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sometimes i love my brain

Sunday, February 12, 2017, 00:31:52

und ich gleich wieder. hab noch eine weile bis zum bus nach manizales und internet ist saubillig hier. bin jetzt aber schon in kolumbien, in der grenzstadt.
und natuerlich gab es wieder einen zwischenfall, den ich mir absolut nicht erklaeren kann. auf dem weg zur grenze mit dem taxi ist es passiert. mein portemonnaie ist weg. ich steig aus dem taxi aus, bezahl den mann und steck es wieder in die hosentasche, die recht eng ist. und vielleivht 20 sekunden spaeter ist es weg. und ich trage auf der gleichen seite meine tasche. rankiommen eigentlich unmoeglich. und trotzdem. und verloren hab ich es sicher nicht. es muss wohl ein echter meisterdieb gewesen sein. aber ich habe in quito mitgedacht und mein ganzes geld, 300 dollar, in den socken gesteckt, was ich sonst noch nie gemacht habe. puh, welch ein glueck und welch eine intuition. so hab ich nur 14 dollar verloren, meine beiden bereits gesperrten kreditkarten und meinen fuehrerschein. mit dem verlust kann ich leben
so, denn werd ich ma so ganz langsam zum bus schreiten und hoffentlich morgen mittag in manizales sein

geniesst euer wochenende, am montag muesst ihr wieder arbeiten. haeh haeh;)

(no subject)

