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botswana - zimbabwe

Tuesday, November 27, 2018, 07:00:20

So, da bin ich wieder.

Ich bin dann doch recht einfach von windhoek nach maun, botswana, gekommen. Ich sollte abgeholt werden, um dann zum bus gebracht zu werden. Wurde ich auch, nur eine stunde zu spät. Und die beiden busfahrer haben mich abgeholt. Nur der bus war schon längst abgefahren, also mußten wir ihn mit einem privatauto einholen. Schon witzig, die busfahrer holen mich zu spät ab und müssen dann ihren eigenen bus irgendwo abfangen. Zu 100% habe ich der sache nicht getraut, zumal die richtig viel bargeld mit sich geführt hatten. So etwas assoziiere ich eher mit kriminellen machenschaften. Aber es hat geklappt. Nachts um 2 kam ich an, taxi zum backpackers, zum glück hat noch wer aufgemacht – angekommen. Toller ort, tolles backpackers mit bar am fluß, nur super freundliche und fröhliche menschen (scheiß deutschland). Leider hat das land nicht sonderlich viel zu bieten, die mitte botswanas besteht aus wüste und sonst nichts. Dann macht man halt einen weiteren game drive (sprich safari, nur hier heißt es anders). Game werden hier allgemein die wildtiere genannt. Warum find ich vielleicht nach heraus. Jedenfalls habe ich jetzt fast alle tiere gesehen, die afrika zu bieten hat, mir fehlen nur noch ein paar katzen. Außer löwen kam mir noch nichts vor die kamera. Von den big five (elephant, büffel, nashorn, löwe, leopard) fehlt noch der leopard. Ich werde aber nichts mehr derart buchen, es ist immer das gleiche und nach dem x. elephanten ist das auch nichts total besonderes mehr. Zumal man sie auch einfach auf der straße sieht. Aber man hat schon einen riesenrespekt, gerade wenn man denen ungeschützt begegnet. Sie sind zwar insgesamt friedlich, nur die werden auch gern ma sauer und dann bist du chancenlos. Ich hab herausgefunden, daß der sicherste ort eigentlich das zelt ist, wenn man es immer schließt. Keine mücken, keine schlangen, katzen greifen es nicht an, außer eben elephanten. Bei maun habe ich auch meinen ersten freien hike durch „game-gebiet“ gemacht. Ein bißchen anders wird einem schon, ungeschützt durch die wildnis zu laufen. Man hofft einfach ma keine löwen anzutreffen.

An den nächsten beiden tagen hab ich mir mit jemandem wieder ein auto gemietet, toyota hilux. Geiles fahren, du kommst überall durch, selbst schlaglöcher, und es gab viele große in botswana, sind ziemlich egal. Jedenfalls wollten wir zu einer art insel bzw oase in der wüste, kamen aber erst im dunklen an der kreuzung an, und von da aus waren es noch 100 km durch die wildnis auf, naja, sagen wir es so, einer art trampelpfad für autos und links und rechts büsche. Das erste richtige abentuer, quasi ein night-self-game-drive. 4 stunden hat es gedauert um anzukommen mit zig ma den weg nicht finden. Da irgendwo liegen bleiben oder komplett verfahren und du bist ma so richtig im arsch. Ohne gps und offline-maps hätten wir es nie im leben gefunden, wären verloren gegangen und hätten uns wahrscheinlich mittlerweile eine hütte dort gebaut und wären ins nirgendwo umgesiedelt;)

Ich muß sagen, mein smartphone möchte ich nicht mehr missen. Immer eine karte mit gps dabei zu haben ist genial. Und dank whats app kann ich mit jedem schreiben. Das macht es so viel einfacher.

