sunday funday



Ein letzter für hier.

Fangen wir mit dem Sunday funday in san juan del sur an. Mit etwas positiven. Sonnabend angekommen, noch nie so willkommend in einem hostel geheißen wurden. Von anfang an freunde gehabt. Und dann der tag weshalb ich hauptsächlich da war. Party von morgens an bis nachts. Man fährt mit der partymasse von location zu location, säuft, springt in pools, spielt beerpong und hat spaß ohne ende. Ich habe 2 mitgemacht;) Dementsprechend war der kater den nächsten morgen. Und an dem tag ist es dann passiert. Ich habe meine neue freundin kennengelernt. Ja genau, ich bin offiziell vergeben. Es hat von anfang an perfekt gepaßt, ich hatte eine der intensivsten wochen mit jemandem überhaupt. Ich mein, in der ersten nacht oder tag wurden wir zu legenden im hostel. Nachdem alle langsam die folgen des abends davor zu tragen hatten, haben wir die kühltruhe voll sangria leer gemacht, bis zum nächsten morgen wirklich überall im hostel durchgevögelt, danach einen hike in der brutalen hitze gemacht und zurück im hostel weitergefeiert als ob es kein morgen gäbe. Ungefähr so ging es für eine woche weiter. Eine der geilsten und krassesten wochen meines backpackerlebens. Aja, ich steh mit ihr täglich in kontakt über videochat, und es paßt auch nüchtern;) sie ist genau so alt wie ich, und eigentlich fast wie ich. Und einen körper, davon träumen 20-jährige. Und sie ist us-amerikanerin. Die entfernung ist sicher nicht optimal, aber man wird sich hin und wieder irgendwo für eine woche treffen. Und nächstes jahr wollt ich sowieso für 6 monate in die usa reisen, und dann wird man sehen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist nicht die frage ob, sondern wann ich es vermassel;) aber ma ganz weit gesponnen, das könnte mein ticket raus aus deutschland sein.

 

Und dann der ewig traurige tag, an dem man abschied nimmt von den ganzen leuten im hostel. Weiter nach costa rica, dem vorerst letzten land. Und mein plan ist aufgegangen, erholung für die leber. Ich habe seit zweieinhalb wochen keine party mehr gemacht und maximal 2-3 bier pro tag. Dafür jede menge nationalparks, hiking, faule tage in der sonne oder am strand, ich habe viele tiere gesehen, faultiere, waschbären, ameisenbären, affen, schlangen, spinnen, vögel usw. der hauptgrund weshalb ich mich jedesma in ein flugzeug quäle.

 

Naja, und dann der tag, an dem es gewißheit wurde. Die reise wird abrupt beendet, weil… ach kommt, den scheiß grund wißt ihr alle.

 

Ich habe bis zum wirklich letzten moment gewartet, aber jetzt haben auch die letzten länder in lateinamerika ihre grenzen zugemacht. Ich habe immer gehofft, daß ich es wenigstens noch nach panama schaffe. aber nein.

Ich habe für morgen, den 19.3., einen flug nach hamburg ergattert. Über madrid. Ich hoffe, das gibt keine propleme in spanien. Ich habe hin und herüberlegt, weil ich echt noch keine sonderlich große lust verspüre, nach hause zu kommen. Lieber hätte ich noch 2 wochen in costa rica in der sonne gechillt, aber die situation mit den flügen ist einfach unberechenbar. Wer weiß, ob in 2 wochen noch etwas fliegt, und wer weiß wie teuer. Die preise sind jetzt schon pervers hoch. Lufthansa will weit über 1000€ bis hin zu 8000€. Und es gibt kaum noch alternativen. Also war ich recht glücklich, daß ich einen tag vor der reise einen flug für 520€ bekommen habe. Mit iberia.

 

Was mich richtig ankotzt, ist nicht unbedingt das geld (ma gucken, ob ich geld für die beiden flüge wiederbekomme, die ich nun nicht antreten kann – panama – jamaika – D), das ich verliere, sondern die zeit. Und ich will und werde natürlich die länder nachholen, aber das bedeutet ich brauche einen extra winter dafür. Und gerade, daß die länder keine landesgrenzen miteinander haben, macht die sache echt nervig. Weil dann mach ich natürlich gleich guatemala und el salvador mit.