Friday, February 10, 2017, 19:22:35

tach

so, nachdem mir der letzte newsletter ueberhaupt nicht gefallen hat, der naechste. es ist beim letzten einfach zu viel passiert, ich hab alles nur grob angerissen und die eigentlich interessanten details haben komplett gefehlt.
fortgesetzt von huaraz, peru, bis nach nach quito, ecuador. erster stop war loja. 3 verschiedene busse um dorthin zu kommen und 2ma glueck gehabt, dass ich sie noch geschafft habe. gut, wenn man sich 5 min vor abfahrt entscheidet noch was zu essen zu holen und die nette dame erst noch das ei braten muss (dachte das sandwich waere fertig zum mitnehmen) braucht man sich nicht wundern, dass es sehr eng wird. hat ja geklappt. und in loja fing meine begeisterung an fuer das land. dafuer, dass es urspruenglich gar nicht geplant war und nur ein bonus ist, ist es echt sowas wie ein “geheim”tip. wer denkt schon als erstes oder viertes an ecuador wenns um suedamerika geht?
und extrem freundlich und extrem sicher (ausser quito). ich hab mich nachts in loja sicherer gefuehlt als in so manchen gegenden in hro am tag. und irgendwie schien das ganze leben in der stadt sehr harmonisch zu sein. natuerlich ein aber. wenn dann abends ein englaender und ein deutscher losziehen um eine kneipe zu suchen und nichts finden -kein bier- ist es die hoelle und man scheisst auf die friedlichkeit;)
in loja habe ich auf dem markt mir ein meerschwein vom grill gegoennt. komplett, mit kopf und innereien. gekocht fand ich es besser, aber trotzdem, gar nicht ma schlecht. und die meerschweine sind ca. doppelt so gross wie die, die wir kennen. und ich hab es natuerlich gleich auf dem markt auf der strasse gegessen, und die einheimischen sind stehengeblieben und haben mich angestarrt als ob ich sonst was mache. ok, es ist eigentlich auch nur etwas fuer besondere anlaesse wie hochzeiten oder sowas, und nichts was man auf dem bordstein isst.
das sollte auch nur ein ungeplanter stop auf dem weg zum eigentlichen ziel sein, villabamba, kleines dorf, nciht weit von loja. hauptgrund, wie fast immer, hiking. naja, nichts aussergewoehnliches,aber auch nicht schlecht. dafuer war das dorf echt total entspannt, hippiemaessig, und sehr international. viele von ueberall her haben sich dort niedergelassen. also schon sehr touristisch, aber letztendlich, was heisst das schon? es geht ja nur darum eine gute zeit zu haben, und die kann ich auch an orten mit vielen nichteinheimischen haben.
und weiter, nach cuenca. und ma wieder ein richtig schoener nationalpark in der naehe. berge, nicht zu hoch, nicht schneebedeckt, ueberall baeume, alles gruen, mit einigen seen, neblig, feucht, bewoelkt, aber dieses wetter hat perfekt gepasst zu der landschaft. unterwegs im park hab ich wen getroffen und wir sind dann zusammen gelaufen, und dann etwas, was mir glaub ich noch nie passiert ist, und dann auch noch zu zweit. verlaufen. voellig vom weg abgekommen, ueber eine stunde durch die gegend geirrt, und spaeter dann doch wieder den richtigen weg zu finden. und dann wussten wir nicht, ob wir nach links oder rechts gehen sollen (ein weg war richtung weiter, einer richtung zurueck - und wir wollten weiter). was macht man da? man wirft eine muenze und laesst das schicksal entscheiden. und dann geht man trotzdem in die andere richtung als die, die die muenze entschieden hat. falsche entscheidung, natuerlich. hoert auf die muenze;) selbst als wir spuren entdeckt haben, die offensichtlich darauf deuten, dass wir aus der richtung kamen, sind wir einfach weiter. wir haben fussabdruecke verglichen und ein haufen scheisse kam uns verdammt bekannt vor;) und als wir mit sicherheit wussten, dass wir zurueckgehen, war es zu spaet zum umkehren. mist. und selbst auf dem rueckweg haben wir uns ein paar ma leicht im weg geirrt. man faengt an, an sich selber zu zweifeln. trotzdem ein echt schoener tag.