Am letzten tag in maun abschiedsparty. Mein erster club in afrika zusammen mit meinem ersten absturz in afrika;) muß man auch machen wenn man feiern und tanzen will, die mucke hältst sonst nicht aus. Nur r n b und so ein scheiß. Aber naja, viel alk und mädels machen es wert;)

Danach die nächste grenze nach simbabwe. Bis zur grenze kein problem, danach die richtigen leute getroffen die mir weiterhelfen konnten bis zu den victoriafällen. Heißt quasi per anhalter oder inoffizielle minibusse. War nur 3 tage in simbabwe, es gibt nämlich im ganzen land keine möglichkeit an bargeld zu kommen. Die automaten sind alle leer. Schade, wollte eigentlich weiter ins landesinnere und nicht nur die fälle sehen. Und ständig nach sambia laufen um geld zu holen, da hatte ich auch keinen bock. Also ja, die fälle sind spektakulär. Sind glaub ich die größten weltweit. Leider ist noch trockenzeit und demzufolge nicht so viel wasser das runterkommt. Ich habe mich dann 110m abgeseilt bis nach ganz unten. Und alleine für diesen ausblick von unten war es definitiv wert. Aber schon ein krasses gefühl alleine am seil zu hängen in dieser höhe und sich selber abzuseilen. Nach unten gucken macht es nicht einfacher;)

Jetzt bin ich in livingstone in sambia direkt hinter der grenze und hatte gestern meinen zweiten absturz. Eigentlich sehr wenig. 2 abstürze in einem monat. Aber dafür täglich bier seit ich in afrika bin. Verdammt, bier tötet mein budget;)

Meinen ersten malariatest habe ich auch bestanden, das ergebnis war zum glück negativ. Aber gabs kostenlos an der grenze und zur absicherung kann man den ma machen. Also habe ich doch nur eine ganz leichte erkältung die nicht ausbrechen will. Gut, wenn man den ganzen tag schwitzt, wie soll sie auch;) ist nur doof, permanent durchgeschwitzt und dann klimatisiertes auto.

Ich werd ma schauen was man in sambia machen kann, denn eigentlich hat dieses land an natur fast gar nichts zu bieten. Dsewegen wird ich auch einen abstecher nach malawi machen. Soll traunhaft dort sein. Wie konnte ich malawi bei meinen planungen nur übersehen???

 
Auf wiederlesen

thats namibia

Wednesday, November 7, 2018, 11:27:04

Hi

Denn kommt endlich der erste newsletter. Namibia ist fast geschafft. Es ist die letzte woche. Nun muß ich was finden, um nach botswana zu kommen. Und offiziell gibt es nichts. Kein bus, kein zug, und selbst fliegen ist extrem umständlich. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, daß beides mit die fortschrittlichsten länder afrikas sind, windhoek und maun touristisch angelaufen werden und es nur 800km sind. Im schlimmsten fall muß ich halt soweit wie es geht mit dem bus fahren, aussteigen und auf irgendetwas hoffen. Entweder kommt ein bus der mich weiterbringt, oder hitchhiking. Und natürlich verkehrt nichts täglich. Das wochenende will ich ganz gern noch mitnehmen, weil ich hab einen local kennengelernt, die würde mir die gegend aus nichttouristischer sicht zeigen und ich hab bock auf wenigstens einma party hier. In botswana erfahrt ihr wie es ausging.

Nun zu namibia. Bis jetzt lief alles außergewöhnlich gut, eigentlich perfekt. Ich habe am flughafen wen kennengelernt. Wir hatten den gleichen pick-up service zum gleichen hostel. Schon war die erste reisefreundschaft geboren. Wir kamen die 2 wochen echt super miteinander aus, was nicht üblich ist, wenn man die ganze zeit rund um die uhr aufeinander hängt. Also haben wir uns ein auto gemietet, was echt kompliziert ist wenn man es von heute auf morgen haben will, also kompliziert bezüglich bezahlbar. Und dank des beschränkten budgets hat es nur für ein normales auto gereicht, obwohl im nachhinein ein 4WD absolut angebracht wäre. Denn die schotterstraßen hier sind echt in einem grauenvollen zustand. Alleine schon trockene flußläufe zu überqueren. Ein Einfaches stecken zu bleiben oder aufzusetzen. Und dann stehst du da, im nirgendwo. Aber glück, fahrkünste und noch mehr glück ließen es uns überstehen. So hab ich alles gemacht was ich mir vorgenommen hatte. Wüste, düne rauflaufen zum sonnenaufgang, ich war in rostock. Also es ist nur eine lodge die so heißt, auch nur, weil irgendwann einma ein buchstabe abgefallen ist. Also eigentlich ursprünglich rotstock. Danach nach swakopmund, der deutschesten stadt, die ich jemals außerhalb europas gesehen hab. Witzig, wenn jedes zweite gebäude, jede zweite straße einen deutschen namen hat. Und ich habe deutsch mit einem namibier gesprochen. Klingt fast hochdeutsch.