Aber was mich richtig richtig doll anpißt, ist, daß die nächsten 5 wochen nochma richtig geil geworden wären. Kelley (meine freundin) wollte mich am sonnabend in costa rica besuchen, die vermutlich krasseste party in ganz mittelamerika in panama hätte ich besucht, und natürlich die 2 geilen wochen in jamaika, wo andre und steini mich besuchen kommen wollten. All das fällt jetzt aus. FUCK!!!

 

Na denn, bis scheiße übermorgen. Ich bin gespannt wie es wird. Wenn ich wirklich für wochen zu hause rumhängen muß und niemanden sehen darf, eh dann leckt mich doch ma alle.

 

Ach ja, hab ich schon gesagt: SCHEIßE!!!!!!!!!!!!!!! ;)

unBELIZEable // belize it or not



jaja, die slogans da;)

Nach mexiko kam belize. Ich bin ja mit der fähre rüber, auf eine karibische insel namens caye caulker. Also, hmm, megatouristisch, dadurch verliert es natürlich am karibischen charme. Und viel zu sehen oder erleben gibt es dort nicht, aber ich hatte trotzdem eine geile zeit, bestehend aus party, party, party. Und endlich konnte ich mir ma wieder mein näschen pudern;) und das teils in massen. Ich habe im letzten stop in mexiko einen ösi kennengelernt, mit dem ich dann eine woche zusammen durch belize gereist bin und viel spaß hatte. Und der mir ein extrem verlockendes angebot gemacht hat zwecks geld verdienen. Ma gucken ob das wirklich was wird. Ich glaub, verlaß oder hoffe ja schon lange nicht mehr bei sowas, aber vielleicht hab ich ja ma glück. Aja, meine woche des handypechs wurde auf der insel fortgesetzt. Ich wollte nach einer durchzechten nacht frühs auf ein kleines boot einsteigen, hat nicht mehr so ganz geklappt, halt gleichgewichtssinn, bin gekentert und mein handy fand das salzwasser wohl nicht so sonderlich gut. Also innerhalb von 5 tagen 2 handys verloren. Nervig.  Der 2. Und letzte stop war ein dorf an der ostküste. Gemütlich, entspannte leute, bißchen hiking und ansonsten das leben genießen;) und ich habe meine erste, und zweite, und dritte… kokosnuß geöffnet. Mit einem kleinen beil. Gar nicht so schwer.

Das schöne an belize ist, daß dort englisch gesprochen wird. Welch eine wohltat nach wochenlang sich mit spanisch zu quälen. Aber erstaunlicherweise versteh ich mittlerweile recht viel. Der große nachteil an belize ist, daß es scheiße teuer ist. Mein armes budget.

Nach einer woche ging es weiter nach honduras, wieder per fähre. Zwar nur so halb seriös, nicht wirklich offiziell, keine wirklichen informationen, aber wir haben sie gekriegt und nach 2 stunden auf dem wasser dann honduras. Die erste nacht in san pedro sula verbracht. Die gefährlichste stadt der welt, die nicht in einem kriegsgebiet liegt, natürlich. Ich habe mich nicht unsicher gefühlt, und wenn die stadt das wirklich ist, dann brauch ich wohl nirgends mehr ein mulmiges gefühl zu haben. War auch nur eine nacht, den nächsten tag weiter nach lake yojoa. Ein see mitten in honduras, und bisher wohl mein lieblingsort in mittelamerika. 4 tage in einem völlig relaxten dorf, total freundliche einheimische, super hostel, die zeit mit einem hamburger verbracht (endlich ma nichts aus bayern), viel gehiket und des highlight war kajak fahren halt auf dem see. Traumhafte panoramas, und weit und breit außer uns beiden niemand zu sehen. Dann wieder abschied nehmen – alltag. Und nach nicaragua. Anfangs mit mein hauptziel hier, und, naja, ma gucken. Bin seit gut einer woche hier und werd noch ca. 10 tage bleiben. Endlich etwas länger in einem land. Ich war jetzt eine woche in leon. War ganz nett. Was, für eine woche nur ganz nett? Ja, nur ganz nett;) irgendwie verging die zeit und ich war immer noch da. Aber ich hetz ja nicht. Es fühlt sich an wie eine kleine kolonialstadt, ist aber die 2. Größte des landes. Ich habe dort während eines hikes meinen ersten wilden skorpion gesehen. Cool. Und jetzt bin ich in el gigante, ein wirklich kleines dorf an der pazifikküste und morgen geht es dann in die partyhauptstadt. Yeah. Wenn ihr denkt, ich mach nur party, dann ja, nicht ganz unrecht, aber von den eigentlichen gründen des reisens mach ich mehr. Und da ich den sommer über in hro bin, muß ich vorfeiern;) genau, ich bin mindestens von mai bis september wieder da. Hab den vertrag in der tasche, wieder bei stena line (eh katrin, das gehalt is ja diesma ein bißchen frustrierend)

