heißt es anders). Game werden hier allgemein die wildtiere genannt. Warum find ich vielleicht nach heraus. Jedenfalls habe ich jetzt fast alle tiere gesehen, die afrika zu bieten hat, mir fehlen nur noch ein paar katzen. Außer löwen kam mir noch nichts vor die kamera. Von den big five (elephant, büffel, nashorn, löwe, leopard) fehlt noch der leopard. Ich werde aber nichts mehr derart buchen, es ist immer das gleiche und nach dem x. elephanten ist das auch nichts total besonderes mehr. Zumal man sie auch einfach auf der straße sieht. Aber man hat schon einen riesenrespekt, gerade wenn man denen ungeschützt begegnet. Sie sind zwar insgesamt friedlich, nur die werden auch gern ma sauer und dann bist du chancenlos. Ich hab herausgefunden, daß der sicherste ort eigentlich das zelt ist, wenn man es immer schließt. Keine mücken, keine schlangen, katzen greifen es nicht an, außer eben elephanten. Bei maun habe ich auch meinen ersten freien hike durch „game-gebiet“ gemacht. Ein bißchen anders wird einem schon, ungeschützt durch die wildnis zu laufen. Man hofft einfach ma keine löwen anzutreffen.
Denn kommt endlich der erste newsletter. Namibia ist fast geschafft. Es ist die letzte woche. Nun muß ich was finden, um nach botswana zu kommen. Und offiziell gibt es nichts. Kein bus, kein zug, und selbst fliegen ist extrem umständlich. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, daß beides mit die fortschrittlichsten länder afrikas sind, windhoek und maun touristisch angelaufen werden und es nur 800km sind. Im schlimmsten fall muß ich halt soweit wie es geht mit dem bus fahren, aussteigen und auf irgendetwas hoffen. Entweder kommt ein bus der mich weiterbringt, oder hitchhiking. Und natürlich verkehrt nichts täglich. Das wochenende will ich ganz gern noch mitnehmen, weil ich hab einen local kennengelernt, die würde mir die gegend aus nichttouristischer sicht zeigen und ich hab bock auf wenigstens einma party hier. In botswana erfahrt ihr wie es ausging.
so, mein 7. kontinent: check. jetzzt habe ich etwas geschafft, was vielleicht erst eine million oder eher viel weniger vor mir geschafft haben.
bin gut angekommen. 7 stunden am flughafen waren zwar echt hart, konnte die augen kaum offen lassen, mit bier wirds nicht einfacher;) aber dafür konnte ich fast den ganzen flug durchschlafen, hatte auch eine viererreihe für mich alleine. meine flugangst hat sich auch nicht gezeigt. ich war noch nie so entspannt dabei.
viel ist nicht mehr passiert, aber der abschluss fehlt ja noch.
ich hatte ja 2 tage auf dem boot nach belem. war ok, zum glueck kaum passagiere, hatte schon befuerchtet, dass es total voll wird. und nach so vielen tagen ist der amazonas auch nichts besonderes mehr. witzig war nur der 2. abend, als die crew mich zu so einigen drinks eingeladen hat. am naechsten morgen bin ich auf dem boden unter der haengematte aufgewacht mit rot gefaerbten haaren. ich kann mich an absolut nichts erinnern, kein plan. aber sieht ganz gut aus. da hat mir echt wer im suff die haare gefaerbt. tze.
nachdem mir ja das portemonnaie abhanden gekommen ist, habe ich es nach manizales, erster stop in kolumbien, geschafft. um dort meinen vermutlich letzten hike zu machen. und was soll ich sagen, das alte leid. der hike war ganz ok, leider nur schlechtes wetter und wieder sehr weit oben, das ziel war ein gletscher. halt nichts besonderes, dinge, die ich hier schon zig ma gesehen habe. und womoeglich war dies mein kaelterrekord in suedamerika, oben am gletscher gefuehlte unter 0 grad. und ich wollte doch nicht mehr frieren. dennoch, ein weiteres novum fuer mich in manizales. ich habe zum ersten ma wen aus rostock getroffen. 2 maedels. zaehlt zwar nicht zu 100%, da sie nicht mehr dort wohnen und fuers studium weggegangen sind, aber immerhin. und dann ganz schnell weiter nach medellin, um endlich zu entspannen in der sonne und am besten nur feiern. hat geklappt ca. eine woche lang. dazu hab ich endlich jemanden wiedergetroffen nach wochenlangem sich knapp verpasst zu haben, einen mit dem ich die tour durch die wueste von chile nach bolivien gemacht hab. und wie es so oft hier war, 3 andere sind dazugestossen mit denen wir super klar kamen. eine nacht hatte ich, glaub ich, die beste party mit denen in ganz suedamerika, bis zum naechsten tag mittags um 12. wer sich etwas mit kolumbien auskennt, weiss warum wir so lange gefeiert haben;) eigentlich wollte ich von da aus weiter nach bogota, aber da wir so viel spass zusammen hatten, habe ich einfach noch eine woche kolumbien drangehaengt, sollte zeitlich reichen. also ab zu eienm kleine ort in der naehe, guatape, und welch ein ausblick vom huegel aus auf eine einmalige seenlandschaft. traumhaft. welch ein glueck, dass ich das noch mitgenommen habe. aja, und nachts natuerlich kein ende von party. als ob das nciht reicht, bin ich leider nur noch mit einem von uns 5 nach salento weitergezogen, hat mich zwar nicht allzu sehr gereizt, aber wollte meienn geburtstag nicht alleine verbringen, am besten noch im flugzeug - pffffff. kein weltbewegender geburtstag, aber zu zweit eine grosse flasche rum hat ihr uebriges getan. achso, ansonsten gab es in salento extrem hohe palmen zu sehen, ueber 40 meter hoch. und denn alleine nach bogota um meinen flug nach leticia zu kriegen, mit der airline viva colombia. es gibt definitiv airlines, die vertrauenserweckender klingen. ich habe schon eine alte propellermaschine befuerchtet. war es aber nicht. und ja, vielleicht der ruhigste flug den ich je hatte, ich hatte noch nicht einma druck in den ohren. interessant war der landeanflug in leticia. das flugzeug wird immer niedriger, man sieht weit und breit nur wald, es ist schon fast in den baumkronen, und immer noch keine landebahn zu sehen. naja, sie kam dann noch, sonst wuerd ich ja jetzt nicht schreiben koennen;)
und ich gleich wieder. hab noch eine weile bis zum bus nach manizales und internet ist saubillig hier. bin jetzt aber schon in kolumbien, in der grenzstadt.