naechster stop, mindo, aehnlich wie villabamba, kleines dorf, weniger hippiezeug und weniger zu sehen und machen. dazu musste ich in quito umsteigen. nachdem ich ueber eine stunde an dem doch grossen und modernen busbahnhof rumgeirrt bin und von einem schalter zum naechsten geschickt wurde, hat mir dann endlich ma wer gesagt, dass ich am falschen bahnhof bin. toooll. ich hab dann ein taxi genommen.
so, von mindo zurueck nach quito. einen hike gemacht, der absolut nichts besonderes war, und den rest der zeit mich um loesungen fuer probleme kuemmern. und wenns kommt, dann richtig und alles auf einma. angefangen mit durchfall und kraempfen. ok, das hatte ich hier schon so oft, ist eigentlich fast schon ein regelmaessiger begleiter und nichts ungewoehnliches mehr. geh ich halt einma mehr in die apotheke. 2. problem: ich hab mir in mindo wohl sandfloehe eingefangen. aehnliche situation wie damals in asien. ueberall bisse die tierisch jucken, alle sachen gewaschen und hoffen, dass es damit getan ist. ich hoffe noch. und die besitzerin des hostels war sowas von lieb und nett, sie ist abends mit dem taxi in eine apotheke gefahren um mir etwas gegen das jucken zu besorgen. ich musste nichts bezahlen. genauso wie ich fuer die unterkunft nichts bezahlen muss (wir sind uns nicht ganz sicher ob ich die viecher mitgebracht hab, oder ob die schon hier waren), und ich hab ein freibier als trost gekriegt.
3. problem. meine kreditkarte wurde gesperrt. der automat am busbahnhof war wohl nciht so ganz sauber. ohne karte kein geld. nu muss ich schauen wie ich die letzten wochen an kohle komme um ueber die runden zu kommen. und ohne karte kann man ja auch keinen flug buchen nach hause. nervig. aber mutti hat es hinbekommen (danke nochma dafuer!) und ich werde am 16.3. von fortaleza aus nach frankfurt fliegen. ja, ich hab die zeit ein bisschen verkuerzt. ich bin langsam auch fertig, in den gut 4 monaten bisher hab ich einfach so sehr viel erlebt und gemacht, mehr als auf den anderen reisen, dazu noch die hoehe und kaelte, kaum pausen, nicht viel entspannung, oftmals wenig schlaf. in den letzten 33 tagen werde ich auch nicht mehr die ganz grossen aktionen starten. und in kolumbien ist das, glaub ich, auch gut machbar. ja, dahin geht es morgen.
aja, ich hatte doch geschrieben, dass es schwierig wird von kolumbien nach manaus zu kommen. kurze hoffnung und freude, bis die seifenblase zerplatzt ist. also die einzige moeglichkeit ist mit dem boot. und es fahren regelmaessig welche von leticia (der suedoestlichste zipfel kolumbiens) nach manaus. problem geloest? von wegen. man kommt nach leticia nur per flugzeug. ich komm wohl nicht drum herum innerhalb suedamerikas einma zu fliegen. und ma ehrlich, man fliegt innerhalb kolumbiens doch nur, wenn man vom leben nicht mehr allzu viel zu erwarten hat;) wenigstens wird der flug verdammt billig sein.
4. problem. kanada sieht schlecht aus. die agentur, die mir das visum besorgen sollte, scheint betrug zu sein, zumindest hoere ich von denen seit langem nichts mehr und offentsichtlich haben die auch noch nichts gemacht.
katrin: reservier mir schonma einen platz bei euch auf arbeit;)
letzte saetze fuer heute: ich lass mich natuerlich nicht unterkriegen und es wird weitergehen.
und ich muss dringend zunehmen. ich hab mich in la paz ja ganz gut neu ausgestattet (u. a. neue hose, basecap (kein bock mehr mir meine platte staendig zu verbrennen), usb stick und sd karte fuer die kamera - um in zukunft meine photos 3fach abzusichern) und als ich die hose gekauft habe, sass sie perfekt, ich musste den guertel um 2 loecher enger machen, und mittlerweile ist mir die hose etwas zu weit. (liegt bestimmt am haeufigen durchfall)