 

Denn genießt eure 2 tage freiheit von der sklaverei;)

rum, cigars and old cars



So, ich ring mich dann ma dazu durch was zu schreiben.

Kuba. Tolles land, nett einheimische, schöne strände, aber arm und es mangelt an allem. Und ewig lange schlangen vor den geschäften. Das letzte beispiel, daß es kein land gibt, in dem sozialismus bzw. kommunismus wirklich funktioniert. Ich mein, ein arzt verdient ca. 30€ im monat! Und muß noch einen nebenjob annehmen oder muß hoffen, daß er reiche verwandte in den usa hat. Dafür aber auch ziemlich teuer, gerade für reisende. Immerhin sind rum und zigarren spottbillig. Rum ist billiger als cola, dementsprechend sind die mischen. Ich mußte teilweise darum betteln einen tropfen mehr cola für den cuba libre zu bekommen. Und ich glaube, ich habe mehr mojitos getrunken als wasser, quasi täglich. Komischerweise hatte ich nie einen kater, wie damals, mit 16;)

Und zigarren habe ich auch gequalmt ohne ende. Zigarre und mojito am strand und einfach nur genießen wie geil das leben doch ist. Privilegiert zu sein hat schon was;)

Dann fang ich ma an mit havanna. Geiles hostel, ich bin noch nie so schnell mit eigentlich allen backpackern in kontakt gekommen, eine geniale atmosphäre. Die stadt an sich ist schon echt schön, kann man locker ein paar tage dort verbringen, aber leben muß ich da nicht.

Danach ging es weiter nach vinales. Das coole ist, daß mehr oder weniger alle backpacker die selbe route in kuba gemacht haben, man hat überall so viele wiedergetroffen oder ist mit einigen zusammen gereist. Ich war nie alleine. Binales ist eine nette kleine lebhafte stadt, gut zum hiking, für strand und party natürlich. Am sonnabend wurde die hauptstraße gesperrt, und auf der straße war dann echt eine richtig geile party. Danach cienfuegos, war ok, aber nichts außergewöhnlich besonderes. Und dann trinidad. Eigentlich ähnlich wie binales. Und eines der coolsten sachen dort war eine party in einer höhle. Einmalige location.

Leider waren binales und trinidad voll mit touris. Also die beiden orte gibt es wahrscheinlich nur deswegen.

Zurück nach havanna zum ausklang für 2 tage. Dann endlich mein richtiges erlebnis mit den einheimischen. Ich habe welche auf einem afrikanischen fest in havanna kennengelernt, am ende des abends bin ich bei denen gelandet in der wohnung. Naja, also leiden tun sie nicht, aber so leben muß ich echt nicht. Die ganze familie lebt in einer wohnung und schläft in einem bett. Hat mich in meinem zustand dann auch nicht mehr gestört;)

Auf zum flughafen. Und zum ersten ma hätte ich fast meinen flug verpaßt. Die paßkontrolle hat eine stunde anstehen gekostet, ich war der letzte der an bord ging und wenige minuten später sind wir dann auch schon gestartet. Richtig schwein gehabt.

 

Das war kuba. Hasta la victoria siempre!

 

Mexiko. In cancun angekommen. Hmm, naja, nur eine weitere westliche großstadt die erst 50 jahre alt ist. Und die satdt wurde wirklich nur für den tourismus gegründet. 99% der menschen dort arbeiten in der tourismusbranche. Ist echt nicht meins. Wenigstens habe ich eines der 7 weltwunder gesehen. Chichen-itza, ein alter maya -tempel. Genau, was die mayas gebaut haben, sind keine pyramiden, sondern tempel. Schon beeindruckend das ma zu sehen.