und natuerlich gab es wieder einen zwischenfall, den ich mir absolut nicht erklaeren kann. auf dem weg zur grenze mit dem taxi ist es passiert. mein portemonnaie ist weg. ich steig aus dem taxi aus, bezahl den mann und steck es wieder in die hosentasche, die recht eng ist. und vielleivht 20 sekunden spaeter ist es weg. und ich trage auf der gleichen seite meine tasche. rankiommen eigentlich unmoeglich. und trotzdem. und verloren hab ich es sicher nicht. es muss wohl ein echter meisterdieb gewesen sein. aber ich habe in quito mitgedacht und mein ganzes geld, 300 dollar, in den socken gesteckt, was ich sonst noch nie gemacht habe. puh, welch ein glueck und welch eine intuition. so hab ich nur 14 dollar verloren, meine beiden bereits gesperrten kreditkarten und meinen fuehrerschein. mit dem verlust kann ich leben
so, nachdem mir der letzte newsletter ueberhaupt nicht gefallen hat, der naechste. es ist beim letzten einfach zu viel passiert, ich hab alles nur grob angerissen und die eigentlich interessanten details haben komplett gefehlt.
fortgesetzt von huaraz, peru, bis nach nach quito, ecuador. erster stop war loja. 3 verschiedene busse um dorthin zu kommen und 2ma glueck gehabt, dass ich sie noch geschafft habe. gut, wenn man sich 5 min vor abfahrt entscheidet noch was zu essen zu holen und die nette dame erst noch das ei braten muss (dachte das sandwich waere fertig zum mitnehmen) braucht man sich nicht wundern, dass es sehr eng wird. hat ja geklappt. und in loja fing meine begeisterung an fuer das land. dafuer, dass es urspruenglich gar nicht geplant war und nur ein bonus ist, ist es echt sowas wie ein “geheim"tip. wer denkt schon als erstes oder viertes an ecuador wenns um suedamerika geht?
so, ich hab ma zeit, lust und internet zur gleichen zeit.
der letzte kam aus santiago, als meine online welt noch in ordnung war. apropo, das beste an santiago war, dass ich mir den neuen star wars angesheen habe, fuer 2 euro. gluecklicherweise wurde er auf englisch gezeigt, mit spanischen untertiteln zwar, aber egal. und geiler film.
naja, und dann ist die sache mit meinem laptop passiert, auf den weg nach san pedro de atacama. richtig dumm gelaufen. der letzte stop, ca 1 stunde vor san pedro. wie immer geh ich dann raus eine rauchen. ich habe gewartet bis alle raus sind, die nicht weiterfahren, udn es waren vllt noch 5 leute im bus. und dieses eine arschloch ist zurueck in den bus gegangen und hat den laptop aus meinem rucksack geklaut. und das war die letzte chance eigentlich, das naechte ziel war bolivien, und ab dort haette ich meinen rucksack eh nicht mehr ausser augen gelassen. tja, das passiert wenn man sich 2 monate lang zu sicher fuehlt in argentinine und chile. das schlimmste daran ist, dass alle photos bis antarktika weg sind. mein lebenswerk hat einen riss, bleibt auf ewig unvollstaendig und die erinnerungen einfach weg.
Nach einer gefühlten ewigkeit, wird es ma wieder zeit etwas zu schreiben. Die letztzen 4 wochen seit dem letzten newsletter waren so ereignisreich, wie vielleicht noch nie zuvor, zumindest seit langem nicht. Obwohl die „spannenden, riskanten stories“ wie etwas in asien fehlen, dafür verlief alles zu glatt. Nach der abschiedsparty in ushuaia mit dem verbliebenen rest aus antarktika ging es weiter richtung chile, puerto natales, torres del paine, der nationalpark, der als die schönste gegend ganz südamerikas gilt mit dem 3. Besten hike der welt. Naja, wer auch immer diese liste erstellt hat, arbeitet wahrscheinlich für tripadvisor oder lonely planet. Quasi blödsinn, außer man ist langweiliger pauschaltourist;)