P1050271x12_Dune_45.jpgP1050271x21_Dune_45.jpgP1050271x36_Dune_45.jpgP1050294_Sesriem_canyon.JPGP1050306_Rostock_Ritz_Lodge.JPGP1050333_Rostock_Ritz_Lodge.JPGP1050369_Rostock_Ritz_Lodge.JPGP1050388x06_Swakopmund.jpgP1050388x20_Swakopmund.jpg

WTF: in einem geschäft in swakopmund gab es t-shirts. Unter anderem welche, auf denen ganz groß „deutsch-südwest-afrika“ draufstand, mit einer rot-weiß-schwarzen fahne und einem soldaten auf einem pferd. Das nenn ich shocking africa.

P1050401_Spitzkoppe.JPGP1050452_Spitzkoppe.JPGDann kam das einzige, was wir nicht ganz geschafft haben. Und zwar wollten wir die spitzkoppe hinaufklettern, 1750m hoch. Hat auch einigermaßen geklappt, aber das letzte stück war einfach zu riskant. Sicherlich möglich, nur mein gefühl hat mir gesagt „lieber nicht“. Bis dahin mußte man sich jeden schritt schon gut überlegen, aber wären wir weiter geklettert, hätte ein falscher das ende bedeutet.

45418612_2314778905420181_1206065218019393536_n.jpgDas nächste war die suche nach den himba leuten. Ein uralter afrikanischer stamm. Und sie sind nomaden, sprich man muß suchen und fragen. An einer tankstelle wurde ich angesprochen und er sagte, daß das nächste himba-dorf nur einige hundert meter entfernt war. Das nenn ich glück. Also hin. Es sind kleine dörfer, in denen vielleicht 20 leute wohnen, und das noch wie vor tausend jahren. Extrem primitiv. Sie duschen sich mit rauch, als beispiel. Nachts zum essen geblieben, dort im auto geschlafen, nächsten tag weiter und wieder viel zeit gespart.

Danach das nächste highlight. Der etosha national park. Um geld zu sparen, sind wir selber durch den park gefahren. Wieder schotterstraße, und da hat das auto einen mitgekriegt. Keine ahnung was, aber irgendetwas klingt jetzt komisch. In dem park soll man viele typisch afrikanische tier sehen. Hab ich. Gnus, antilopen, giraffen, schakale, erdmännchen, strauße, elefanten, warzenschweine und ein nashorn. Eine absolute seltenheit. Die meisten verlassen afrika ohne ein nashorn gesehen zu haben. Ach ja, ich mag glück;)

P1050514_Etosha_National_Park.JPGP1050526_Etosha_National_Park.JPGP1050548_Etosha_National_Park.JPGP1050569_Etosha_National_Park.JPG

Seit gestern bin ich nun wieder zurück in windhoek, viel schneller als erwartet und geh die nächsten tage gaaanz entspannt an. Hab das auto auch noch bis Montag. Verdammt, viel zu lange.

Allgemein waren es 2 echt schöne wochen, namibia hat doch viel zu bieten an natur, nicht nur wüste. Berge machen echt viel aus. Ich habe ma wieder die grenze zu den tropen überquert, kann jetzt sagen, daß ich auf allen 7 kontinenten einen sonnenbrand hatte;)

Und nachts wird’s hier echt um die 15 grad winterlich kalt;)

In puncto sicherheit kann ich mich auch nicht beklagen. Überhaupt keine knifflige situation hier. Das eigentlich schlimme ist, daß man sehr vorurteilsbehaftet rangeht aufgrund erfahrungen anderer und der gerade nachts doch recht hohen kriminalität. Dadurch fühlt man sich LEIDER sicherer wenn auch weiße da sind und nicht nur schwarze. Also ich mein jetzt irgendwo auf der straße.