Nächster stop tulum. Auch eine nette kleine stadt. Die nächste maya ruine gesehen, strand mit endlich vernünftig warmen wasser, glasklar natürlich und ich war endlich in einer cenote schwimmen. Keine ahnung wie das wort auf deutsch heißt, ist aber sowas wie ein wasserloch im felsen. Die gibt es hier überall. Naja, und auf einer der vielen parties ist mir dann dummerweise mein handy abhanden gekommen.die stadt muß verflucht sein, so viele denen das auch passiert ist, also auch einheimischen. Das gleiche mit den feuerzeugen;) was mich ankotzt, ist, daß ich dadurch alle meine kontakte verloren habe, und die nummern von den leuten, die ich bisher getroffen habe, kriege ich nie wieder. Fuck.

Und jetzt mein letzter stop in mexiko, bacalar. Richtig süße kleine stadt mit einer traumhaften lagune. Die lagune der 7 farben. Also 7 verschiedene blau töne. Karibik pur. Und der ganze see ist vllt einen meter tief. Man kann also von einem zum anderen ende laufen. Hat was.

Gut. Übermorgen geht es dann mit der fähre nach belize.

 

So denn, es wird verdammt nochma zeit für das erste bier. Schon viel zu spät, fast abends;) eh, wenn das so weiter geht, muß ich auf dem heimweg einen zwischenstop in der betty ford klinik machen;)

 

Viel spaß im kalten deutschland. Viel spaß beim früh aufstehen. Viel spaß auf arbeit. harhar

iran



ein letzter bevor es morgen nach hause geht. bin heute in dubai angekommen, verbringe eine nacht im luxus hier im hotel am flughafen, 19:30 morgen geht es nach prag und denn weiter per bus nach hro. werde dann uebermorgen gegen mittags wieder zur verfuegung stehen.
 
und nun zum iran. ich fang erstma allgemein an. es ist ein wundervolles land, die menschne sind einmalig. ich habe noh nie eine so grosse gastfreundlichkeit erlebt. und es ist sicher und guenstiger als jedes andere land. ja, es ist sicher. ich hatte nie irgendwelche probleme, ich habe mich nie unsicher gefuehlt. das problem ist die regierung, nicht die menschen. nach der revolution 1979 wurde es so wie es jetzt ist, zu islamisch. die leute haben aber absolut kein bock auf alkoholverbot, niemand will ein kopftuch tragen (wird auch nur sehr halbherzig getragen), sie wollen ein ganz normales leben fuehren ohne freiheitseinschraenkende verbote. und sie stehen total auf deutsche und den euro. endlich ist der us dollar ma nicht fremdwaehrung nummer eins;) und das mit den ausschreitungen ist nur ein resultat. es fing an, als die regierung vor gut 10 tagen die benzinpreise ueber nacht einfach verdreifacht hat. womit fast alles teurer wir. vor einem jahr wurden saemtliche preise es verdreifacht, und niemand bekommt mehr gehalt. die menschen werden aermer und aermer, und das sie die schnauze voll haben eines tages ist klar. ausserdem verbreitet die regierung propagandaluegen ohne ende. und ziele der “rebellen” waren eigentlich nur banken und regierungsgebaeude, die gut brennen;) dafuer gab es auf der gegenseite mehrere tote, erschossen durch die polizei. und das internet wurde landesweit gesperrt. etwas nervig als reisender. als es losging, war ich gerade in shiraz auf der strasse, und ploetzlich sind massen an demonstranten an mir vorbei, durch mich durch gerannt, und daneben ein riesenpolizeiaufgebot. mir ist nichts passiert, keiner hat mich angegriffen. ich bin ganz normal weitergelaufen, wie alle anderen einheimischen unbeteiligten auch.
 
kurz: mit einer besseren regierung waere der iran ein traumland.
 
so, nun zu mir. erstes ziel nach armenien war tabriz im nordwesten. erste eindruecke der sensationellen mentalitaet gewonnen und ansonsten ein normales backpackerleben;) hab mir die bunten berge angesehen (im herbst leider nicht sooo bunt) und ein echt suesses dorf gesehen. die haeuser sind in berge, felsen hineingehauen. sprich berg mit fenster und tuer. total geil.
 