denn bis kolumbien oder brasilien oder six feet under;)

altitud esta mierda y feliz año nuevo

Friday, January 27, 2017, 18:27:20

hi
27 tage zu spaet, aber immerhin.
so, ich hab ma zeit, lust und internet zur gleichen zeit.
der letzte kam aus santiago, als meine online welt noch in ordnung war. apropo, das beste an santiago war, dass ich mir den neuen star wars angesheen habe, fuer 2 euro. gluecklicherweise wurde er auf englisch gezeigt, mit spanischen untertiteln zwar, aber egal. und geiler film.
naja, und dann ist die sache mit meinem laptop passiert, auf den weg nach san pedro de atacama. richtig dumm gelaufen. der letzte stop, ca 1 stunde vor san pedro. wie immer geh ich dann raus eine rauchen. ich habe gewartet bis alle raus sind, die nicht weiterfahren, udn es waren vllt noch 5 leute im bus. und dieses eine arschloch ist zurueck in den bus gegangen und hat den laptop aus meinem rucksack geklaut. und das war die letzte chance eigentlich, das naechte ziel war bolivien, und ab dort haette ich meinen rucksack eh nicht mehr ausser augen gelassen. tja, das passiert wenn man sich 2 monate lang zu sicher fuehlt in argentinine und chile. das schlimmste daran ist, dass alle photos bis antarktika weg sind. mein lebenswerk hat einen riss, bleibt auf ewig unvollstaendig und die erinnerungen einfach weg.
so weit, so schlecht. dan pedro. interesssante gegend, eine kleinstadt in der wueste, aber dank der berge ist es trotzdem wunderschoen. und hey, dort wurde der mars rover erprobt. cool. von dort aus habe ich eine tour gebucht nach uyuni, bolivien. durch die wueste, in bis zu 5000m hoehe. ziemlich viele wurden hoehenkrank. sehr sehr gefaehrlich. mir ging es zum glueck gut. und ich hab wohl die beste gruppe erwischt, wir haben so viel spass gehabt, ich glaub, die anderen waren neidisch. hihi. und am ende ging es in die salzwueste, endlose weiten nur salz, selbst das hostel war aus salz. und was macht man da? man leckt das hostel, springt in salzhaufen, macht salzballschlacht und salzengel.
und dann ab nach la paz, zusammen mit 2 leuten von der tour. und dort habe ich zum ersten ma die verdammte hoehe gespuert. also mir ging es weiterhin gut, nur der geringe sauerstoffgehalt ist permanent spuerbar. ich bin nur eine treppe raufgelaufen und hab gehaechelt wie nach einem marathon. wie ein alter mann. selbst im bett manchma habe ich gehaechelt. und in dieser hoehe befinde ich mich nun die meiste zeit seit einem monat. immer zwischen 3000 und 5000m. uebrigends, 5000m ist, glaub ich, das hoechste was ich je war. flugzeug zaehlt nicht. aja, und ich hab echt die schnauze voll von der hoehe, mehr als, selbst hiking macht keinen sonderlichen spass hier oben. dazu kommt, dass das wetter hier meist mies ist, kalt, verregnet. da ist man froh dass der sueden hinter einem liehgt und es waermer werden sollte, und dann kommt die hoehe. ich will endlich sommer, laenger als nur ein paar wenige tage am stueck, und runter auf meeresbodenhoehe. mir reicht es wirklich, scheiss anden.
la paz ist auch nichts besonderes. das beste dort war die death road, die gefaehrlichste strasse der welt. 80km in 3 h mit dem fahrrad, und nur bergab. und den ganzen weg eine spektakulaere aussicht.
von la paz zum titicacasee. der hoecstgelende see der welt, aber ansonsten auch nur ein gewoehnlicher see. und wieder beschissenes wetter, nachts nur knapp ueber 0 grad und viel regen. war trotzdem ganz ok. hab in dieser zeit viele argentinier kennengelernt, und hab festgestellt, was mir in dem land versagt blieb, dass die echt total offen, freundlich, einladend lustig, hilfsbereit sind. wurde recht oft zum essen und zu bier eingeladen.
das war bolivien, auf nach peru, cusco. viele versacken da, bleiben laenger als geplant, wie ich. eine woche dort. die stadt ist zwar megatouristisch, aber man fuehlt sich dort dennoch sauwohl, und ich hatte ma wieder glueck, ein perfektes hostel zu finden. von dort aus bei den rainbow mountains gewesen, berge in den farben blaugrau, gruen, gelb und rot. leider wieder von weit oben, aber die sicht war einfach nur atemberaubend. und die 2. sache von cusco aus - natuerlich machu picchu. um dorthin zu kommen, muss man ueber 5000 stufen hinaufsteigen, in ca 1 stunde. die lunge fuehlt sich an als ob sie zerreisst. und es ist schon etwas besonderes es in echt zu sehen, aber das ganz grosse “wow” hat gefehlt.
und dann gleich das naechste weltberuehmte. das peru zu bieten hat, die nasca linien in nasca. um die zu sehen, muss man fliegen, was mich ja nun nicht gerade in hurra stimmung versetzt. in einer kleien, 8sitzigen cessna. erstaunlicherweise hab ich den flug sowas wie genossen, selbst “luftloecher” fand ich gut, und auch extreme schraeglage, sonst sieht man naemlich die figuren nicht. und auch das war leicht enttaeuschend. ich habe mir die irgendwie anders vorgestellt, groesser. und auch verdammt schwer die zu erkennen, weil da sind noch zig andere linien. hab vllt 3-4 von 12 gesehen. egal, ich habe sie gesehen.
dann lima, siehe santiago und la paz. kann man auslassen. das hostel war auch langweilig, naja, es war ein gran hotel, zumindet hiess es so. zum glueck hab ich dort ein altes kanadisches schwules paerchen getroffen, und die waren echt cool drauf, hat lima gerettet. wenn ich das visum erhalte, muss ich sie natuerlich besuchen. und mittlerweile will ich unbedingt zurueck nach kanada, in den osten. hab einige leute von dort getroffen, und es klingt noch! besser als der rest des landes.
und jetzt bin ich in huaraz, letzter stop in peru, bevor es heute nacht nach ecuador geht. und herauszufinden wie ic von hier dahin komme war auch mit anfaenglicher frustration verbunden. alle haben gesagt, dass ich zurueck nach lima muss und von dort aus einen bus nach quito, eine andere moeglichkeit gibt es nciht. 2 tage im bus. bloedsinn, es gibt eine andere moeglichkeit, etwas oefter umsteigen, aber dafuer auf den direkten weg.

