fire and ice



Hi ihr im herrlich warmen rostock

Es gibt dann doch was zu lesen von mir. Alles fing ja in dänemark an. Und ich bin echt sehr positiv überrascht von dem land. Schöne städte und coole menschen. Dänen sollen ja als die glücklichsten menschen der welt gelten. Wulle, jetzt kann ich verstehen, daß du ständig dort urlaub machst. In aarhus angekommen, und der erste „rückschlag“. Volbeat, die erfolgreichste dänische band, hat dieses jahr ein einziges konzert in dänemark gegeben, natürlich an dem wochenende in aarhus. Demzufolge war alles ausgebucht, selbst in der umgebung bis 50km. Also fix was neues finden, und so ging es für 3 tage nach aalborg. Auch nicht schlecht, aber da gibt es fast nichts zu tun. Zum glück war in der unterkunft gleichzeitig ein althippie, die die guten alten tage in kristiana (alternative community bei kopenhagen) noch mitgemacht hat. Machte den aufenthalt kurzweilig.

Wenn wer ma lust hat auf ein verlängertes wochenende in aarhus, ich würde gern nochma dahin.

Und dann ging das abenteuer so langsam los. Auf nach norddänemark zur fähre. Nicht schlecht. Von bar, restaurant, videospiuelen, fußballplatz, swimming-pool usw war alles vorhanden. Aber es sollte sich auf der fähre schon andeuten, was mich erwartet. Entweder alte säcke oder loser mit kindern;).

Eigentlich keine backpacker. Egal, ich will eh mein ding alleine durchziehen. Auf den färöern angekommen. Apropo, bildung mit alex (oder klugscheißen;) )es heißt nicht färöer inseln, sondern nur färöer. Weil es schafsinseln heißt. Und färöer-inseln würde schafs-inseln-inseln bedeuten.

Die erste nacht auf dem zeltplatz halb abgesoffen, da mein neu erworbenes zelz nicht wasserdicht ist. Nicht so geil mit feuchten klamotten die keine chance haben bei dem klima zu trocknen. mußte ich mir eine plane kaufen. Aber ansonsten bin ich total begeistert von dem land. Wunderschöne natur, wahrscheinlich grüner als irland, verträumte kleine städte bzw dörfer, ungleublich liebe und freundliche einheimische, keine kriminalität, keine mücken und hin und wieder auch ma sonne. Es wird trotzdem kaum wärmer als 12°C. ich würde sagen – märchenwelt trifft westliche welt.

Auf geht’s zum hauptreiseziel, island, das land aus feuer und eis. Aller anfang war schwer, überhaupt von der fähre im osten nach reykjavik im südwesten zu kommen. Island ist zwar nicht groß, aber wesentlich größer als geglaubt. Also, mit dem bus 30 min zur nächsten größeren stadt gefahren, um herauszufinden, daß der ganze trip per bus ca. 20 stunde gedauert hätte mit 2ma umsteigen. 20h? hallo? In island??? Und die busse sind auch echt richtig teuer. Naja, da der bus zum flughafen fuhr, gab es 2 alternativen. Fliegen oder auto. Leider war der nächste flug nach reykjavik ausgebucht und bis 20 uhr wollte ich nicht warten, also letzte option – auto mieten für einen tag. Über 200 €, auch wegen rückführungskosten. So begann mein erster roadtrip durch island. Und scheiße eh, mit 2 pausen hat mich das 10h gekostet auf guten straßen. Da war der gedanke endgültig gestorben, daß island klein ist. Irgendwann doch angekommen. Naja, reykjavik ist ganz nett, ungefähr so groß wie hro und 2 tage dort reichen eigentlich auch. Aber immerhin habe ich etwas gemacht/ gesehen, was ich noch nie gemacht habe und was einzigartig auf der welt ist. Ich war in einem vulkan innen drin. Aja, in reykjavik gibt es ein punkmuseum. Es gab da tatsächlich ma eine einigermaßen große bewegung. Und auf isländisch heißt punk=pönk. Süß;)

Dann ging es los. Auto angeholt. Die erste woche mit einem holländer gereist, und dann endlich meine welt. Eigenes auto alleine, natur, und sonst nichts. Und ja, ein paar traumhafte flecken natur gefunden für hiking. Unterm strich zwar nichts, was ich nicht schon ma irgendwo anders gesehen hätte, aber egal. Ein tag davon sollte mein glückstag werden. Morgens kam niemand um für den zeltplatz zu abzukassieren (ich penn im auto), danach einen kaffee für lau weil der kartenlesegerät nicht funktionierte, dann das beste wetter was man in den bergen erwarten kann gehabt (da brauch man vieeel glück), am ende des hikes hat mir ein isländer ein bier ausgegeben, an der bushaltestelle angekommen um wieder zurück zum auto zu kommen, eine minute später kam der bus (oder man wartet ewig lange auf den nächsten) und die letzten 25km per anhalter gefahren und dafür mußte ich auch nur vllt. 5 min warten. Und zu guter letzt, ist der becher quark aufgeplatzt während des hikes, aber nur leicht abwischbare sachen im rucksack eingesaut.

So, jetzt bin ich eigentlich mit allem durch was ich mir vorgenommen habe für island, habe mir paar kleinigkeiten für die letzten 4 tage noch reausgesucht. Und gestern und heute mache ich wochenende. Sprich einfach ma gar nichts. Auf dem campingplatz habe ich strom, internet und eine küche mit aufenthaltsraum und heizung. Und am 3.8. flieg ich abends dann nach nuuk.

Ok, island: ich glaube, ich hatte noch nie so extrem hohe erwartungen an ein land wie dieses, und leider werden sie nicht ganz erfüllt. Erstens, es ist scheiße touristisch, schlimmer als irgendwo sonst wo ich war. Gefühlt gehört es zum guten ton für die scheiß reichen spießer einma nach island zu reisen. Zweitens, die natur ist nicht ganz so atemberaubend wie angenommen. Und naja, das wetter kann bestenfalls ganz nett werden. Zumindest wärmer als auf den färöern, aber viel regen und am allernervigsten der nebel. Was sooo schade ist. Ab 300m höhe siehst du dann einfach gar nichts mehr und kannst den hike quasi abbrechen. Ist nicht jeden tag so, aber zu oft.

Ich schick euch ein photo mit vom krassesten nebel. highway in den bergen und sichtweite 1 meter. Dazu einspurige brücken.

Denn, ich genieß meinen letzten tag „wochenende“ noch und die letzten 5 tage island, freu mich schon auf grönland und eigentlich sieht man sich ja auch in 3 wochen schon wieder.

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