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Namaste,

einen gibt’s dann noch zum abschluß. Da ich nicht mehr genau weiß, von wo der letzte kam, geht’s einfach in indien weiter. Ich glaub in goa hab ich das letzte ma geschrieben. Und es wurde danach nicht wesentlich besser. Das größte shithole indiens, und damit der welt, ist kolkata. Das land ist einfach überfüllt mit menschen, es ist laut, zu wenig backpacker, und das schlimmste überhaupt sind die menschen. Sie sind unfreundlich und dumm, ich mein nicht ungebildet, sondern wirklich dumm! Natürlich nicht alle, aber einfach viel zu viele.

Von kolkata gings weiter nach bangladesch. Ein land, das ich mir echt hätte sparen können. Noch viel schlimmer als indien, aber zumindest sind die menschen netter und nicht so scheiße wie viele inder.

War auch nur 10 tage da, war im südöstlichsten zipfel des landes, eigentlich schon eher myanmar. Eine kleine insel, die echt schön sein könnte, aber verschmutzt. Plastikmüll und anderes überall, der strand ist voll davon, kein bier oder alc und abends die große langeweile. Zum glück hab ich 5 bangladeschi auf der fähre kennengelernt, hat es erträglich gemacht. Dann noch in einen anderen ort im nordosten, auch nichts spezielles, und von dort wollte ich eigentlich nach nepal weiter. Nachdem mir gesagt wurde, daß es keinen bus gibt, (im nachhinein habe ich erfahren, daß es doch einen gibt –fuck you), und ich zurück nach kolkata müsse, war ich einen klick weit entfernt, mit einer bangladeschi airline nach kathmandu zu fliegen, ich hab aber ganz kurz vorm letzten schritt gelesen, daß gepäck mich nochma 50 euro extra kostet, und mich somit für kolkata entschieden. Im nachhinein eine sehr schlechte wahl. Ich hätte fliegen sollen, weil: mit dem bus zurück nach dhaka über nacht, frühs direkt den nächsten bus nach kolkata genommen, der bus mußte über ein gewässer per fähre, aber da tausende busse und lkws zur gleichen zeit rüber wollten, haben wir echt über 3 stunden gewartet. Damit zu spät an der grenze angekommen, die schon geschlossen war, so in dem schäbigsten hotel meines lebens übernachtet, den nächsten morgen dann im überfülltesten zug meines lebens weiter nach kolkata, direkt zum bahnhof um mir ein ticket nach nepal oder zumindest zur grenze zu kaufen. Ich wurde zu 3 schaltern geschickt, überall war ich falsch, dann sollte ich zum schalter der nur für ausländer ist, aber am anderen ende der stadt (total dämlich), dort meinten die, daß der zug für eine weile ausgebucht ist, weiter zum busbahnhof. Mega unfreundliche ticketverkäufer, die mir nicht helfen wollten!!!, bis mir endlich einer sagte, ich müsse zu einem anderen busbahnhof. Alles klar, ok, mach ich. Und da das gleiche spiel. Nach gut 5 stunden verzweifelt und vergebens durch kolkata herumirren, bin ich völlig frustriert, voller wut und abneigung gegen dieses scheiß land ins hostel. Eine hoffnung gab es noch – eine agentur beauftragen mir ein ticket zu besorgen. So weit, so schlecht, aber gute nachricht, kein problem, ich kann mir den nächsten tag das ticket abholen. Voller hoffnung und erleichterung zurück zum hostel, und das einzige getan, was man machen kann, vollaufen lassen. Den nächsten tag bin ich dann halt zurück um mein ticket abzuholen, und siehe da, auch er konnte keines bekommen. Gebt mir einen knüppel in der situation, und ich hätte alle inder verprügelt. Zurück zum hostel, und da konnte mir endlich einer wirklich helfen. Er ist mit mir zum busbahnhof, einer wo ich schon war, natürlich, und nach langem hin und her habe ich tatsächlich am ende des tages ein gültiges ticket in meinen händen gehalten. Darauf erstma einen trinken. 2 tage später bin ich an der grenze angekommen, gut 20 stunden im bus, und kaum die grenze überquert, war die welt wieder in ordnung. Menschen die englisch sprechen und freundlich sind, und es war ganz einfach ein busticket nach kathmandu zu bekommen. 4 stunden auf die abfahrt warten. Macht nichts, geht’s halt zum frühshoppen. Eine weitere nacht später war ich dann endlich in kathmandu. Und endlich wieder spaß. Geiles hostel, viele coole backpacker, coole umgebung. Ich hab 5 tage am stück gefeiert, einfach nur weil ich wieder mit normalen netten menschen zusammen war. Und dann stand ja das highlight südasiens an. Der hike zum everest base camp (ebc). Die erste abfahrt verpaßt weil der bus ausgefallen ist. Macht nichts, ich verbring gern noch eine nacht in dem hostel, den nächsten tag 2 möglichkeiten verpaßt weil ich so früh am morgen noch besoffen war, dadurch habe ich einen anderen backpacker kennengelernt, mit dem ich dann zusammen den ganzen hike gemacht habe. Und dann ging es los. 16 tage hiking, insgesamt über 200km durch die berge gelaufen, weit über 10.000 höhenmeter gemacht, weil es geht ständig bergauf und –ab. Und das mit knapp 20kg auf dem rücken. Wenn es nur leicht bergauf oder –ab ging, also 100m hoch und runter sind halt nichts im vergleich, haben wir es nepal-flach genannt;) Ich habe endlich wieder ein vernünftiges level an fitness erreicht, und meine beiden beine sehen endlich wieder gleich aus, 18 monate nach dem beinbruch;) der ganze hike war eigentlich relativ einfach, man muß halt nur für jedes wetter gewappnet sein. Von sehr warm bis arschkalt, sonne, regen, schnee. Und es gibt lodges überall auf dem weg wo man übernachtet und essen kriegt. Überall ist es so, daß die unterkunft extrem billig ist, mit der voraussetzung, daß man dort ißt. Die preise sind eh pro dorf überall gleich. Essen ist aber sehr sehr teuer, es wird alles per esel oder yak hochgebracht, und am ende schleppen menschen alles hoch, was man braucht zum leben.