und peru fand ich besser als erwartet. sehr sicher, sehr billig (im restaurant fuer 3 euro krieg ich richtig viel zu essen) und die leute auch sehr freundlich. aber im allgemeine muss ich sagen, dass ich suedamerika recht sicher finde, habe mich in keinem moment unsicher gefuehlt. und ich finde es ungerecht und ungerechtfertigt (bis jetzt natuerlich), dass irgendwelche wichtigtuer im internet so schlecht ueber diesen kontinent berichten.
im allgemeinen muss ich fast sagen, dass suedamerika alleine auf platz 1 meiner reisen sein koennte, wenn man hier englisch und nicht spanisch sprechen wuerde. traumhafte natur, sehr vielfaeltig, und ich habe noch nirgends so viele backpacker getroffen wie hier, mit denen ich richtig richtig gut klar kam. in fast jedem neuen ort treffe ich neue freunde mit denen ich eine aussergewoehnlich gute zeit habe. entweder glueck, oder einfach nur weil suedamerika doch fuer eher fortgeschrittene ist, und kaum einer ist unter 25.
aja, ein grosses problem bleibt noch. wie komme ich von medellin nach manaus? rund 5000km per bus, also eine woche mind. - kein bock. selbst fluege gibt es nicht wirklich, teuer und mit 3 stops, u. a. venezuela (garantiert werd ich keien fuss in dieses land setzen, auch nicht am flughafen) oder ueber usa und karibik. hmmmmmmmm. ist ja noch zeit, es wird sich schon irgendetwas ergeben.
hasta luego