Bis zum nächsten land

rostock calling once again

Thursday, March 16, 2017, 17:02:00

auf einen letzten von hier.
viel ist nicht mehr passiert, aber der abschluss fehlt ja noch. 
ich hatte ja 2 tage auf dem boot nach belem. war ok, zum glueck kaum passagiere, hatte schon befuerchtet, dass es total voll wird. und nach so vielen tagen ist der amazonas auch nichts besonderes mehr. witzig war nur der 2. abend, als die crew mich zu so einigen drinks eingeladen hat. am naechsten morgen bin ich auf dem boden unter der haengematte aufgewacht mit rot gefaerbten haaren. ich kann mich an absolut nichts erinnern, kein plan. aber sieht ganz gut aus. da hat mir echt wer im suff die haare gefaerbt. tze.
in belem hab ich dann auf meinen kumpel gewartet der von dort stammt, nach 2 tagen hat er mich dann auhc endlich abgeholt. bei ihm in der wohnung waren noch 3 andere deutsche und zusammen sind wir auf eine insel fuer einen tag und konnten in seinem gaestehaus dort schlafen. zufriedenstellender abschluss fuer suedamerika. unter anderem ein menschenleerer strand, warmes wasser und kaltes bier. das erste ma, dass ich hier baden war. und danach noch eine dschungelwanderung. hab ich das auch noch ma gemacht. und ich hab einen alligator gesehen, einen wilden, frei herumlaufenden. es waren aber ca. 150m dazwischen. aber krass, sowas ma in echt zu sehen.
und jetzt bin ich am flughafen in fortaleza und warte noch gut 4 stunden.
 
fazit:
wundervolle 5,5 monate, wahrscheinlich die intensivsten aller reisen. extrem viele leute kennengelernt mit denen ich super klar kam, viel traumhafte natur gesehen, viele sachen zum ersten ma in meinem leben gesehen. noch auf keiner reise so viel gefroren, locker zwei drittel. 
und was die suedamerika echt noch lernen muessen: es gibt kein gutes bier hier, kaffee ist meistens auch nicht gut, genau wie das essen. erstaunlicherweise gibt es hier keine richtige essenskultur. verdammt viel frittiertes junkfood, allgemein recht ungesund.
und hoert bitte auf zu glauben, dass es hier gefaehrlich sei. sehr sicher hier (ausser brasilien), wahrscheinlich sicherer als die usa. und da wuerde auch keiner sagen “oh man, du willst in die usa? bist du verrueckt, da ist es total unsicher”
also, es hat sich ma wieder gelohnt, und nun freu ich mich auf zuhause. ich brauch urlaub.
na denn, bis morgen hoffentlich
 