dann ging es nach teheran. laenger geblieben als geplant, wie an so einigen orten. deswegen musste ich auch echt viel auslassen. zum ersten ma couchsurfing erfolgreich genutzt, also ohne uebernachten, aber zumindest fuer treffen. und einheimische treffen die einen die stadt zeigen ist eh das beste. naja, die stadt ist nichts besonderes, nciht schlecht, aber mehr auch nicht. imhostel habe ich mich mit einem maedel von der rezeption richtig gut vestanden, und sie ist mir eine woche spaeter in den sueden hinterhergereist. mehr dazu spaeter.
 
als naechster stop wurde isfahan auserkohren. richtig schoene stadt. auch dort eine gute zeit gehabt. und den richtigen getroffen. es ist naemlich gar nicht so eifach wen zu treffen fuer party, weil sich natuerlich alles im untergrund illegal abspielt. der hat mich mit in eine art club genommen. alsoo es war ein saal mit tischen. nicht zu vergleichen mit dem was wir kennen. auf jeden fall gute stimmung. dass die leute sofort auf einen zukommen und mit einem feiern brauch ich nichtzu erwaehnen, denke ich. dazu viel shisha geraucht und viel arat (sowas wie vodka) getrunken. und mein erstes ma breit im iran;)
 
und dann shiraz. highlights waren persepolis, eine 2500 jahre alte persische ruinenstadt. und eine pinke moschee. wenn die sonne am vormittag durch die fenster strahlt wird ein raum in velen bunten farben beleuchtet. war cool. 
aja, eines abends nach dem abendbrot wollten wir zu zweit noch einen snack zum nachtisch holen, nuesse oder sowas. ins geschaeft hinein, 10 minuten spaeter mit dem besitzer im hinteren raum gesaessen, shisha geraucht und eine flasche vodka geleert. einfach so, weil die menschn nett sind;)
 
und dann der letzte stop, ganz im sueden, die insel hormuz im persischen golf. endlich wieer sommer. weiter noerdlich wurde es schon echt winterlich. in teheran hat es letzte woche geschneit. igitt. und allgemein sind die temperaturstuerze krass. tagsueber knapp 20 grad, nachts unter null. 
 
ja, und da unten im sueden habe ich die aus dem hostel wiedergetroffen und wir hatten eine tolle woche auf hormuz zusammen. auf einer echt entspannten kleinen insel. die ersten 3 naechte haben wir am strand gezeltet, ohne ausstattung. nachts habne wir gefroren und durch den harten boden tat uns alles weh. aja, der perfekte vormittag: ausschlafen, dann sex, dann ins meer springen, dann fruehstueck, dann whisky saufen;)
und ja, eines kommt zum anderen und es ist passiert. ich hab mich echt richtig doll verguckt in sie. etwas was mir beim resien noch nicht wirklich passiert ist. sie ist so ziemlich perfekt. schlau, selbstbewusst, lustig, gutaussehend, macht jeden scheiss mit und trinkt whisky am vormittag;) 
aber alles geht vorbei. abschied nehmen von backpackern ist schon scheisse, aber wenn dann auch noch gefuehle hinzukommen…
immerhin weiss ich, dass ich emotional doch noch nicht voellig abgestumpft bin.
 
das soll zum abschluss reichen, mag nicht mehr schreiben. wir sehen uns ja sehr bald

back in the GDR



Zusammenfassung der letzten 2-3 wochen.

Ich mach einfach ma ab kutaisi weiter, der erste stop nach tbilisi. 3 tage war ich da, habe mich mit jemanden aus tbilisi wiedergetroffen – der anfang einer coolen gruppe für die nächsten 2 wochen. Bei kutaisi habe ich die wohl schönste höhle meines lebens gesehen. 1,5km lang, und sieht aus wie ein uraltes schloß in dem dracula gewohnt hat. Leider sind die photos nicht sonderlich gut geworden um zu sehen wie sie wirklich aussah.

Nicht weit davon entfernt ist eine kleinstadt mit vielen verlassenen alten gebäuden aus sowjetzeiten. Oder nennen wir es sehr gut erhaltene ruinen. Von außen wunderschön. Leicht heruntergekommen, leicht überwuchert, ein übriggebliebener hauch von prunk, und naja, von innen ist es einen ruine. Und man kann in alle diese gebäude einfach hineingehen. Es hat auch vorteile wenn das geld fehlt um es abzureißen oder zu restaurieren.