die 4 wochen nach antarktika

Friday, December 23, 2016, 16:28:51

Tach
Nach einer gefühlten ewigkeit, wird es ma wieder zeit etwas zu schreiben. Die letztzen 4 wochen seit dem letzten newsletter waren so ereignisreich, wie vielleicht noch nie zuvor, zumindest seit langem nicht. Obwohl die „spannenden, riskanten stories“ wie etwas in asien fehlen, dafür verlief alles zu glatt. Nach der abschiedsparty in ushuaia mit dem verbliebenen rest aus antarktika ging es weiter richtung chile, puerto natales, torres del paine, der nationalpark, der als die schönste gegend ganz südamerikas gilt mit dem 3. Besten hike der welt. Naja, wer auch immer diese liste erstellt hat, arbeitet wahrscheinlich für tripadvisor oder lonely planet. Quasi blödsinn, außer man ist langweiliger pauschaltourist;)
Also torres del paine, zusammen mit der letzten person aus antarktika. Und unterwegs hat man immer ma wieder leute von dort wiedergetroffen, ein langsamer abschied, nicht wie sonst, daß alle auf einma weg sind. Macht es leichter. Geplant waren 4 tage hiking mit camping im park. Am ersten tag lief noch alles super, waren zum glück rechtzeitig am campingplatz, 21 uhr. Denn niemand will im dunkeln durch den park laufen um dann als pumafutter zu enden. Und am 2. Tag dann das chaos. Eine brücke ist zusammengebrochen auf dem weg vom westlichen teil zum östlichen, genau in der mitte, was heißt, daß man da nicht mehr langkommt. Alle wurden zurückgeschickt. Demzufolge sind auch sämtliche buchungen fürs camping über den haufen geworfen wurden. So mußte man mit dem katamaran zurück, der extrem teuer ist und absolut nicht eingeplant. Er sollte kostenlos fahren, aber nachdem der erste nur leute mitgenommen hat, die bezahlt hatten, entstand ein wunderbarer solidarischer zusammenhalt unter den backpacker, so daß die nächste fähre uns alle ohne kosten mitnehmen mußte. Backpacker, wahrscheinlich die letzte kultur, in der es sowas noch gibt.
Letztendlich wurden dadurch aber aus 4 tagen hiking nur 2. Und danach der nervigste, unnötigste teil dieser reise. Nur um höhlen zu sehen. Die auf bildern zwar wie ein schloß aussehen, aber in wirklichkeit nur ganz nett sind. Nervig ist auch, daß man ständig die grenze überqueren muß, weil es keine straßen gibt, die das land verbinden und die grenze zwischen beiden ländern wirklich beschissen verläuft. Insgesamt habe ich jetzt die grenze zwischen argentinien und chile 6ma überquert. Das kostet alles nur unnötig platz im reisepaß, der langsam voll ist.
Sprich oft umsteigen im bus, irgendwo übernachten, weil kein bus mehr fährt, kilometerweit mit vollem gepäck zwischen beiden grenzen laufen, weil kein bus verkehrt, 3 grenzüberquerungen, nur um höhlen zu sehen für eine stunde. Aber auch da war ich nicht alleine. Eigentlich haben sich die „begleiter“ permanent überschnitten, einer ging, einer kam, so daß ich immer jemand sympathischen an meiner seiter hatte.
Denn pucon. Definitiv einer der schönsten wochen meines backpackerlebens. Hübsches gemütliches hostel, hippiemäßig, so ziemlich alle leute links orientiert, mit den meisten leuten war es sowas wie beste freundschaft auf den ersten blick. In dieser woche blieb auch kein abend trocken;) zusammen u. a. ein auto gemietet für einen 3tages ausflug in eine art märchenwald. Eine woche lang nur spaß, nur gelacht.
Der eigentliche grund, nach pucon zu reisen, war ein vulkan. Ein vulkan, in den man hineingucken kann und lava sieht. Ein novum, das erste ma, daß ich lava gesehen habe. Hat was;) und ich bin sowas von froh, daß ich überredet wurde, eine tour zu buchen, denn ohne ausrüstung hat man keine chance hinaufzukommen. Man läuft am ende alleine schon 1 stunde einen gletscher steil hinauf, sehr sehr glatt. Wenn man da wegrutscht und runterfällt, tja, das wars dann. Dieses jahr sind wohl schon 9 leute dort deswegen gestorben. Und ich wollte die 10 nicht voll machen;) es ist auch jemand abgestürzt als ich da war. Nichts passiert, nur blutüberströmt war er.
Naja, dann war die woche irgendwann vorbei, und das erste ma seit bariloche, also 2 monaten, daß ich ma wieder ganz alleine war. Egal, hab es ja nicht verlernt allein zu reisen. Dank eines sehr wertvollen tips, ging es nach talca, um einen hike zu machen, der wohl der schönste in ganz südamerika bisher war. Ein absoluter geheimtip. Dort gibt es keine touristen, keine backpacker, keine hostels. Totally off the beaten track. Knapp 30km durch eine traumhafte bergwelt laufen, in nur gut 6 stunden. Man bin ich gut;)
Und jetzt bin ich in santiago. Ernüchterung nach den letzten 2 monaten. Kann mir ma jemand sagen, wieso ich hier 6 nächte gebucht hab? Ein tag reicht um die stadt zu sehen, das hostel ist auch eher mies als gut, keine athmosphäre hier, personal ist recht wenig hilfreich und unfreundlich, und es baut sich nichts auf mit den anderen backpackern. Ich komm zwar mit den meisten klar, aber irgendetwas fehlt, der geist des zusammenseins fehlt. Nutz ich die zeit halt um ma runterzukommen, abzuschalten, zu erholen. Und ich muß endlich nicht mehr frieren, täglich bis zu 30 grad. So stell ich mir weihnachten vor;)
Am Sonntag geht es dann weiter, wieder über 20 stunden busfahrt – kotz! Nach san pedro de atacama in die atacama-wüste, eine der trockensten orte der erde. Dort werd ich dann auch silvester verbringen.
Ich hab beschlossen, keine photos mehr per email zu schicken, weil es einfach nur sehr nervig ist. Hochladen dauert ewig und man kann nur maximal 5 photos auf einma schicken. Facebook ist zwar scheiße, aber wesentlich einfacher um photos zu teilen. Und da fast jeder mittlerweile dort angemeldet ist, oder zumindest jemanden kennt, der es ist, und wenn euer interesse groß genug ist, ihr findet die photos dort.
Bis zum nächsten ma, und für die, die darauf stehen: frohe weihnachten
Und gutes besäufnis zu silvester;)