ende suedamerika

brazilian infrastructure sucks

Monday, March 6, 2017, 00:39:43

hola,
der vorletzte newsletter, wahrscheinlich.
die fortsetzung:
nachdem mir ja das portemonnaie abhanden gekommen ist, habe ich es nach manizales, erster stop in kolumbien, geschafft. um dort meinen vermutlich letzten hike zu machen. und was soll ich sagen, das alte leid. der hike war ganz ok, leider nur schlechtes wetter und wieder sehr weit oben, das ziel war ein gletscher. halt nichts besonderes, dinge, die ich hier schon zig ma gesehen habe. und womoeglich war dies mein kaelterrekord in suedamerika, oben am gletscher gefuehlte unter 0 grad. und ich wollte doch nicht mehr frieren. dennoch, ein weiteres novum fuer mich in manizales. ich habe zum ersten ma wen aus rostock getroffen. 2 maedels. zaehlt zwar nicht zu 100%, da sie nicht mehr dort wohnen und fuers studium weggegangen sind, aber immerhin. und dann ganz schnell weiter nach medellin, um endlich zu entspannen in der sonne und am besten nur feiern. hat geklappt ca. eine woche lang. dazu hab ich endlich jemanden wiedergetroffen nach wochenlangem sich knapp verpasst zu haben, einen mit dem ich die tour durch die wueste von chile nach bolivien gemacht hab. und wie es so oft hier war, 3 andere sind dazugestossen mit denen wir super klar kamen. eine nacht hatte ich, glaub ich, die beste party mit denen in ganz suedamerika, bis zum naechsten tag mittags um 12. wer sich etwas mit kolumbien auskennt, weiss warum wir so lange gefeiert haben;) eigentlich wollte ich von da aus weiter nach bogota, aber da wir so viel spass zusammen hatten, habe ich einfach noch eine woche kolumbien drangehaengt, sollte zeitlich reichen. also ab zu eienm kleine ort in der naehe, guatape, und welch ein ausblick vom huegel aus auf eine einmalige seenlandschaft. traumhaft. welch ein glueck, dass ich das noch mitgenommen habe. aja, und nachts natuerlich kein ende von party. als ob das nciht reicht, bin ich leider nur noch mit einem von uns 5 nach salento weitergezogen, hat mich zwar nicht allzu sehr gereizt, aber wollte meienn geburtstag nicht alleine verbringen, am besten noch im flugzeug - pffffff. kein weltbewegender geburtstag, aber zu zweit eine grosse flasche rum hat ihr uebriges getan. achso, ansonsten gab es in salento extrem hohe palmen zu sehen, ueber 40 meter hoch. und denn alleine nach bogota um meinen flug nach leticia zu kriegen, mit der airline viva colombia. es gibt definitiv airlines, die vertrauenserweckender klingen. ich habe schon eine alte propellermaschine befuerchtet. war es aber nicht. und ja, vielleicht der ruhigste flug den ich je hatte, ich hatte noch nicht einma druck in den ohren. interessant war der landeanflug in leticia. das flugzeug wird immer niedriger, man sieht weit und breit nur wald, es ist schon fast in den baumkronen, und immer noch keine landebahn zu sehen. naja, sie kam dann noch, sonst wuerd ich ja jetzt nicht schreiben koennen;)
so, leticia, nette kleine, friedliche, tropische stadt im amazonasgebiet. tropisch warm, wie ich es mag. der schweiss laeuft nur so runter, herrlich. am flughafen musste man eine art kurtaxe bezahlen von ca 10 euro. und das sind ja dinge, die ich absolut nicht einsehe. also hab ich gesagt, dass ich nur eine rauchen will draussen und mein gepaeck ja noch abholen muesse. und das hat jemand anderes fuer mich getan als ich noch draussen rauchen war. so spart man 10 euro. den einen tag,den ich dann dort hatte, war fuer organisatorisches um weiterzukommen. stempel holen von kolumbien und brasilien, geld tauschen, bootticket kaufen, rest des tages bis nachts mit den anderen im hostel saufen um den naechsten morgen um 4 aufzustehen. ihr denkt etwas viel party? das war mein ziel fuer die letzten 3 wochen. keine anstrengung mehr. egal, also morgens ab nach manaus. und ich dachte, das schlimmste sei geschafft, wenn ihc dort bin. hah, denkste, geht jetzt erst los. der weg von bogota nach manaus war einfach. manaus, aber ich muss ja nach belem, nur wie? es gibt jedenfalls nichts direktes, ausser fliegen. und gerade denke ich zum ersten ma, dass ich lieber einfach geflogen waere. aber wo bliebe denn dann das abenteuer? nach langem hin und her am hafen in manaus, habe ich ein weiteres bottsticket gekauft, nach santarem, wo ich jetzt bin. was bedeutet hat, ich musste eine nacht in einem hotel (nicht gerade mein budget) in manaus verbringen, ein absolut ueberteuertes taxi bezahlen, und habe zu diesem zeitpunkt schon mehr bezahlt als fuer den moeglichen flug. so weit so schlecht. naechsten morgen ab aufs boot nach santarem. und auf diesem boot wollten die auch noch geld fuers essen haben (beim ersten boot war es inklusive). ich hab darauf ziemlich angepisst reagiert, und nachdem ich eine geraucht hatte, hat ein bootsmitarbeiter mich zur seite genommen - ich dachte schon sonst was - hat mir einen teller richtig voll gemacht und mich nach draussen geschickt, damit es keiner der anderen passagiere mitbekommt, dass ich kostenlos essen bekomme. na also. die welt war wieder etwas besser. so, dann in santarem angekommen, zum glueck wen gefundnen, der englisch konnte, und mir mitgeteilt hat, dass erst 5 tage spaeter ein boot nach belem faehrt. und vom bus haben mir alle abgeraten, weil die strasse zu schlecht ist und auch zu gefaehrlich. eigentlich war das mein plan, mit dem bus weiter. aber wenn einheimische einem so etwas sagen, dann nimmt man das gefaelligst ernst und hoert darauf. und irgendwie hat er (der englisch konnte) gedacht, dass ich kaum noch geld haette, und hat auf dem schiff, mit dem ich angekommen war, gefragt, ob ich dort uebernachten konnte. und die hatten nichts dagegen. cool, eine nacht hotel gespart. am naechsten morgen wollte er mich am boot treffen, es kam wer anderes mit einer englischen nachricht von ihm, dass einen tag spaeter ein boot faehrt. und dieses ma ein langsames, welches 2 tage braucht bis belem, und man schlaeft in einer haengematte, die ich mir natuerlich auch noch kaufen musste. wieder kam der gedanke durch, ob ich jetzt fliege, aber ich dachte mir, nun hast es schon so weit geschafft, und es gibt eine (schlechte) option, also weiter bootfahren. mir wurde auch angeboten, dass ich heute schon aufs boot kann und bis zur abfahrt morgen dort bleiben kann. naja, das boot war noch eine absolute baustelle, und mit baustelle meine ich baustelle. nach 3 stunden hatte ich die schnauze voll, stinklangweilig, und hab mich erst auf die suche nach essen, wasser und bier gemacht - gefunden, und internetcafe - nicht gefunden. dafuer ein hotel, recht luxurioes, fuer knapp 30 euro - mit oeffentlichem computer. dort bin ich jetzt. und der taxifahrer hat mich hier auch wieder abgezockt. unterm strich brauche ich 4 tage laenger, viel mehr stress, und ungefaehr das 5-fache an kosten als wenn ich geflogen waere. tja, so ist das halt. aber in belem werd ich noch wen anderen treffen, der dort lebt, der auch bei der tour chile - bolivien dabei war. und ich will noch eine richtige amazonastour machen, in der man auch tiere sieht. ich will wenigstens die pinken delphine sehen und piranhas grillen. und dann ist suedamerika beendet.
komischerweise finde ich jetzt, dass brasilien das am wenigsten entwickelte und unsicherste land ist, in dem ich hier war. schon erschreckend, wenn man ueberlegt in welchen laendern ich hier war. und was alles in brasilien nicht einfacher macht, ist die sprache. waehrend ich sonst froh war, wenn wer englisch konnte, bin ich jetzt froh, wenn hier wer spanisch kann,damit ich wenigstens irgendwie klar komme. und ja, mein minimalziel der spanischen sprache habe ich geschafft, es ist ungefaehr auf dem niveau meiner russischkenntnisse. das heisst nichts, nur dass mein russisch nach 7 jahren in der schule grauenvoll ist. hmm, 5 monate suedamerika ist genauso gut wie 7 jahre schule.
na denn, drueckt mir die daumen, dass ich am 8. maerz wirklich in belem ankomme
bis dahin

