Um meinen schnitt einzuhalten, wieder 2 länder später. Aber zu erst wünsche ich euch, dass 2015 zumindest nicht schlechter wird als 2014. silvester war bei mir leider nicht so toll, was will man auch in einem größerem dorf erwarten? Dafür hab ich weihnachten ordentlich einen drauf gemacht in phnom penh. Ich habe mich mit einem schweizer ziemlich gut verstanden dort, deswegen hab ich meien aufenthalt dort auch etwas verlängerte, so war weihnachten wenigstens gesichert. Phnom penh an sich ist wohl eher das größte dorf der welt, kaum zu glauben, dass es die hauptstadt ist mit mehr als 1 million einwohnern. Ich frag mich immer, wo die nur alle wohnen? Es gibt keine hochhäuser, geschweige denn normale mehrfamilienhäuser. Ich fand es in phnom penh gar nicht ma so schlecht. Unter anderem haben wir uns die killing fields angesehen, da wo während des krieges zwischen 75 und 79 die menschen, männer, frauen, kinder, auf brutalste weise ermordet wurden nachdem sie woanders gefoltert wurden. Echt erschreckend, überall sind massengräber und schilder, auf denen steht, dass man bitte nicht auf die knochen treten möchte, die auf den wegen durch den boden durchgucken. Außerdem wurde dort eine art vitrine, sehr groß, hingestellt, in der hundert evon menschlichen schädeln ausgestelt wurden. Ein KZ kann nicht mehr schockieren. Das krasse ist, dass die khmer rouge heute immer noch an der macht sind, die, die dafür verantwortlich waren. Also die, die die verbrechen begangen haben, wurden verurteilt zu haft. Nur haft. Das ist das gleiche, als wenn die nazis nach dem 2. wk deutschland immer noch regiert hätten.
es gibt nochma einen newsletter aus vietnam, die letzte woche bricht auch gleich an. Ich bin jetzt in can tho, im mekong delta bevor es morgen zum letzten ort in vietnam geht, nach phu quoc, eine insel vor der küste kambodschas, das vermutliche highlight. Seit gut 2 wochen muß ich auch endlich nicht mehr frieren, es ist sehr warm bis heiß, die sonnencreme ist endlich zum einsatz gekommen.
Die letzte info war, glaub ich, aus ninh binh. Dort habe ich den ersten versuch gestartet die bettwanzen loszuwerden, leider vergebens, was hieß, im nächsten ort wieder ein etwas teureres hotel nehmen um wieder einen tag zu verlieren mit der schädlingsbekämpfung. Ich schein erfolg gehabt zu haben, die letzte schlacht geht an mich. Zum glück hatte ich dort einen wasserkocher und fön. Ich hab wirklich alles mit kochendem wasser übergossen (gut, laptop natürlich nicht). Selbst sachen wie nageletui oder waschtasche oder laptoptasche. Sicher ist sicher. Ich habe zumindest keine neuen bisse, und die wenigen werden wohl mücken sein. In der hoffnung, dass mir keine malaria übertragen hat, denn dann bin ich doch wieder auf der seite der bettwanzen.
So, und wieder 2 länder später. Ich bin endlich da angekommen, wo es ursprünglich hingehen sollte. Südostasien. Der rest war nur eine lange 5 wöchige anreise.
Shanghai habe ich noch gut überstanden. die tristesse des alleinseins hat zum glück nur kurz angehalten, die chinesin an der rezeption im hostel studiert deutsch, zum glück kann ich das auch ein bisschen, und so ist sie mit mir die tage durch die stadt gezogen. Ist echt hilfreich wenn man wen dabei hat der die sprache kann. Und die stadt ist echt schön.
Ich bin in shanghai angekommen heute morgen. Aber davor ist ja noch eine menge passiert. Also fang ich an mit nach moskau. Moskau war schön, aber echt teuer. Und die mentalität dort ist echt nicht die beste, scheinbar nur in moskau. Und das hostel war eine große wohnung in einem einfachen wohnblock, wie alle unsere hostels in rußland.
Es ging ja dann endlich los mit der transsibirischen eisenbahn, der erste abschnitt war von moskau nach jekaterinburg, 3. klasse. Gar nicht so schlimm wie man sich die 3. klasse vorstellt. Jeder hatte sein eigenes bett und auch sonst genügend platz. Die mitreisenden sind auch freundlich und versuchen mit einem ins gespräch zu kommen, was natürlich nur sehr mühsam geklappt hat, mit einigen brocken deutsch, englisch und von mir russisch. Mein russisch ist übrigends noch schlechter als gedacht, obwohl ich bei einigen sachen erstaunt war, dass ich sie noch wusste. Dort habe ich auch einen polen kennengelernt im ersten abschnitt, der in diesem newsletter noch öfter auftauchen wird.
so, heil in moskau angekommen. fing gleich lustig an, ich durfte zum ersten ma das flugzeug wechseln vorm starten. der pilot hat es als zu unsicher empfunden, weil eine nottreppe sich nich hätte aufblasen lassen. 2 stunden später ging es los und wieder ein flug wie er mir gefällt, völlig ruhig.
der zoll in moskau war auch etwas nervig. olaf wollten sie erst nicht so recht reinlassen und meine tasche haben sie durchsucht. dann haben wir vergessen geld zu tauschen, die sucht nach tabak war zu groß;), und um wieder reinzukommen, darf man sich noch einma durchchecken lassen. nervig. die metro haben wir auch nicht gefunden, also taxi. zum glück, das hostel hätten wir sonst NIEMALS gefunden.
ja ich müßte auch ma n reisebericht kanada schickn, komm aber echt kaum dazu. bin immer noch beim erstn wwoof platz wo ich direkt vom flughafn hin bin, und fetzt halt einfach hier und kann mich nich so recht trenn. richtig coole leute und mit den andern backpackern komm ich auch super klar. aber spätestens ende nächster woche gehts wirklich weiter und denn auto mietn. hab n angebot gekriegt daß ich schwarz arbeitn könnte, kirschn pflückn, aber egal. wenns klappt, mach ich das. geil, 2 staatn auf einma bescheißn - das is punk;)
tolle scheisse, jetzt hab ich grad die mail fertig geschriebn so gut wie und ploetzlich macht diese scheiss kiste einfach ne neue seite auf und alles weg. kein bock mehr. also schreib an nem andern rechenr. s letzte ma
damit nicht noch mehr jammern, daß ich nicht schreibe, kommt ma wieder was. hab ja zeit, und vor allem, ma wieder etwas lust. newsletter schreiben ist doch mehr eine lästige “pflichtaufgabe” als freude. ist auch der letzte, zumindest aus australien.
na gut. ich bin seit freitag wieder in fremantle und wohne bei meinem damaligen nachbarn. schön die leute wiederzusehen. aber dies hieß natürlich vorher abschied nehmen von sydney, was wie immer mit einer gewissen sentimentalität verbunden war. letztendlich war es keine schlechte zeit,verbunden mit doch recht vielen schönen momenten und erinnerungen. und es ist und bleibt eine schöne stadt, auch wenn das nachtleben und die menschen, die dort leben, nicht unbedingt optimal ist. immerhin kann ich sagen, daß ich ma eine weile in sydney gelebt habe, klingt cool;) und zumindest werde ich wohl 2 freunde aus sydney ende des jahres in busan wiedertreffen. (wer nciht weiß, wo das ist - nicht mein problem)