antarktika

Monday, November 28, 2016, 21:23:21

Zurück vom weißen kontinent. Jetzt fehlt nur noch afrika.
Es waren 10 unvergeßliche tage. Fangen wir an. Die ersten beiden tage waren nur anreise, briefings, kleidung verteilen. Ich habe gleich am ersten tag für meinen „kultstatus“ gesorgt, hatte an bord immer einen bademantel an und wurde somit zum ersten superhelden antarktikas – robeman. Den 2. Tag ging es dann in die drake passage, sehr ungemütliches wetter dort, die meisten wurden seekrank, ich leider auch etwas. Zum ersten ma überhaupt. Da ist man schon 1000ma mit einem schiff gefahren, kommt von der küste und dann so etwas. Tze. Es wurden fleißig pillen verteilt. Nächster tag – endlich angekommen, endlich den boden dieses kontinents berühren. Und dazu noch perfektes wetter, in der sonne (es gibt da keinen schatten) bestimmt 15 grad. Kurzärmelig antarktika. Es hat sich unglaublich angefühlt, an einem der unberührtesten orte der welt zu sein, einer welt aus schnee, eis, bergen und pinguinen. Fast als ob man einen anderen planeten betritt.
Und pinguine sind definitiv die coolsten vögel. Egal was sie machen, es sieht einfach alles drollig, tollpatschig, niedlich aus.
Die nächsten tage wurde das wetter leider etwas winterlicher, kälter, stürmischer, so daß wir an 2 orten nicht an land gehen konnten und alternative orte angesteuert haben, was aber immer noch ein verdammt guter schnitt ist. Es gab schon fahrten dahin ohne daß man einma aufs festland konnte, quasi der schlimmste fall. So ging es dann 4 tage, an land gehen und diese fremde welt entdecken.
Highlights waren definitiv, daß einige leute (ich natürlich eingeschlossen) eine nacht im schlafsack auf dem obersten deck draußen geschlafen haben. Etwas feucht, sonst gings.
Das andere war polar bbq draußen. Mit glühwein, yeah;)
Und das mit abstand krasseste war der polar plunge. Ca. die hälfte der gäste ist ins wasser gesprungen, wasser- und außentemperatur 1(ein!) grad celsius. Ich habe noch nie ansatzweise so etwas kaltes gefühlt, ich habs auch nicht länger als 10 sekunden ausgehalten. Egal, ich war im antarktischen ozean . mit kopf unter wasser. wulle: ich denke ich gewinne - euer im november in die ostsee springen ist kindergarten im vergleich dazu. Ihr anfänger;)
Ok, und alles was drumherum war, war auch ziemlich perfekt. Das personal total geil drauf, das essen – wow, hab noch nie so viel, so regelmäßig und wohl auch so gesund über einen längeren zeitraum gelebt wie an bord. 3 große mahlzeiten und zwischendurch auch immer noch kleinigkeiten. Ich war nicht einma hungrig. Wie ungewohnt. Und hab wohl trotzdem nicht zugenommen, vllt 1 kg.
Die mitreisenden, tja, sehr gute freunde für 10 tage, extrem viel spaß zusammen gehabt, und erstaunlich junger altersdurchschnitt.
So, soll reichen. Treff mich zum glück nachher noch mit einigen und vllt reis ich mit wem noch ein stück zusammen. Aber dennoch, abschiede sind scheiße, und dieser war besonders beschissen.
Die welt kommt zusammen um sich auf einen kontinent zu treffen.
Die frage ob es das viele geld wert war? Keine ahnung, ist auch nicht wichtig, diese erinnerungen sind unbezahlbar.
Bis denn, mit polaren grüßen
(photos gibt’s erstma keine, sind zu viele, kein bock die besten jetzt rauszusuchen)