Und die ganze zeit ist man in den bergen, hat rund um die uhr die schönsten aussichten mit die es gibt, man sieht die höchsten gipfel, die majestätisch in den himmel ragen und wenn man dann endlich den mount everest sieht, den höchsten punkt der erde, das war selbst für mich ein besonderer anblick. Eine traumhafte landschaft aus schnee, eis, bergen. Kurze hoffnung, daß das mit mir und schnee doch noch was werden könnte;)

Außerdem war ich im höchsten irish pub der welt und der höchsten bäckerei der welt. Apropo bäckerei, ich hab so viel geld in den ganzen bäckereien gelassen. Aber gut, man hat eigentlich ständig hunger. Ca 5000 kalorien, die man täglich verbrennt. Und wir haben täglich nur eine zigarette geraucht, jedesma wenn wir das tagesziel erreicht hatten. Und kein alc. Also echt gesund gelebt.

Ich dachte mir so, du scheiß zugspitze, du etwas größerer maulwurfshügel, dich lauf ich an einem tag mit nem kasten bier im arm hoch;) überheblich? Oh ja;)

16 tage später völlig erleichtert und ziemlich am ende mit der kraft und der psyche, in lukla angekommen, von wo ich zurück nach kathmandu geflogen bin. Naja, der gefährlichste flughafen der welt, und sämtliche nepalesischen airlines stehen auf der schwarzen liste. Mein gefühl war dennoch ganz ok und ich wurde zum abschluß nochma mit wunderschönen aussichten übers himalaya verwöhnt.

16 tage lang das schönste mit gesehen, was die natur zu bieten hat, und halt auch immer wieder die gleichen leute getroffen. Gibt eine art gemeinschaftsgefühl.

Am ende habe ich aber beschlossen, daß es wohl das letzte ma gewesen war, daß ich in weit über 5000m höhe war. Viel mehr als 3000m brauch ich nicht mehr. Es macht schon spaß und ist jedesma eine herausforderung, aber die verdammt dünne luft, die jeden schritt doppelt so schwer werden läßt, die atmung fällt schwer, nachts hab ich in 5000m höhe kaum schlafen können weil ich nach luft gehechelt habe. Es ist kalt dort oben. Weiter unten ist es auch schön und einfacher. Eigentlich schade, ich hab die gabe und das glück, daß ich kaum anzeichen von höhenkrankheit kriege, aber trotzdem.

Danach noch einige tage im gleichen hostel in kathmandu gefeiert, einige leute vom hike wiedergetroffen, und einfach nur die beine ausstrecken und nichts großes machen, außer ausschlafen, kaffee nach dem aufstehen und aufs erste bier wartemn;)

Ich durfte erfahren, daß ich bei einem e-visa für indien nur per flugzeug einreisen darf, und da ich nochma zurückwollte um das taj mahal zu sehen, blieb mir nichts anderes übrig. Und ma ehrlich, dann doch lieber 90 min fliegen, als 35!!! Stunden im bus. Mit air india. Und da hatte ich mit dem land komplett abgeschlossen. Es gab nur stewards, und natürlich unfreundlich. Ich bin schon mit zig airlines geflogen, und das erste ma, daß ich beim betreten des flugzeugs weder begrüßt wurde noch daß mir gezeigt wurde, wo mein platz ist. Und ja, die waren auch während des fluges unfreundlich.

Zum glück hab ich ein geniales hostel in delhi gefunden, und nur coole leute dort. Wieder 5 tage nur gefeiert und versucht mir irgendwie die stadt verkatert anzugucken.

Tagesausflug zum grund für indien zum 2., taj mahal. Naja, kann man ma gesehen haben, muß man aber auch nicht unbedingt. Bin jetzt noch ein paar tage in jaipur, südlich von delhi, wieder glück mit dem hostel, wieder leute mit denen ich was machen kann, und interessante stadt. Voller alter burgen, festungen, paläste, sehr gut erhalten.

Übermorgen zurück nach delhi für 2 tage, meine leber noch ma strapazieren und denn geht’s ab nach hause. Ich hab so dermaßen viel bier getrunken in den letzten wochen, ich glaub, ich hab etwas zugenommen und einen kleinen bierbauch gekriegt.

Mir reichts auch. Ich brauch urlaub. Kein kommentar, reisen ist anstrengender als arbeiten, natürlich auch schöner;)

12:25 mittags am 27.5. sollte ich in rostock am bahnhof sein. Ich habe mir ma was gegönnt. Ich flieg mit lufthansa. Wollte ich schon immer ma, und ist zeitlich einfach perfekt. Von delhi nach münchen, eine stunde layover, hetzen, und weiter nach berlin fliegen. Wird mein erster flug innerhalb deutschlands.

Und wenn ich da bin, schaltet ma die sonne an. Geht ja gar nicht, ende mai und arschkalt.

Denn bis nächste woche Montag, oder Dienstag, oder Mittwoch…

zum anhang: erstes bild: der unscheinbare in der mitte ist der everest, und der große rechts daneben ist der Lhotse, der 4. höchste der welt
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