Danach ging es weiter nach mestia, 4 tages hike durch den kaukasus. Zu beginn wurde unsere gruppe größer, wir waren schon zu viert. Der hike war ziemlich entspannt, waren nur 60 km. Und was soll ich sagen, außer was ich immer sage. Natürlich war die landschaft schön, eine traumhafte herbstlandschaft in den bergen, sicherlich bedingt durch perfektes wetter. Nur nachts war es arschkalt. Nach jedem tagesabschnitt waren zum glück gästehäuser zum übernachten mit essen inklusive. Und oh man, man wurde da gemästet. Und ich kann ja kein essen stehen lassen und eß bis nichts mehr da ist. Ich glaub ich brauch wieder eine kleine diät;)

4 tage später in ushguli angekommen, dem ende des hikes, zurück per marschrutka nach mestia, geburtstag gefeiert von jemanden aus unserer mittlerweile auf 6 leute gewachsenen gruppe, zu viel chacha (traditionelles georgisches schnapsgesöff, richtig starkes zeug), der tag darauf hat nicht existiert, und dann per nachtzug zurück nach tbilisi rechtzeitig zum wochenende. Noch 2 nächte party und bye bye georgia. Oh man, seit beginn der reise jeden tag alc, bis auf 3 tage.

Abschließend kann ich nur sagen, daß ich total begeistert bin und es einfach nur empfehlen kann. Ich hätte nicht einma ansatzweise gedacht, daß georgien eines meiner besten reiseziele werden könnte, aber nun ist es das halt. Ach übrigends. Wein stammt aus georgien. Und man merkt es. Es gibt überall wein und anbaugebiete. Und zum schluß noch eine lustige kleine geschichte: eines nachts waren wir zu dritt unterwegs, nachdem die erste bar geschlossen hatte, waren wir auf der suche nach der nächsten. Und tbilisi ist voll mit straßenhunden, die aber verdammt gut gepflegt werden und alle geimpft sind. Und alle total lieb und verspielt. Naja, auf der suche nach der nächsten bar haben wir 3 hunde getroffen, paar minuten mit denen gespielt, die sind uns dann natürlich gefolgt, irgendwann wuchs das rudel auf ca. 10 hunde an.  Wir haben dann die nächste bar gefunden, und alle 10 hunde sind mit uns hinein. Die bar war zwar draußen, aber trotzdem erstma ein herrliches chaos am anfang, ich hab gefeiert;)

Auf zum 3. Land, auf nach armenien.  Kann ich relativ kurz machen. Der erste stop war ijevan. Etwas nervig, weil google maps einen falschen ort fürs gästehaus angezeigt hat, aber die besitzerin dieses gästehauses meinte, daß es das richtige sei. Blöde kuh. Ich hab von anfang an gezweifelt daß es das richtige ist. Mein gepäck erstma da gelassen und dann durch die stadt gelaufen in der hoffnung daß ich recht hatte und das richtige noch finde. Hab ich dann auch. Keine schöne stadt, und der hike war auch nicht so toll dank schlechten wetters. Weiter nach sevan, wo der größte see armeniens ist und das haupturlaubsgebiet der armenier. Und es sah original aus wie in der DDR ende der 80er, zumindest was meine wenigen erinnerungen noch hergeben. Es haben echt nur die trabis gefehlt;)

Und dann yerevan, wo ich 3 der 6er-gruppe wiedergetroffen habe. Zum glück, wäre sonst langweilig geworden. Und ja, die stadt ist ok, aber echt nichts besonderes. Wir haben uns dann ein auto gemietet, sind noch 3 tage hiking gewesen. Macht aber langsam nicht mehr richtig spaß, weil wenn die sonne weg ist, wird es einfach zu kalt.

Armenien ist ok, ähnlich wie georgien, aber georgien ist 1000ma besser.

Gut, morgen habe ich geplant in den iran zu reisen. Jetzt muß ich nur noch gucken wie und mir ganz viele euros besorgen zum tauschen. Im iran bekommt man kein bargeld und kartenzahlung geht auch nicht. Erster stop wird tabriz im norden sein. Vielleicht mache ich einen abstecher nach kurdistan im nordirak. Soll sicher dort sein.

Ich ärger mich aber ein bißchen. Ich hätte gern mit den anderen die fähre von georgien in die ukraine genommen, wär definitiv richtig lustig geworden. Aber will mein visum für den iran nicht verfallen lassen. War zu viel aufwand und zu viel geld.

 

Ende.

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