sometimes i love my brain

Sunday, February 12, 2017, 00:31:52

und ich gleich wieder. hab noch eine weile bis zum bus nach manizales und internet ist saubillig hier. bin jetzt aber schon in kolumbien, in der grenzstadt.
und natuerlich gab es wieder einen zwischenfall, den ich mir absolut nicht erklaeren kann. auf dem weg zur grenze mit dem taxi ist es passiert. mein portemonnaie ist weg. ich steig aus dem taxi aus, bezahl den mann und steck es wieder in die hosentasche, die recht eng ist. und vielleivht 20 sekunden spaeter ist es weg. und ich trage auf der gleichen seite meine tasche. rankiommen eigentlich unmoeglich. und trotzdem. und verloren hab ich es sicher nicht. es muss wohl ein echter meisterdieb gewesen sein. aber ich habe in quito mitgedacht und mein ganzes geld, 300 dollar, in den socken gesteckt, was ich sonst noch nie gemacht habe. puh, welch ein glueck und welch eine intuition. so hab ich nur 14 dollar verloren, meine beiden bereits gesperrten kreditkarten und meinen fuehrerschein. mit dem verlust kann ich leben
so, denn werd ich ma so ganz langsam zum bus schreiten und hoffentlich morgen mittag in manizales sein

geniesst euer wochenende, am montag muesst ihr wieder arbeiten. haeh haeh;)